Alte Dias oder Negative digitalisieren und im Stapelprozess (Batchprozess) bearbeiten, 2.  

Stapelverarbeitung oder Batchprozess mit PhotoshopElements:

Am einfachsten öffnen Sie PSE und den WinExplorer nebeneinander. Unter Win 8 nehmen Sie mit der Maustaste das eine Programm oben an der obersten blauen oder dunkelgrauen Leiste, halten die Maustaste gedrückt und schieben den Mauszeiger bis an den linken Bildrand. Lassen Sie die Maustaste los und PSE nimmt genau die linke Hälfte des Bildschirms ein. Machen Sie es analog mit dem WinExplorer auf der rechten Seite. Navigieren Sie im WinExplorer in den Ordner, dessen Bilder

verbessert werden sollen. Markieren Sie die entsprechenden Bilder und schieben Sie sie per Drag and Drop in das Hauptfenster von PSE. (Drag and Drop: In eine der markierten Dateien mit links hineinklicken, die Maustaste gedrückt halten, den Mauszeiger ins Hauptfenster von PSE schieben und Maustaste los lassen. Das geht auch mit mehreren oder allen markierten Dateien). Warten Sie bis PSE alle Bilder geladen hat. Gehen Sie auf „Datei“ und im sich öffnenden Menü auf „Mehrere Dateien verarbeiten …“ und es öffnet sich ein Fenster:

09 pse_stapelspeichern_parameter

      • 1. Wenn Sie die Bilder so geladen haben, wie beschrieben, dann sollte hier „Geöffnete Datei …“ stehen. Wenn nicht klicken Sie auf das kleine schwarze Dreieck und wählen das richtige aus. Wählen Sie hier „Ordner“, dann erscheint darunter eine neue Zeile, in der Sie dann zu dem Ordner navigieren müssen, in dem die zu bearbeitenden Fotos sich befinden.

      • 2.  Hier geben Sie den Zielordner ein, in den hinein PSE die korrigierten Bilder schreiben soll. Klicken Sie auf „Durchsuchen …“ und navigieren zu dem gewünschten Ordner.

      • 3. Ich lasse hier „Dokumentname“ stehen, dann behält das Bild seinen ursprünglichen Namen (meist Buchstabe + Zahlen).

      • 4. Klicken Sie in diese Zeile und tippen einen Suffix hinein. Ich habe _pse gewählt. Sie können dort Beliebiges hineintippen.

      • 5. Ich habe hier die maximale JPG-Qualität gewählt. Brauchen Sie von der Datenmenge her kleine Bilder, können Sie z.B. „JPG niedrige Qualität“ wählen. Hier ist kein Prozentsatz wählbar, aber bedenken Sie, dass selbst bei 50 % Qualität man kaum Mängel erkennen kann, die Dateimenge aber erheblich kleiner sein wird!

      • 6. Hier sind für diesen Fall die entscheidenden Einsteller. Der Vorteil ist, dass PSE für jedes Bild individuell versucht den besten automatischen Wert zu finden. PSE macht dabei nur wenig Fehler! Sie können normalerweise alle vier Einstellungen durch ein Häkchen aktivieren.

      • 7. Für diese Arbeit ist jetzt nur noch dieser Punkt wichtig. Mit einem Linksklick auf „OK“ starten Sie den Batchprozess. Die Vorschaubilder verschwinden dann nacheinander, und wenn alle fort sind, ist PSE mit der Arbeit fertig.

Fotos mit XnView im Batchprozess (Stapelprozess) bearbeiten:

Starten Sie XnView. Navigieren Sie im linken Fensterbereich zu dem Ordner, in dem die zu bearbeitenden Fotos liegen.

01 xn_start

Markieren Sie die zu bearbeitenden Bilder: alle Bilder: Strg + A drücken; mehrere Bilder en bloc: Das erste (oder letzte) Bild bei gehaltener Strg-Taste anklicken, dann die Umschalttaste drücken und gedrückt halten und so das letzte (erste) Bild anklicken, Tasten loslassen; mehrere wild über den Ordner verteilte Bilder markieren: Strg –Taste drücken und halten und dann die gewünschten Bilder der Reihe nach anklicken. Markierte Bilder sind blau hinterlegt.

Klicken Sie in der Werkzeugleiste oben auf „Werkzeuge“ und im sie öffnenden Menü auf „Stapelverarbeitung…“. Es öffnet sich das Stapelverarbeitungsfenster:

02 xn_stapelverar.

Klicken Sie auf den Reiter „Umwandlungen“ und es öffnet sich folgendes Fenster:

03 xn_stapelverar_einstellg

      • 1. Hier können Sie auswählen, was Sie am Bild bearbeiten möchten.

      • 2. Klicken Sie auf das Pluszeichen und es öffnen sich weitere einstellbare Bildbearbeitungsmöglichkeiten. Sie müssen evtl. rechts scrollen.

      • 3. Haben Sie unter 1. oder 2. Einen Parameter ausgewählt, dann ist die Schaltfläche „Hinzufügen“ nicht mehr, wie hier, eingegraut. Klicken Sie dann darauf und der Parameter erscheint im Fenster rechts daneben.

      • 4. Möchten Sie einen Parameter wieder los werden, dann markieren Sie ihn im rechten Fenster und klicken auf diese Schaltfläche. Interessant für diesen Fall hier sind die Parameter unter „Farbpalette“:

04 xn_stapelverar_einstellg_auto

Hier finden Sie Parameter, die automatisch auf die markierten Bilder angewandt werden. Verschiedene andere Parameter können Sie auswählen und es erscheint dann dazu rechts im Fenster „Parameter“ die entsprechenden Einsteller, die dann allerdings in der gewählten Einstellung auf alle ausgewählten Bilder so angewandt werden. Für diesen Fall sollten Sie dann z.B. nur alle Bilder verwenden, bei denen die Schatten „abgesoffen“ sind:

05 xn_stapelverar_einstellg_parameter

Sie können jetzt die Tiefen, also zu dunkle (helle) Schattenbereiche aufhellen (abdunkeln) indem Sie rechts neben dem Wort „Tiefen“ den Schieber mit der linken Maustaste anfassen, die Taste gedrückt halten und sie verschieben (nach rechts heller und umgekehrt). Oder Sie klicken mehrmals auf den geöffneten Pfeil nach rechts bzw. nach links, oder Sie setzen den Cursor in das Kästchen mit der „0“, sodass sie blau hinterlegt ist, und tippen eine Zahl zwischen 0 und 100 ein (auch Minuswerte). Sie sollten zunächst mit einigen Versuchsbildern experimentieren, damit Sie ein Gefühl für die Parameter entwickeln können. Haben Sie zufriedenstellende Werte gefunden, so können Sie diese Werte als Script speichern. Dann können Sie im Wiederholungsfall einfach dieses Script aufrufen und müssen nicht mehr mühsam die Parameter zusammenstellen: Klicken Sie dazu in diesem Stapelverarbeitungsfenster unten rechts auf „Speichern“ und es öffnet sich der WinExplorer. Hier wählen Sie jetzt einen Ordner aus, indem das Script gespeichert werden soll. Sinnvoll wäre z.B. ein Ordner im Installationsverzeichnis von XnView. Möchten Sie später solch ein Script anwenden, dann wählen Sie also keine Parameter aus, sondern tippen unten auf „Öffnen…“ und wählen Ihr Script aus. Haben Sie bereits Scripte verwandt, dann können Sie auch

06 xn_stapelverar_scripte

      • 1.      Hier ein Häkchen setzen (mit linkem Mausklick) und dann unter einem Klick auf

      • 2.      in dem sich dann öffnenden Fenster ein bereits verwendetes Script auswählen.

Haben Sie alles so eingestellt, wie Sie es möchten, dann aktivieren Sie im Stapelverarbeitungsfenster oben den Reiter „Allgemein“ und stellen das Ausgabeverzeichnis ein, also das Verzeichnis, in das hinein XnView die bearbeiteten Bilder kopiert. Der Einfachheit halber wählen Sie nicht das Originalverzeichnis, da es u.U. zu Namenskonflikten führen kann und die Originalbilder überschrieben werden könnten. Möchten Sie Originalbilder und bearbeitete Bilder in einem Ordner haben, dann Nennen Sie die bearbeiteten Bilder, wie weiter unten beschrieben, um und kopieren sie dann in den Originalbilderordner.

07 xn_stapelverar_ausgabeordner

      • 1. Klicken Sie hierauf und es öffnet sich der WinExplorer. Navigieren Sie zu dem Ordner, in den hinein XnView die bearbeiteten Bilder kopieren soll. Markieren Sie ihn und klicken im WinExplorerfenster auf „OK“.

      • 2. Hier können Sie das Bildausgabeformat wählen Klicken Sie auf den nach unten weisenden Pfeil und wählen Sie durch einen Linksklick darauf das gewünschte Format aus. XnView kann also auch RAW-Dateien konvertieren und bearbeitet. Ob die RAW-Dateien Ihrer Kamera dabei sind, müssen Sie ausprobieren. Sie erkennen das, wenn XnView in seinem Startfenster Ihre RAW-Dateien anzeigen kann.

      • 3. Hier können Sie Optionen für das davor ausgewählte Format setzen, z.B. bei JPGs:

08 xn_stapelverar_formatoptionen

 Hier ist es eigentlich nur wichtig, die Qualität der JPGs zu setzen. Sie können den Schieber mit der Maus verschieben oder in das Kästchen, hier mit der „80“ einen anderen Wert einsetzen (zwischen 0 und 100). Bedenken Sie, bei einer Digitalisierung von alten Dias, lässt die Qualität ohnehin zu wünschen übrig und selbst bei Komprimierungsraten (Qualitätswerten) von um „50“ sehen Sie kaum Qualitätseinbußen. Aber die Bilder sind dann von der Datenmenge her erheblich kleiner. Es gilt allerdings auch, dass Sie, wenn Sie die Bilder noch einmal bearbeiten möchten, die Qualität dann schnell in unbrauchbare Bereiche abfallen kann. Man sollte hier also je nach Bedarf wählen. Fürs Internet sind hohe Kompressionen eher nötig. Wenn Sie viel Speicherplatz haben, da darf die Dateigröße auch ruhig größer sein. Also man muss einen Kompromiss suchen. So Werte um 80 sind dabei nicht schlecht (bei in der Qualität ohnehin schlechteren alten digitalisierten Dias oder Negativen).

      • . Um den Stapelverarbeitungsprozess ingang zu setzen, klicken Sie schließlich auf die Schaltfläche „4“ „Starten“. XnView arbeitet dabei etwas langsamer als IrfanView. Je nach Menge der Bilder kann das schon Mal eine halbe Stunde dauern.

Dateien im Batchprozess umbenennen:

Manchmal ist es nötig mehrere Dateien so umzubenennen, dass der alte Name erhalten bleibt, aber ein Präfix oder Suffix hinzugefügt wird. Manchmal hat man auch in einem Ordner mit vielen Bildern einen falschen Zusatz, ein falsches Wort oder nur einfach einen Rechtschreibefehler. Mit dem WinExplorer kann man so etwas nicht umbenennen. Eine Umbenennung im WinExplorer bringt für alle Dateien einen Namen und die werden dann einfach in einer Klammer durchgezählt – intelligentes Umbenennen sieht anders aus. Es gibt dazu viele Programme, wie z.B. AdvancedRenamer. Ich benutze hiefür am liebsten XnView eigentlich ein Bildbetrachter wie IrfanView (mit dem geht das übrigens auch). Damit Sie Ihren PC nicht durch zu viele installierte Programme überfordern, können Sie von XnView (wie auch von IrfanView) die portable Version herunterladen. Sie erhalten dann eine Zipp-Datei, die nur entpackt werden muss und dann durch einen Klick auf „xnview.exe“ startet. Sie erhalten XnView portable z.B. unter folgender Adresse:http://www.xnview.com/de/xnview/ .Etwa in der Mitte der Seite können Sie XnView downloaden. Wählen Sie die „ZIP-Version“. Ich habe die „Erweiterte-Version“ geladen, denn XnView kann viel mehr, als nur Bilder anzeigen und umbenennen. Damit kann man auch Bilder im Batch-Prozess verbessern, wie oben auch schon beschrieben. Da gefielen mir aber die Ergebnisse mit IrfanView besser.

Stapelumbenennung (Batchumbenennung) mit XnView (XV):

Starten Sie XnView und navigieren Sie im linken Programmbereich in den Ordner, in dem die umzubenennenden Bilder liegen. Klicken Sie doppelt auf den Ordner und die enthaltenen Bilder öffnen sich im mittleren Fenster in kleinen Vorschaubildern. Markieren Sie die umzubenennenden Bilder (Strg + Klick mit linker Maus auf alle gewünschten Bilder nacheinander, oder Strg + A für alle Bilder) und gehen dann in der Befehlszeile auf „Werkzeuge“ und im sich öffnenden Menü auf „Stapel umbenennen …“. Es öffnet sich ein Fenster:

23 xnview_stapelumbenennen

      • 1. Hier müssen Sie ein Häkchen setzen.

      • 2. Damit Ihnen nicht in die Namensgebung Unvorhergesehenes hineingeschrieben wird, sollten Sie diese Zeile zunächst löschen, sodass sie nur noch weiß ist. Wenn Sie öfter nach bestimmten Kriterien Bilder benennen oder umbenennen, dann merkt sich XV das, und sie können durch einen Klick auf das Dreieck und eine Auswahl aus dem sich dann öffnenden Menü, schnell zu einer bereits vorher mal verwendeten Umbenennungsmethode wechseln.

      • 3. Ein Klick auf „Einfügen“ öffnet ein sehr umfangreiches Umbenennungsmenü. Ich beschreibe es am Anschluss an die Beschreibung dieses Fensters.

      • 4. Hier können Sie eine Nummer eingeben, von der an der Bildzähler funktionieren soll. Beispiel: Sie haben bereits in einem Ordner 47 Bilder mit dem Namen „001 Italien, Verona“ usw. Sie möchten noch 20 Bilder hinzufügen, die dann mit der Nummer 48 beginnen. Dann tippen Sie in dieses Kästchen die Zahl „48“. Die Schrittzählweite sollte wohl meist bei „1“ liegen.

      • 5. Wenn es zu Namenskonflikten kommt, können Sie hier Kriterien dazu auswählen.

      • 6. Manchmal möchte man einen Buchstaben oder ein oder mehrere Wörter ändern. Dann machen Sie ein Häkchen. Die Zeilen „7.“ und „8.“ werden dann weiß und können gebraucht werden.

      • 7. Schreiben Sie hier den Begriff ein, der im alten Namen vorkommt und der ersetzt werden soll. Haben Sie z.B. einen falschen Buchstaben gewählt, dann wäre es nicht gut, hier nur einen Buchstaben und unter 8 den richtigen zu setzen. Es würden in dem vorkommenden Bildernamen alle diese Buchstaben ersetzt. Beispiel, Sie haben versehentlich „Deudschland, Detmold“ geschrieben. Wenn Sie jetzt in „7“ „d“ und in „8“ „t“ setzen, dann erhalten Sie „Deutschland, Detmolt“, dh. hier sollten Sie dann in „7“ „Deudschland“ und in „8“ „Deutschland“ schreiben.

      • 8. Hier erscheint das Wort, das berichtigt werden soll, oder das korrigierte Wort.

      • 9. Hier können Sie vorgeben, nach welchen Kriterien sortiert werden soll (auf das Dreieck klicken).

      • 10.  Setzen Sie dort ein Häkchen, ist „Alles in Kleinbuchstaben“ nicht mehr eingegraut und durch einen Klick …

      • 11.  auf das kleine Dreieck können Sie Alternativen wählen.

      • 12.  Hier sehen Sie eine Vorschau der Umbenennung. Sie sehen, dass hier allen „alten“ Dateinamen ein „_rt“ hinzugefügt wird.

      • 13.  Durch einen Klick hierauf beginnt XV die Umbenennung. Das geht sehr schnell und dauert nur wenige Sekunden.

Beschreibung der Auswahl unter „3.“: Klicken Sie also auf die Schaltfläche „Einfügen>>“ und es öffnet sich folgendes Menü:

24 xnview_nemensauswahl

Sie können jetzt hier der Reihe nach Vorgaben wählen, die Sie anklicken müssen. Es erscheint dann im Fenster von „2“ (vorvoriges Bild) ein Begriff in diesen Klammern „< >“. Sie können beliebig viele solche Vorwahlen wählen, sie werden in der Reihenfolge, wie Sie sie anklicken nacheinander in Fenster „2“ angezeigt, auch mehr, als in das Fenster passen. Der fertige Dateiname wird dann die Begriffe auch in dieser Reihenfolge haben (also muss die Reihenfolge auch gut überlegt werden). Der Eintrag heißt, dass XV den „alten“ Dateinamen übernimmt. Möchten Sie z.B. das Jahr jeweils dahinter setzen, dann wählen Sie unter „Datumsformat-Variable“ im aufspringenden Untermenü „Y-Jahr“. Im Fenster unter „2“ (vorvoriges Bild) würde dann stehen „“, dh. das könnte dann z.B. in diesem Fall so aussehen „P 0014231985“. Zwischen „P001423“ dem „alten“ Dateinamen und 1985 müsste noch ein Leerzeichen oder ein Komma. Tippen Sie das explizit unter „2“ (vorvoriges Bild) zwischen die beiden Variablen. Das sähe dann also so aus: „, “, hier also zusätzlich ein Komma und ein Leerzeichen. Wählen Sie auf diese Weise ein Datum, dann wird XV, sofern vorhanden, aus den Exifdaten Ihres Bildes das Aufnahmedatum herausfischen und in den Namen einsetzen. Sind Sie aber z.B. 1985 und 1986 in Verona gewesen, möchten aber das so aussehen lassen, als seien Sie nur 1985 dort gewesen, dann wählen Sie die Variable und setzen dahinter per Tastatur ein Komma, ein Leerzeichen und dann 1985, dann müsste also in der Zeile unter „2“ Folgendes stehen: „, 1985“. Das bedeutet, Sie können auch hier direkt einen Namen hineinschreiben, wenn alle markierten Bilder den Namen haben sollen.

„1“: Ich setze gerne an den Anfang einer Bilderserie Zahlen, die dann fortlaufen, also z.B. von 1 bis 133. Jetzt tut sich ein neues Problem auf. Windows zählt – meiner Ansicht nach – sehr merkwürdig (Mathematiker und Physiker sagen, das sei richtig): Der WinExplorer wird jetzt die Bilder folgendermaßen sortieren: 1, 10, 100, 101, 102, …, 11, 110, 111, 112, …, 120, 121, …, 133, 2, 20, 21, …, 29, 3, 30, 31 usw. Ich finde ein ziemliches Durcheinander. Also lassen Sie gleich dreistellig zählen, dann klappt das, also 001, 002, 003, …,010, … 133. Für jede Stelle setzen Sie dort, wo der Zähler stehen soll, also bei mir ganz vorne eine Raute „#“, also hier dreistellig „###“ vergessen Sie nicht Komma und die Leerstelle (keine Anführungszeichen!). Da müsste dann stehen „###, , 1985“. Die Eingabe der Raute sagt XV, dass es der Reihe nach zählen soll. Wollen Sie erst z.B. ab 48 loszählen, dann setzen Sie unter „4“ eine „48“ ein.

„4“: Interessant für die Namensgebung sind noch einige „IPTC-Daten“, also z.B. Staat, Bundesland, Stadt, also z.B. „Deutschland, Niedersachsen, Detmold“. Diese Variablen können Sie ganz unten im Untermenü auswählen und XV wird die dann automatisch in den Namen schreiben – das funktioniert aber nur, wenn in den IPTC-Daten Ihrer Bilder auch Einträge stehen, was meist nicht der Fall ist. Aber das könnte die Bildnamenvergabe sehr stark vereinfachen. Diese ortsgebundenen Namen können einige, meist neuere Kameras, bereits schreiben. Ob das der Fall bei Ihrer Kamera ist, können Sie mit IrfanView überprüfen. Öffnen Sie solch ein Bild, klicken Sie dann in der Befehlszeile auf „Bild“ und dann im sich öffnenden Menü auf „Informationen …“ Im sich öffnenden Fenster werden die technischen Daten des Fotos angezeigt und unten links gibt es zwei Schaltflächen „Exif“ und „IPTC“. Jede Kamera schreibt Exifdaten in das Bild. Hier finden Sie dann z.B. den Namen Ihrer Kamera, evtl. sogar Ihren Namen, wenn Sie den in die Kamera eingegeben haben. Bei der Datumsbenennung holt XV z.B. das Datum hieraus. Wählen Sie die IPTC-Daten, dann werden im Fenster und seinen Reitern darin wahrscheinlich keine Daten geschrieben stehen. Die könnten Sie jetzt per Tastatur dort hineinschreiben, was aber sehr aufwendig ist. Es ist also ein Automatismus nötig. Zumindest für Ortsnamen gibt es das – wie das funktioniert habe ich auf folgender Seite genau beschrieben: http://gerold-dreyer.de/Homepage/Anleitungen/Gebrauchsanleitungen%20zu%20Programmen/fotogeodaten/fotogeodaten.htm 

Sie haben mit dieser Umbenennungsfunktion unter XV ein sehr mächtiges Umbennungswerkzeug. Um es gut zu beherrschen, experimentieren Sie zunächst einmal mit Kopien einiger Bilder.

Zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Anleitungen gab es von DxO das Programm „DxO Optics Pro 8“ kostenlos zum Downloaden. Es arbeitet recht ordentlich, braucht aber viel Zeit, bis man endlich Ergebnisse sehen kann.

Weitere Tools, mit denen ich experimentiert habe, waren „Photomizer Pro“, das auch brauchbare Ergebnisse liefert. Der Weg zu den Ergebnissen ist aber langwierig, da Photomizer, sobald man einen Regler auch nur kurz berührt, mehrere Sekunden den neuen Wert einrechnet. Das macht ein Arbeiten damit mühselig.

Auch „One Click Wipe“ kann gefallen. Ich benutzte die Version 4. Die Ergebnisse waren einfacher zu erzielen, als mit RawTherapee, und die Ergebnisse waren nicht schlechter. Das Programm ist aber, wie Photomizer Pro nicht kostenlos. Allerdings finden sich oftmals auf den PC-Zeitschriften beiliegenden DVDs etwas ältere Versionen. Dann muss man sich kostenlos anmelden und kann das Programm dann verwenden.

Ganz zum Schluss entdeckte ich einen wahren Leckerbissen an Bildbearbeitungsprogramm: LightZone. Dieses Programm ist kostenlos, es stammt aus dem Linux-Universum und wurde erst vor kurzer Zeit für Windows angepasst. Dieses Programm bringt exzellente Ergebnisse und berechnet Veränderungen in Echtzeit. Damit geht ein Arbeiten schnell und Stapelverarbeitung kann es auch. Dieses Programm scheint mir wohl das beste Bildbearbeitungsprogramm für diesen Prozess zu sein.

LightRoom von Adobe habe ich nicht ausprobiert – es ist mir zu teuer. Es ist aber zu erwarten, dass es auch sehr gute Ergebnisse bringt.

(RAW-) Bilder mit Light Zone bearbeiten, auch im Batchprozess (Stapelprozess).

Laden Sie sich das Programm herunter, z.B. von folgender Seite:http://www.chip.de/downloads/LightZone_63120292.html  U.U.  müssen Sie sich während der Installation registrieren, das ist aber kostenlos. Starten Sie das Programm und Sie sehen folgendes Startfenster:

001 lz_start

Sie suchen im linken Explorerteil (zu erkennen an den gelben Ordnersymbolen) den Ordner aus, in dem die zu bearbeitenden RAW-Bilder liegen (LightZone kann auch andere Bildformate bearbeiten). Je nachdem, wie viele Bilder im Ordner sind, kann es etwas länger dauern, bis in der unteren Zeile der Ordnerinhalt angezeigt wird. Sie werden dann aufgefordert, ein Bild auszuwählen. Durch einen Linksklick darauf erscheint das im großen Fenster darüber. Oben links im Startfenster erkennen Sie, hier in orangener Farbe, den Reiter „Browse“, in dem Sie also den Ordner auswählen. Daneben steht in weißer Schrift „Edit“. Das ist der Reiter für die Bildbearbeitung, klicken Sie darauf und es öffnet sich das Bearbeitungsfenster:

002 lz_editfenster

      • 1. Unter „Styles“ finden Sie bereits recht brauchbare vorgefertigte Presets, die Sie auf die Bilder anwenden können – leider ist LightZone nur auf Englisch zu bekommen, aber die Styles kann man erkennen und mit darin vorgegebenen Presets kann man arbeiten. Klicken Sie einfach auf eines und nach kurzer Zeit hat es LightZone entsprechend der Styleanweisung verändert. Wenn Sie mehrere hintereinander anwenden, werden die addiert. Gefällt Ihnen eine Anwendung nicht, dann gehen Sie einen Schritt zurück (Strg + Z drücken) und wenden einen anderen Preset an.

      • 2. Hier finden Sie die einzelnen Bearbeitungswerkzeuge, die Sie oben (oberer Pfeil) als Werkzeug aktivieren und unten öffnet sich dazu das entsprechende Fenster, worin Sie dann per Schieber die Parameter verändern können.

003 lz_editfenster_bearbeitpalette

Standardmäßig öffnet sich das Werkzeugfenster so. Sie sollten, um die Belichtung des Bildes richtig einschätzen zu können unter

      • 1. Auf „Histogramm“ klicken, das dann dort erscheint folgendes Fenster mit dem zum Bild gehörenden Histogramm:004 lz_editfenster_bearbeitpalette_histogramm Sie müssen dann die Einsteller in der Palette „RAW-Adjustments“, also „3.“ so verstellen, dass im Histogramm das „Gebirge“ links unten in der Ecke beginnt und rechts unten in der Ecke aufhört.

      • 2. Hier rufen Sie durch einen Linksklick auf ein Symbol das geeignete Werkzeug auf und darunter erscheint dann die dazugehörige Werkzeugpalette. Hier ist „RAW Adjustment“ geöffnet. Bei RAW-Bildern ist die immer geöffnet.

      • 3. Mit „Exposure“ verändern Sie die Belichtung, also das Histogramm. Die anderen Regler probieren Sie aus. Wichtig ist evtl. noch „Temperature“ dort können Sie die Farbtemperatur einstellen. Sie verändern die Belichtung so, als würde das Bild von einer warmen Lichtquelle (niedrige Temperatur, vielleicht um 4000 Grad Kelvin) oder von einer kalten Lichtquelle (9000 und höher) angeleuchtet.

      • 4. Klicken Sie hierauf, dann wird der Wert eingestellt, den die Kamera gewählt hatte.

      • 5. Klicken Sie auf die Pipette und der Mauszeiger wird zu einer Pipette mit einem Pluszeichen daran. Führen Sie das Pluszeichen an eine Stelle von der Sie wissen, dass sie reinweiß sein müsste, und klicken dann mit Links. Das ist dann der korrekte Weißabgleich. Sie können auch eine graue Stelle anklicken. Das muss dann ein mittleres Grau sein, das ist schwer zu finden. Es sieht eher dunkler aus, als man ein mittleres Grau einschätzen würde. Sie können auch auf ein reines Schwarz klicken. Machen Sie es so, wie es Ihnen am besten gefällt. Beobachten Sie dazu das Histogramm. Es gibt Auskunft über die wirkliche Verteilung von hell und dunkel im Bild. Die mit dem Auge abgeschätzte Verteilung kann leicht falsch sein, da das Auge leicht Dinge sieht, die das Gehirn so sehen will. Solche Fehler passieren besonders leicht, wenn man die Szene gut kennt. Entscheidend ist aber trotzdem das, wie es einem am besten gefällt.

Ich beschreibe noch ein weiteres Werkzeug, die anderen müssen Sie durchprobieren, denn Sie können die Veränderungen direkt im Bild begutachten. Bedenken Sie, dass Ihr Bildschirm möglichst groß sein sollte und justiert sein sollte. Wie man das macht, lesen Sie hier: http://gerold-dreyer.de/Homepage/Anleitungen/Gebrauchsanleitungen%20zu%20Programmen/win7monitorkalibrieren/win7monitor_kalibr.htm Bedenken Sie, dass damit keine wirklich sichere Kalibrierung durchgeführt werden kann. Aber immerhin wird die Sache etwas genauer.

Ich beschreibe noch die Einstellungsmöglichkeiten für „Hue/Saturation1“, also „Farbe/Sättigung“:

005 lz_editfenster_bearbeitpalette_hue

      • 1.  Die Palette „Hue/Saturation“ gehört zu diesem Symbol.

      • 2. Geöffnet zeigt dieses Dreieck nach unten. Wenn Sie hier Einstellungen vorgenommen haben, könnte der Platz für andere zu öffnende Paletten gebraucht werden. Klicken Sie auf dieses Dreieck und die Palette bleibt, schiebt sich aber zusammen. Das Dreieck zeigt dann nach rechts und übrig bleibt nur die Zeile „Hue/…“. Sie können die Palette durch einen Klick darauf wieder öffnen.

      • 3. Klicken Sie auf dieses Kreuz und die Palette wird wieder komplett entfernt.

      • 4. Durch einen Klick auf das Häkchen bleibt die Palette wird aber (ohne Häkchen) deaktiviert, hat also aufs Bild keine Wirkung.

      • 5. Diese Schieber können Sie mit der linken Maustaste fassen, die Taste gedrückt halten und die Maus nach links bzw. rechts schieben. Die Veränderungen sind sofort sichtbar.

      • 6. Klicken Sie auf diese Schaltfläche und wählen im erscheinenden Menü einen anderen Eintrag.

      • 7. Diesen Schieber können Sie auch verschieben.

Klicken Sie auf den Reiter „Color Selection“ direkt über der „6“, dann öffnet sich dazu ein weiteres Unterfenster:

006 lz_editfenster_bearbeitpalette_colorselection

      • 1. Der Reiter „Color Selection“ ist hervorgehoben.

      • 2. Hier können Sie einzelne Farben beeinflussen. Klicken Sie auf eine und verschieben dann den Schieber hinter „Range“.

      • 3. Experimentieren Sie auch mit dem Rest.

Ihr Bild ist jetzt fertig und Sie können es speichern. Oben links in der Symbolleiste des Hautfensters unter dem Reiter „Edit“ finden Sie eine symbolisierte Diskette und darunter steht „Done“ klicken Sie hierauf und LightZone beginnt, das Bild zu bearbeiten und zu speichern. Sie finden es dann im selben Ordner wie das Original, aber mit der Endung (Suffix) „ …_Izn.jpg“ .

Sie können auch Stapelverarbeitung durchführen: Suchen Sie sich ein charakteristisches Bild heraus, das sehr typische Fehler dieser Bilder in diesem Ordner repräsentiert. Bearbeiten Sie es, wie gerade beschrieben. Sie müssen dann diese Ihre Vorgehensweise speichern. Solch ein Preset nennt sich hier „Style“.

Im Editorhauptfenster Links finden Sie ein dickes Pluszeichen:

007 lz_editfenster_batch+

Klicken Sie darauf und es öffnet sich ein Fenster:

008 lz_editfenster_batch_SaveStyle

      • 1. Hier können Sie einen Namen für Ihre Voreinstellung vergeben und den Ordner wählen, indem Ihr „Style“ oder Preset gespeichert wird.

      • 2. Hier ist vermerkt, welche Veränderungen Sie vorgenommen haben.

      • 3. Eine Palette, in der nichts verändert wurde, ist nicht durch ein Häkchen markiert. Sie können dort ein Häkchen hineinsetzen.

      • 4. Durch einen Linksklick hier speichern Sie Ihren Style.

Jetzt erscheint links im Editorhauptfenster unter „Styles“ Ihr neu generierter Style, in diesem Fall einfach nur als „Style Number 1“, da ich ihm keinen anderen Namen gegeben habe. Standardmäßig wird das so benannt und dann durchnummeriert. Er findet sich in der Gruppe „Custom“:

009 lz_editfenster_batch_eigenerStyle

Die Batch (Stapel-) –Konvertierung geht jetzt denkbar einfach: Gehen Sie im Hauptfenster auf den Reiter „Browse“. Markieren Sie unten in der Vorschaubildreihe die zu bearbeitenden Bilder aus. (mehrere Einzelbilder: Strg-Taste halten und die gewünschten Bilder mit Links anklicken; en bloc: Das erste (letzte) Bild anklicken, dann die Shifttaste gedrückt halten und das letzte (erste) Bild anklicken; alle Bilder markieren: Strg-Taste gedrückt halten und einmal die Taste „A“ drücken). Wenn Sie mehr als 6 Bilder wählen, erscheinen in der Mitte nur 5 große Bilder und der Hinweis z.B. „…and 2 more“, also „…und 2 mehr“. Damit Sie unten nicht nur eine Zeile mit Bildern sehen, können Sie unten mehrere Zeilen sichtbar machen:

011 lz_editfenster_batch_bilderzeile_groesser

Sie sehen über der Bilderzeile eine Markierung. Führen Sie den Mauszeiger darauf, bis er zu einem Doppelpfeil wird. Drücken Sie die linke Maustaste und halten sie gedrückt. Schieben Sie die Maus nach oben und es erscheinen weitere Zeilen. Sie können aber zum Markieren von vielen Bildern auch rechts von diesem Fenster scrollen, während Sie aber die Strg- bzw. die Shifttaste gedrückt halten.

010 lz_editfenster_batch_vieleBilderGeladen

Sie sehen im unteren Bilderverzeichnis die markierten Bilder durch einen hellen Rahmen kenntlich gemacht. Führen Sie jetzt den Mauszeiger auf eines dieser markierten Bilder und machen dort einen Rechtsklick

012 lz_editfenster_batch_kontextmenue

Es öffnet sich zunächst ein kleineres Fenster (linker Teil des Bildes). Führen Sie den Mauszeiger auf „Apply Style“ und dort auf Ihren Style „Custom, Style Number 1“ (ziemlich weit oben). Es öffnet sich ein Fenster:

013 lz_editfenster_batchprozess

In diesem Fenster steht unten „7 of 7 files …“, also „7 von 7 Dateien …“. Die bereits bearbeiteten Bilder erscheinen im großen schwarzen Fenster und hinter der Datei steht dann „save as …“ also, dass diese Datei als „P11…25_1.jpg“ gesichert wurde.

Sie können jetzt in den Bilderordner gehen und finden dort die zu JPGs konvertierten und bearbeiteten Bilder. Als Letztes klicken Sie auf „Done“ und dann können Sie LightZone schließen.

Es gibt bei LightZone unter den Werkzeugpaletten eine, die sich ZoneMapper nennt. Im Prinzip soll hier das gleiche gemacht werden, was man mit Histogrammen und Gradationskurven in anderen Bildbearbeitungsprogrammen machen kann. Wie das funktioniert, lesen Sie auf folgender Webseite: http://www.photoscala.de/Artikel/Praxistest-LightZone-4-RAW-Konverter-mit-Zonensystem

Bilder im Batchprozess beschneiden:

Zuweilen ist es nötig Bilder zu beschneiden, dh. einige Bereiche wegzuschneiden. Das kann beim Diascannen passieren, wenn die Originale schief fotografiert waren. Den Diadigitalisierer kann man dann zur Korrektur drehen, wodurch dann allerdings schwarze Dreiecke im Bild erscheinen. Manchmal kommt es auch durch andere Bildformate zu schwarzen Balken oben und unten oder rechts und links. Allerdings kann man im Batchprozess nur Werte einstellen, die dann so auf alle Bilder angewendet werden. Da muss man also vorher sortieren, am besten in verschiedene Ordner.

Ich arbeite dabei gerne mit dem Programm „Imagerunner“, das auch gleichzeitig andere Batchprozesse, auch Bildverbesserung, durchführen kann. Sie bekommen es z.B. hier: http://www.heise.de/download/imagerunner-1162594.html . Installieren Sie und öffnen Sie es. Sie sehen folgendes Hauptfenster:

25 imrunner_hauptfenster

      • 1. Die hellgraue Fläche ist das Hauptfenster. Ziehen sie die gewünschten Fotos hier hinein – alle Bilder, die Sie mit Imagerunner (IR) bearbeiten wollen. Markieren Sie hier die zu bearbeitenden Bilder (Strg + A für alle Bilder). Sehen Sie auch unter Punkt „6“ nach.

      • 2. Klicken Sie auf „Modus“ und aktivieren durch einen Linksklick darauf „Neuberechnung“.

      • 3. Für den Fall hier des Beschneidens öffnen Sie diesen Reiter. Ich beschreibe nach dieser Beschreibung, wie Sie die Batchbeschneidung einrichten und durchführen.

      • 4. Soll IR auch noch eine Batchbearbeitung (Verbesserung) der Bilder durchführen, öffnen Sie diesen Reiter.

      • 5. Wenn Sie fertig sind, öffnen Sie den Reiter „Ausgabe“ und navigieren zu einem Ausgabeordner, indem Sie hinten auf das graue Käschen mit den drei Punkten klicken.

      • 6. Sie können die Größe der Vorschaubilder  in „1“ hier durch Verschieben dieses Schiebers verändern. Linksklick auf den Schieber, linke Maustaste gedrückt halten und Maus nach rechts bz. links verschieben.

      • 7. Durch einen Klick auf die Starttaste setzen Sie den Batchprozess in Gang.

Ich gehe hier auf zwei Batchprozessmöglichkeiten ein, Bilder beschneiden und Effekte:

Bilder beschneiden:

Bilder beschneiden:  26 imrunner_abmessungen

      • 1. Möchten Sie die Bilder lediglich herunterskalieren, dann setzen Sie hier ein Häkchen. Skalieren bedeutet, dass der Bildinhalt erhalten bleibt, das Bild aber von der Pixelzahl her kleiner wird.

      • 2. Sie können dann hier entweder direkte Werte eingeben oder unten vorgegebene Werte übernehmen. Das Häkchen rechts der individuell einzugebenen Werte bedeutet (Häkchen gesetzt), dass eine Seitenveränderung proportional die andere mit verändert. Möchten Sie das nicht, dann nehmen Sie dort das Häkchen weg. Aber Vorsicht, dann können die Bilder verzerrt werden.

      • 3. Möchten Sie von den Bildern etwas abschneiden, z.B. schwarze Ränder, dann setzen Sie hier ein Häkchen. Soll das Bild in der Originalgröße, abzüglich der abgeschnittenen Teile bleiben, dann nehmen Sie unter „1“ das Häkchen weg. Sonst werden die Bilder zusätzlich noch skaliert. Und schließlich wird unter

      • 4. die Beschneidung konfiguriert, dh. eingestellt. Schließlich muss das Programm wissen, wo es was wegschneiden soll. Bedenken Sie, dass alle Bilder an den gleichen Stellen beschnitten werden! Also immer nur die, die sich im Hauptfenster befinden und solche, die Sie markiert haben, die dann demselben Prozess unterzogen werden sollen. Klicken Sie auf diese Fläche und ein Fenster öffnet sich:

27 imrunner_abmessungen_einstellungen

Sie sehen im Hauptfenster ein Bild, das schief fotografiert und dann am Digitalisierer gerade gedreht wurde. Es haben sich dadurch oben und unten schwarze Dreiecke gebildet:

      • 1. Hier muss durch einen Linksklick ein schwarzer Punkt in den Kreis vor „Abstand“ und dann vor „Pixel“. Sie können natürlich auch mit „Prozent“ arbeiten.

      • 2. Oberer Rand. Klicken Sie auf das nach oben zeigende kleine Dreieck und der obere Rand verschiebt sich um ein Pixel nach unten. Das können Sie daran sehen, dass sich die rote Linie genau unter der Zahl „2“ nach unten (um ein Pixel) verschiebt. Halten Sie die Maus auf diesem Dreieck gedrückt und die Pixelzahl erhöht sich kontinuierlich und Sie können sehen, wie sich die rote Linie langsam nach unten schiebt. An der Linie wird dann der Beschnitt vorgenommen. Schieben Sie die Linie soweit herunter, bis, wie hier, rechts oben, kein Schwarz mehr zu sehen ist. Verfahren Sie ggf. mit dem linken, rechten und unteren Bildrand analog. Sie haben jetzt die Beschneidung für alle markierten Bilder eingestellt. Haben Sie den Rand zu weit verschoben, nehmen Sie für „Zurück“ das andere kleine schwarze Dreieck.

      • 3. Wenn alles fertig eingestellt ist, klicken Sie auf „OK“. Die markierten Bilder werden jetzt beschnitten.

Bilder im Batchprozess verbessern - Effekte:

 Klicken Sie auf den Reiter „Effekte“ und folgendes Menü erscheint unter „Effekte“:

28 imrunner_abmessungen_effektegif

      • 1. Setzen Sie dort ein Häkchen und klicken dann auf  …

        2.„2“ und das Fenster zur Konfiguration der Verbesserungen öffnet sich:

29 imrunner_abmessungen_effekte_einstelg

Bedenken Sie auch hier wieder, dass alle Parameter, die Sie hier einstellen, so auf alle markierten Bilder angewandt werden! In der Mitte sehen Sie (hier kaum) hellgraue Schieber, die Sie mit der Maus nach links (weniger) nach rechts (mehr) verschieben können. Bedenken Sie, der Schieber „Helligkeit“ macht alle Bildinhalte heller, nicht nur die Dunklen, sondern auch die Hellen. Dabei können schnell die Lichter (hellen Partien) überstrahlen, also keinerlei Zeichnung mehr haben. Da Schwarz dann nicht mehr Schwarz ist, sondern Dunkelgrau, werden die Bilder nicht mehr „knackig“ sein!! Der Einsteller „Gamma“ ist hier der weit bessere Schieber. Er verändert die Grauwerte, und zwar je näher er an Weiß, bzw. Schwarz kommt desto weniger, bis gar nicht bei direkt Schwarz bzw. Weiß. Mit „Sättigung“ kann man sich schnell Bilder unnatürlich übersättigen. Haben Sie alles eingestellt, klicken Sie auf „OK“.

      • 3  Sehr interessant, wenn Sie Negative gescannt haben und die in Positive verwandeln müssen.

      • 4  Wenn jedes Bild mit einem Rahmen versehen werden soll.

      • 5  Klicken Sie zur Konfiguration hier. Im sich öffnenden Fenster können Sie einfache Rahmen erzeugen. Die Zahlen geben die Dicke der Rahmenlinie in Pixel an. Diese Zahlen können Sie verändern. Hinter „Color“ klicken Sie auf die dort angezeigte Farbe und im sich öffnenden Fenster wählen Sie eine neue Farbe aus. Vergessen Sie nach Auswahl der neuen Farbe nicht auf OK zu klicken, denn dann wird die Farbe übernommen.

Haben Sie alle notwendigen Einstellungen für den Batchprozess eingestellt, dann klicken Sie im Hauptfenster unten rechts auf „Start“.

Bedenken Sie, dass jedes Öffnen eines JPG-Bildes für irgendeine Bearbeitung und das anschließende Schließen/Speichern, eine Verringerung der Bildqualität bedeutet. Öffnen Sie JPG-Bilder also möglichst nur einmal und bearbeiten Sie das Bild dann mit allen nötigen Schritten. Die Anzahl der dann vorgenommenen Bearbeitungsschritte spielt keine Rolle, erst das Abspeichern verringert die Bildqualität. Auch das Hinzufügen eines Rahmens bedeutet eine Öffnung des Bildes und der Rahmen wird dann zu einem Bestandteil des Bildes. Das gilt allerdings nicht, wenn ein Bildbetrachter, wie z.B. IrfanView, ein Bild anzeigt.

Es gibt u.U. weitere interessante Batchprozesse, die man durchführen könnte, wie z.B. Graderücken von „stürzenden Linien“, die in der Architekturfotografie vorkommen und da sehr störend sein können – oder bewusst gewollt. Wie man das durchführen kann, habe ich auf folgender Seite beschrieben: http://gerold-dreyer.de/Homepage/Fotos%20verbessern/shiftn/shiftn.htm

Klicken Sie auf folgenden Link und Sie kommen auf die zweite Seite dieser Anleitung: 

Alte Dias oder Negative digitalisieren und im Stapelprozess (Batchprozess) bearbeiten, Teil 1.




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