Fotos sortieren und Fotos wieder finden.

Bei der Größe heutiger Festplatten ist es keineswegs unmöglich, weit über 100 000 Fotos zu speichern. Diese Fotos dürfen nicht einfach in einen Ordner gepackt werden, sonst hat man keine Chance sie wieder zu finden. Es ist also vonnöten eine Sortierung zu finden, in der man seine Bilder wieder finden kann. Jeder muss dabei das System, die Ordnung wählen, mit der er/sie zurechtkommt. Ich fotografiere schon seit meiner Jugendzeit recht viel und da sind über die Jahrzehnte weit über 100 000 Fotos zustande gekommen. Besonders seit fast 20 Jahren ist das Archiv enorm durch die digitale Fotografie angewachsen. 

Aus diesem Grund habe ich folgende Sortierung gewählt. Ich erstellte im Ordner 'Eigene Bilder' Unterordner mit den Jahreszahlen, also 1980, 1981 usw. In diesen Ordnern sind wieder Unterordner '2010 Winter', 2010 Ostern' usw. U. U. sind in diesen Unterordnern weitere Unterordner, wenn wir z. B. eine Woche in den Osterferien in den Niederlanden waren und Ostern selbst zu Hause. Dann gibt es in dem Ordner '2010 Ostern' die Unterordner '2010 Ostern_Niederland' und '2010 Ostern_zuhaue'. In den Niederlanden sind wir vielleicht in Amsterdam, Rotterdam und am Abschlussdeich gewesen. Dann gibt es in dem Ordner 2010 Ostern_Niederland' die entsprechenden Unterordner. Ein Bild in solch einem Ordner bekommt dann z. B. den Namen '2010 Ostern, Niederland, Amsterdam, Anne-Frank-Museum'. Meist komme ich am schnellsten durch meine Ordnerstruktur zum gesuchten Bild und wenn nicht, dann schlägt die Stunde des Suchtools 'Everything'.

Wenn ich aus einem Urlaub wieder komme, gilt es anschließend also die Bilder in entsprechende Ordner zu sortieren und im Stapelbetrieb (Batch...) umzubenennen. Zum Betrachten der Bilder brauche ich einen zuverlässigen schnellen Bildbetrachter. Dazu nutze ich IrfanView. IrfanView kann weit mehr, als Bilder anzeigen, z. B. kann man damit sehr einfach und schnell Bilder in andere Ordner verschieben oder kopieren. Das geht nicht nur mit der Maus (viel zu langsam), sondern rasend schnell mit Tastenkombinationen.

Umbenennen kann IrfanView auch, allerdings benutze ich dazu lieber XnView, ein ähnliches Bildbetrachtungsprogramm, wie IrfanView. Je nachdem benutze ich aber auch andere Tools, die mir z. B. aus den geogetaggten Bildern aus einer Internetdatenbank die geografischen Namen zu den Geokoordinaten heraussuchen und dann in die IPTC-Daten der Bilder schreiben. Es ist dann ein Einfaches mit XnView die Bilder nach diesen Metadaten zu benennen.

Zuweilen braucht man aber nicht das Bild '1998 Sommer, Frankreich, Paris_Notre Dame', sondern ein Bild, das vorwiegend aus roten Farben besteht. Diese Suche funktioniert ganz gut mit ImageSorter oder Photology.

Immer lieber lasse ich meine Urlaubsbilder durch Internetdatenbanken über die geografischen Koordinaten benennen. Das geht sehr schnell und recht präzise. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass man dann nicht '2003, Herbst, Frankreich, Paris_Eiffelturm' als Name bekommt, sondern den Punkt, an dem man stand, als man das Foto aufgenommen hat. Dann muss man das akzeptieren oder vor der Benennung mit einem entsprechenden Programm (ProPhotoTools) das Bild an die richtige Stelle schieben, damit es mit den 'richtigen' Geokoordinaten bestückt wird.

Aus diesem Grunde habe ich mir einen Geotagger zugelegt, der den ganzen Tag über meine Tour aufzeichnet. Es gibt haufenweise Tagger. Das können z. T. auch Uhren oder Sportarmbänder leisten, oder kleine Geräte, die man sich um den Hals hängt (sogar in der Jackentasche funktioniert das). Solche spezialisierten Tagger halten z. T. eine ganze Woche, ohne dass man den Akku nachladen muss, aus. Einfach ist es natürlich, wenn die Kamera auch getaggten kann - das können leider nur sehr wenig Kameras. Smartphones können das aber alle.

 

 

 

 

 

 

 




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