Fotobücher selber machen, die Grundlagen.

Sie möchten ein Buch mit vielen Fotos erstellen. Reine Fotobücher sind Ihnen zu teuer, außerdem möchten Sie eine Auflage von mehreren Büchern bekommen. Sie möchten die Arbeit dazu am Computer erledigen. Ich habe ein Familienbuch in einer Kleinauflage von 25 Stück drucken lassen, was im Digitaldruck sehr preiswert sein kann. (Bei einer Auflage von 25 Stück, farbig, Hochglanzpapier, Din A4, Softcover 252 Seiten kostet so ein Buch gerade einmal 11,61 €, Dez. 2018). In dem Buch gibt es aus der gesamten Familie samt Verwandten weit über 1 000 Bilder, dazu kommen als Texte die Bildbeschreibungen. .In den Bildbeschreibungen sind die dargestellten Personen beschrieben und, wenn verfügbar, Angaben über Zeit, Ort und weitere Umstände. Dazu kam ein Gesamtstammbaum sowie Einzelstammbäume der Verwandten. Der Gesamtstammbaum startet immerhin ab etwa 1730 und geht bis zu meiner Generation (zwischen 1940 und 1955). Dabei handelt es sich bei meiner Generation in der Verwandtschaft um etwa 20 Personen. Bei meiner Generation gibt es bereits Enkelkinder, sodass ich für die Familien der Generation meiner Eltern 8 Familienstammbäume erstellt habe, die bis zu 5 Generationen beinhalten und etwa kurz nach 1900 beginnen und bis heute reichen. Zu diesen Inhalten kommen noch weitere Texte und ein Inhaltsverzeichnis. Die Arbeit verlief über mehrere Jahre und setzte sich aus verschiedenen Arbeitsabläufen zusammen:

  • Fotos bearbeiten.
    • Fotos mit ICE zusammensetzen.
    • Fotobearbeitung mit PTPhotoEditor
    • Doppelte Fotos mit AllDub finden und aussortieren.
  • Bildernamen und -beschreibung
    • Fotoinhalte beschreiben (in den IPTC-Daten, da die Anzahl der Zeichen für Bildernamen stark begrenzt ist, mit IrfanView).
    • Bilder aus den IPTC-Daten mit Namen versehen (ReNamer, XnView und IrfanView).
    • Fotonamen und Metadaten mit ExifPilot korrigieren.
  • Buchinhalt layouten.
    • Indexprintbilder mit IrfanView erzeugen und als PDF ausgeben.
    • Layouten mit Tango Solo
    • Ahnenstammbäume erstellen (Tango Solo, OneNote und Word).
  • Druck vorbereiten.
    • Erstellung des Manuskripts als druckereitaugliche PDF-Datei. (PDF24) und des vorderen und hinteren Buchdeckels (Tango Solo)
  • Druckauftrag per Internet oder per E-Mail vergeben

Somit habe ich auf dem PC mit folgender Software gearbeitet: SilverFast, PicPick, Google-Bildersuche, ICE (ImageCompositeEditor), PTPhotoEditor, IrfanView, XnView, ReNamer, ExifPilot, Tango Solo, OneNote, Word, PDFxChangeEditor, PDFxPert, PDF24 und der kostenlosen Smartphone-App für Android/Apple ‚GoogleFotoScanner‘.

Folgende Programme sind kostenpflichtig:

  • Word (ersetzbar durch OneNote oder Textbearbeitungsprogramme, wie z. B. Writer aus LibreOffice)
  • SilverFast (ersetzbar durch Scannern beiliegende Softwarelösungen)
  • PDFxChangeEditor (ersetzbar durch PDF24)
  • PDFxPert (ersetzbar durch PDF24)

Einige Programme können mit erweitertem Funktionsumfang gekauft werden, was für diese Arbeiten aber kaum lohnt. Ausnahmen wären der ohnehin hervorragende PTPhotoEditor, der PDFxChangeEditor und SilverFast. Der PTPhotoEditor kann für ca. 30,- € eine sehr brauchbare Dunstentfernung und eine Batchbearbeitung bieten. Die Dunstentfernung bringt hervorragende Ergebnisse. Mit dem PDFxChangeEditor kann man sehr genau Seitennummerierungen (Paginierung), Fuß- und Kopfnoten usw. für auch ungefähr 30,- € vornehmen. Zwar lässt sich auch SilverFast, eine Scannersoftware ersetzen, aber SilverFast bietet so überragende Ergebnisse, dass diese Ausgabe sehr empfehlenswert ist. Die preiswerteste Version reicht aus und kostet etwa 40,- €. Die Lizenzierung von SilverFast ist ungewöhnlich: Die gekaufte Lizenz ist nicht an Sie als Nutzer gebunden, sondern an den Scanner. Kaufen Sie sich einen neuen Scanner, brauchen Sie SilverFast neu.

Fotobücher selber machen - die Einzelschritte.

Bilder sammeln:

Zum Sammeln von Bildern sieht man natürlich zunächst mal in die Fotoalben der Familie, aber auch andere Quellen helfen. So kommen Verwandte und Nachbarn, evtl. Zeitungs-, Gemeinde- und Kirchenarchive infrage. Selbst die Suchmaschinensuche kann weiter helfen.

Bilder und Daten mit Google suchen:

Zu bestimmten Themen kann man auch die Googlebildersuche benutzen. Allerdings sollte man aufpassen, wenn man sein Werk irgendwie der Öffentlichkeit zugänglich machen will. Die Bilder sind meist urheberrechtlich geschützt. Für eine reine private Benutzung, auch wenn das Werk gedruckt wird, ist es, soweit es mir bekannt ist, dagegen wohl statthaft. Manchmal helfen Zufälle diesbezüglich weiter. Bei der Beschäftigung mit meinen Vorfahren entdeckte ich, dass um 1900 ein Ehepaar ins damals deutsche Tsingtau nach China ausgewandert war. Er war Architekt. Ein paar Familienfotos zeigten Gebäude von dort. Die Googlebildersuche erbrachte alte Postkarten mit deren Wohnhaus.

Starten Sie die normale Googlesuche:

01 google bildersuche

Klicken Sie rechts oben auf 'Bilder'. Das nächste Fenster sieht eigentlich genauso aus, wie die Standardsuche, aber Google sucht jetzt nur nach Bildern. Geben Sie in die Suchmaske den Begriff ein und drücken einfach die Enter-Taste:

 02 google bildersuche

 Google zeigt sodann Bilderquellen an:

03 google bildersuche

Klicken Sie oben,

04 google bildersuche

 etwa in der Mitte, auf 'Tools' und die Leiste unter der Suchmaske verdoppelt sich:

Klicken Sie auf das kleine nach unten weisende Dreieck hinter 'Größe' und wählen im Aufklappmenü 'Groß'. Google zeigt Ihnen jetzt nur größere, gut verwertbare Ergebnisse an. Allerdings ist manchmal ein kleines Foto besser als gar keins. Deshalb versuchen Sie auch Ergebnisse unter 'Mittel' und 'Alle Größen'.

Weitere Einstellungen sind:

05 google bildersuche

07 google bildersuche

06 google bildersuche

Wenn Sie ein interessantes Ergebnis gefunden haben, dann klicken Sie auf dieses Bild und es wird etwas vergrößert dargestellt. Oftmals finden sich rechts daneben weitere Thumbnails (kleine Vorschaubilder), die man anklicken kann. Sie werden dann anstatt des ersten großen Bildes links angezeigt. Manchmal finden sich hier aber keine weiteren Thumbnails. Oft befindet sich rechts unten unter den (hier) acht Thumbnails eine Schaltfläche 'Mehr Bilder’ oder Sie klicken links/rechts auf die nach außen weisenden Pfeile:08 google bildersuche

Haben Sie ein Bild gefunden, machen Sie in der Großansicht darauf einen Rechtsklick und im aufspringenden Kontextmenü einen Linksklick auf 'Speichern unter…', navigieren zu dem gewünschten Downloadordner und speichern das Bild ab:

09 google bildersuche

Sie können auch auf das große Bild klicken und es öffnet sich die dazugehörige Webseite, die möglicherweise weitere Infos bietet.

10 google bildersuche

Selbstverständlich bleibt auch die normale Googlesuche eine Alternative.

Bilder erfassen:

Einscannen von Daten/Bildern:

Wenn Sie einen guten Flachbettscanner haben, sollten Sie Bilder möglichst damit einscannen. Sie haben damit die besten Möglichkeiten, ein Optimum aus den alten Bildern herauszuholen. Wenn Sie dazu noch die Scansoftware Vuescann (https://www.hamrick.com/de/?gclid=CjwKCAiAmO3gBRBBEiwA8d0Q4sU-pNb5dPT5HlNAWa1KZLRW6aYGVsshgvhzeiHocP5TJ2TeM3IuthoCNgwQAvD_BwE , ab etwa 40 €) oder ganz besonders SilverFast ( https://www.silverfast.com/scanner-software/de.html?gclid=CjwKCAiAmO3gBRBBEiwA8d0Q4u3tJiRgQhKf90rmb5LJOZXPcI6kpE5Xb2liDt29eDGdydLZRWDrKBoCKv8QAvD_BwE , ab etwa 40 €) benutzen, werden Sie beste Ergebnisse erwarten können. SilverFast gilt allgemein als das Maß aller Dinge beim Scannen. Ich habe mit VueScan keine Erfahrung. Es soll aber ähnliche Qualitäten haben wie SilverFast. Die Lizenz ist aber nicht wie bei SilverFast an den Scanner gebunden.

Natürlich kann die dem Scanner vom Hersteller beigelegte Sortware Ihre Scans auch erfassen, aber SilverFast kann das deutlich besser. Das geht natürlich auch mit Kombigeräten aber reine Fotoscanner, wie z. B. der Epson Perfection V600 (etwas über 200 €), der Canon CanoScan 9000f MarkII (um 200 €) können das besser. Dennoch Kombigeräte (Scanner/Drucker) können auch mit SilverFast zusammenarbeiten (auf der Herstellerseite überprüfen!) und auch sie bieten bessere Ergebnisse, als wenn man die Originale abfotografiert. Das funktioniert auch besser als abfotografieren, wenn diese Geräte nicht mit SilverFast arbeiten. Die erste Wahl der Digitalisierung ist also immer ein Scanner. Ich kaufte mir den Canon-Scanner, den ich bei einer Firma im Bundle mit SilverFast für 239 € fand, ein sehr gutes Angebot ( https://www.scandig.de/filmscanner/canon/canon-canoscan-9000f-mark2-silverfast-se.html) einen Test dazu finden Sie auf folgender Webseite: https://www.filmscanner.info/CanonCanoScan9000FMark2.html .

Ein Beispielscan ohne Korrektur und mit Silverfastkorrektur überzeugt sofort:

11 originalscan teil 

Original, entfärbtes Luftfoto um 1980, fast ohne Grün und Blau.

12 scan mit silverfast teil

Mit Silverfast korrigiert. In Silverfast wurde lediglich 'Automatisch korrigieren', Schärfen und etwas Kontraststeigerung benutzt - keine aufwändige Korrektur (drei Klicks!).

 

Mit ihm kann man auch ganz gut Dias digitalisieren. Das macht er gut und rechnet dabei sogar Staub vom Bild fort, braucht dafür aber viel Zeit (u. U. dauerte das Einscannen solch eines Dias bis zu 8 Minuten, dann ist es aber auch perfekt). Zeit- und qualitätsmäßig tun sich die Geräte auch von anderen Herstellern da nicht viel. Wegen des hohen Zeitaufwandes suchte ich mir schließlich für Dias einen anderen Weg, nämlich das Abfotografieren.

Die Bildqualität ist natürlich von der Kamera abhängig. Den ersten Teil meiner abfotografierten Dias habe ich mit einer Panasonic FZ 200 gemacht, später habe ich eine Sony Alpha 6000 genommen. Wegen Ihres größeren Sensors schafft sie mehr Details, allerdings schlug sich die FZ 200 sehr gut. Durch ihr hervorragendes Zoomobjektiv kann man ziemlich genau den Ausschnitt fotografieren, den man haben möchte. Auf der anderen Seite verwendete ich die Sony mit einem Zeiss Planar Objektiv, das (fast) über jede Kritik erhaben ist. Nachteil war dabei, dass ich nicht formatfüllend abfotografieren konnte, was den Beschnitt eines jeden Bildes bedeutet. Sehen Sie dazu meine Erfahrungen, die ich auf folgender Seite beschrieben habe: http://gerold-dreyer.de/j/bilderzeugung-am-pc/foto-dias-digitalisieren .

Papierfotos und Bilder digitalisiert man am besten mit dem Flachbettscanner, aber es geht auch mit der Kamera oder sogar mit dem Smartphone. Gerade das Smartphone ist dazu recht gut geeignet, da es im Google-Playstore eine dafür hervorragende App gibt, nämlich 'Fotoscanner von Google Fotos'. Diese App ist natürlich, wie alles von Google, für Endverbraucher, kostenlos. Etwas tiefer finden Sie eine Anleitung dazu.

Allerdings erreichen Sie mit einem Flachbettscanner in Verbindung mit SilverFast, ohne jede Diskussion, bessere Ergebnisse. Wenn die Vorlage noch Zeichnung hat, auch wenn die verblichen und farbstichig ist, holt SilverFast da ein Foto heraus, was besser ist, als das Original sein kann - Sie erkennen Ihr Foto nicht wieder. SilverFast holt die letzten Details, erhöht den Kontrast und die Schärfe und eliminiert den Farbstich. Eine Nachbearbeitung ist selten nötig.

Bilder aus mehreren Teilbildern zusammensetzen:

Es gab zuweilen Probleme bei der Bilderfassung. Die Bilder/Dokumente waren einfach zu groß, um in einem Gang aufgenommen zu werden. Das Problem stellte sich weniger beim Abfotografieren als beim Scannen. Will man die höchstmögliche Qualität ist Scannen die bessere Wahl. Z. B. gab es Din A3 - Dokumente, die nicht auf einen normalen Scanner passen: Lösung man scannt dieses Dokument in Teilen, wobei die Einzelteile sich gut überlappen müssen. Das darf auch in zwei Reihen untereinander sein (Matrix) - dann müssen sich die Reihen aber auch überlappen:

15 buch erstellen panoramareihen

Schwarz ist das große Din A3 - Dokument und die einzeln gescannten Teile (rot, blau, grün) bestehen aus 3 sich überlappenden Din A4 - Dokumenten.

Anschließend müssen die drei oder sechs oder noch mehr Teilbilder zu einem Bild zusammengesetzt werden. Dazu kann man ein Panoramaprogramm nutzen, das auch mit einer Matrix, also z. B. sechs Teilbildern in zwei Reihen umgehen kann. Von Microsoft gibt es ein ganz hervorragendes Programm, den 'ImageCompositeEditor' kurz ICE. Dieses Programm ist außerordentlich einfach zu bedienen und dazu noch kostenlos und bringt ganz hervorragende Ergebnisse. Die Bilder, die Sie dem ICE per 'drag and drop' geben, müssen alle in der gleichen Größe (Pixel x Pixel) sein. Sie können Ihre Ausgangsbilder gerne beschneiden, aber alle Bilder mit der gleichen Größe!

ICE öffnen und die betroffenen Bilder per 'drag and drop' in die Arbeitsfläche schieben. Das Zusammensetzen macht ICE selbst und Sie müssen das Ergebnis nur noch abspeichern. Eine genaue Anleitung dazu finden Sie auf meiner Webseite unter folgender Adresse: http://gerold-dreyer.de/j/bilderzeugung-am-pc/foto-panoramatools

Das Programm finden Sie auf folgender Webseite bei Microsoft: https://www.microsoft.com/en-us/research/product/computational-photography-applications/image-composite-editor/

Dieses Programm ist auch ganz ausgezeichnet für Panoramen, die Sie mit dem Fotoapparat erstellen.

Eine andere Möglichkeit ist es, Bilder abzufotografieren, denn nicht immer kann man die Bilder mit nach Hause zum Einscannen mitnehmen. Dabei gilt, je größer der Sensor in der Kamera, desto besser die Ergebnisse. Eine gute und helle Ausleuchtung ist wichtig und ein Stativ erleichtert die Sache ganz ungemein. Wenn es Ihre Kamera zulässt, benutzen Sie unbedingt zum Bilderspeichern das RAW-Format. Eine Bildbearbeitungssoftware holt sehr viel mehr aus solch einer RAW-Datei, als aus einer JPG-Datei.

Oft ist es so, dass die Beleuchtung am Ort miserabel ist, oder dass man einfach außer einem Smartphone kein anderes geeignetes Aufnahmegerät dabei hat. Es gibt reichlich Fotoscanner im Appstore bei Android/Apple, keiner liefert aber so beeindruckende Scans ab, wie der Fotoscanner von Google:

Fotos mit Google Fotoscanner abfotografieren.

Das Problem bei abfotografierten Fotos oder Bildern sind Lichtreflxionen, die irgendwo auf dem Bild auftauchen und die nur schwer weg zubekommen sind. Um das zu verhindern, können Sie für mehrere Lichtquellen, möglichst von vielen Seiten, sorgen. Das ist aber keine Garantie für das Ausbleiben von Reflexionen.

Google hat in der App 'Fotoscanner' einen genialen Ansatz genommen. Sicherlich haben Sie schon bemerkt, dass beim Abfotografieren von Fotos Lichtreflexionen durch Veränderung der Aufnahmeposition auf dem Bild verschoben werden können. Selten können die dadurch komplett verhindert werden. Google greift das auf und lässt Sie, von einem Assistenten geführt, von jeder Ecke des vorliegenden Bildes ein Foto machen. So erhalten Sie vier Fotos mit unterschiedlichen Reflexionsstellen auf dem Bild. Die Software rechnet jetzt diese vier Bilder zu einem (fast immer) reflexionsfreien Bild zusammen.

Installieren Sie sich die App aus dem Google Playstore und öffnen Sie sie. Die App gibt es auch für das Iphone bei Apple. Sie wird dort unter demselben Namen geführt. Es öffnet sich ein Fenster, das zunächst wie eine ganz normale Kamera aussieht. Halten Sie jetzt die Kamera so, dass Sie das Bild so sehen, dass es möglichst gut den Bildschirm ausfüllt. Drücken Sie auf den Auslöser. Der Fotoscanner erkennt das Bild und zeigt in der Mitte einen Kreis an. Jetzt bewegen Sie das Smartphone leicht. Es erscheinen in der Nähe der vier Ecken jetzt Kreise. Am inneren Kreis erscheint ein Pfeil (hier im Bild rechts unten). Er weist zu dem Kreis, den Sie als Erstes ansteuern sollen.

20 googlescanner

Sie müssen jetzt die Kamera so bewegen, dass der mittlere Kreis mit dem Kreis, auf den der Pfeil weist, zur Deckung kommt. Die App macht dann automatisch ein Foto, zu erkennen an einem blauen Kreisbogen, der sich langsam schließt. Schieben Sie das Smartphone sodann an die nächste Bildecke, bis auch dort der mittlere mit dem Kreis zur Deckung kommt. Die App macht automatisch das nächste Foto. Wiederholen Sie das mit den restlichen Ecken. Wenn die App auch die letzten Fotos geschossen hat, rechnet sie aus den vier Fotos ein brauchbares Foto zusammen, das dann ganz normal in Ihrem Smartphone Album/Galerie landet.

Dokumente mit Genius Scan scannen.

Wenn die Belichtung in Ordnung ist, dh. es gibt keine störenden Reflexionen, Sie aber Probleme haben Ihr Smartphone genau waagerecht über das Bild zu halten, weil es vielleicht hoch an der Wand hängt, dann ist evtl. 'Genius Scan' die App der Wahl. Genius Scan erkennt schief liegende Vorlagen und richtet die gerade.

21 geniusscan erkannte seite

Das fertig gescannte Dokument sieht dann so aus:

22 geniusscan fertig

Sie brauchen viel Licht, aber bei wenig Licht ist es auch einen Versuch wert.

Suchen Sie Genius Scan im Playstore von Android (es gibt das auch für das IPhone) und starten Sie es. Sie sehen rechts unten zwei Symbole, einen Ordner und eine Kamera. Tippen Sie auf die Kamera und die öffnet sich. Drücken Sie, wenn Sie das Original einigermaßen gut im Bild haben, auf den orangenen Knopf unten in der Mitte. Von dem Original wird ein PDF erzeugt, das sobald es generiert ist, angezeigt wird. Drücken Sie länger auf das Abbild bis oben links ein Häkchen am Dokument erscheint. Gehen Sie dann oben in der Leiste auf das 'Teilen-Zeichen' und schicken Sie es sich z. B. per E-Mail auf Ihren PC.

Wenn Sie ein Foto gescannt haben und das nicht als PDF gebrauchen können, dann machen Sie am einfachsten einen Screenshot davon. Wie Sie einen Screenshot machen, habe ich auf folgender Webseite beschrieben: http://gerold-dreyer.de/j/bilderzeugung-am-pc/foto-screenshots-picpick.

Besser wäre allerdings, wenn Sie die PDF-Datei in ein Foto konvertieren. Das geht mit dem an anderer Stelle beschriebenen (Kaufprogramm) 'PDFXChange Editor (die Anleitung dazu finden Sie auf folgender Seite: http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/pdf-bearbeiten): Laden Sie das PDF damit und gehen oben in der Befehlszeile auf 'Umwandeln'. Klicken Sie in der zweiten Symbolleiste auf 'In Bilder'. Im aufspringenden Fenster können Sie diverse Einstellungen vornehmen. Interessant sind dabei eigentlich in der Mitte das 'Bildformat', der Dateiname und die Auflösung. Hier können Sie 'JPG' bzw. 'JPEG' einstellen, den Dateinamen vergeben (wie der Dateiname sich zusammensetzt, erfahren Sie, wenn Sie auf die drei Punkte in der eckigen Klammer dahinter klicken), evtl. den Exportmodus und die Bildauflösung auswählen.

Horizontal und vertikal sollten Sie bei der Auflösung die gleichen Werte nehmen, versuchen Sie es mit einer höheren Auflösung, vielleicht 600 dpi. Wenn damit die Bildqualität nicht hoch ist, können Sie es auch mit einer niedrigeren Auflösung versuchen, dann ist die Dateigröße kleiner. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie unten rechts auf 'OK'. Das Programm konvertiert die PDF-Datei in ein JPG und speichert Sie automatisch in 'Eigene Dateien - Dokumente' ab. Von dort können Sie sie dann in den gewünschten Ordner kopieren und ggf. noch nachbearbeiten. Das geht z. B. mit dem PTPhoteEditor. Sehen Sie dazu meiner Seite: http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/ptpotoeditor-fotos-bearbeiten

Es gibt viele Möglichkeiten dieses Foto auf Ihren Rechner zu bekommen:

Am praktischsten geht das mit Dropbox, Sie können es sich aber auch per E-Mail auf Ihren Rechner schicken oder das Smartphone per USB-Kabel mit dem PC verbinden. Damit der PC Ihr Smartphone erkennt, müssen Sie wahrscheinlich einen Treiber für Ihr Smartphone auf Ihrem PC installieren (das geht meist automatisch von selbst). Oder Sie müssen ein von Ihrem Smartphonehersteller zur Verfügung gestelltes Programm installieren, dass eine Verbindung zwischen PC und Smartphone herstellt. Bei Sony heißt das Companion, bei Samsung heißt es Kies. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten das zu bewerkstelligen.

Dias digitalisieren.

Sehen Sie sich dazu meine Website auf folgender Seite an: http://gerold-dreyer.de/j/bilderzeugung-am-pc/foto-dias-digitalisieren

Heute würde ich mir als Hintergrundleuchte ein Flach-LED-Panel kaufen und dazu verwenden. Z. B. hier:

https://www.led-lichtraum.de/led-panel-aufbauleuchte-flache-deckenlampe-wandleuchte-style-fueva-1-quadratisch-13w-warm-weiss-230v-ip20/a-1785/?ReferrerID=7&gclid=CjwKCAiAiuTfBRAaEiwA4itUqMbk7tF279xkq_83hmEToBWslLjP_qSLYzacGse2k0xAGnZL_tR16BoC4igQAvD_BwE 

Eine andere Alternative wäre einen gebrauchten automatischen Diascanner zu kaufen z. B. bei Ebay und ihn hinterher wieder zu verkaufen. Zum Zeitpunkt Dez. 2018 gab es bei Ebay wenige zu kaufen (um 500,- €), aber für eine Woche zu mieten, z. B.:  https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=Reflecta-DigitDia-7000&_sacat=0   ab 100,- €

Eine andere brauchbare Alternative, wenn Sie eine sehr gut reflektierende Leinwand besitzen, wäre, die Bilder per Diaprojektor an die Wand zu projizieren und direkt mit der Kamera auf einem Stativ abzufotografieren.

Man kann auch aus dem früheren Fotolabor die alten Vergrößerungsgeräte umfunktionieren.

Im Internet gibt es einige brauchbare Anleitungen, sich einen automatischen Digitalisierer aus einem alten Diaprojektor selbst zu bauen. Den haben Sie evtl. noch von früher aus der 'Diazeit' oder Sie erhalten ihn preiswert bei Ebay.

http://www.photoinfos.com/Fotolabor/Repro/Repros.htm     und

http://fotovideotec.de/dias_digitalisieren/  und 

http://fotovideotec.de/dias_digitalisieren/ausruestung.html     oder

http://www.senotto.de/Tipps_Tricks/Digitalfotografie/DiaScanner/DiaScanner.html

25 diasdigitali projetor

Bildquelle: http://fotovideotec.de/dias_digitalisieren/

Es gibt sogar fertige Bausätze zu kaufen: http://big-photo.de/sonstiges/fanartikel-und-gimmicks.html?p=1     und    http://big-photo.de/sonstiges/fanartikel-und-gimmicks/fotonovum-diadigifix-uni50-universalset.html

Bilder bearbeiten:

Bei abfotografierten Fotos kann Bildbearbeitung dringend nötig sein. Es kann sein, dass Sie Bilder beschneiden müssen, dass Schärfe, Kontrast und Farben nicht stimmen. Dass es grade gerichtet werden muss (schiefer Horizont). Ich habe das erlebt, als ich ein sehr brauchbares Foto fand, das aber an der Wand hing und nicht abgenommen werden konnte. Es konnte nur schräg von unten abfotografiert werden. Dadurch war es natürlich verzerrt. Ich habe für solche Arbeiten ein ganz hervorragendes Bildbearbeitungsprogramm gefunden, das es als etwas eingeschränkte Freeware und als Bezahlversion gibt, den PTPhotoEditor. Wie man ihn bedient habe ich auf folgender Seite beschrieben: http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/ptpotoeditor-fotos-bearbeiten

---> ACHTUNG: Bilder werden in Buchdruckereien eher etwas zu dunkel gedruckt. Das sollten Sie berücksichtigen und alle Bilder von vornherein für diesen Fall etwas heller speichern. Das gilt so nicht für echte Fotobücher von CEWE usw. Wenn irgend möglich, speichern Sie die Fotos im RAW-Format ab, dann lässt sich per Bildbearbeitung wesentlich mehr aus den Fotos heraus holen, als bei JPGs.

Das Maß aller Fotobearbeitung wäre natürlich Lightroom von Adobe. Allerdings gibt es das nur noch im Abo und das wird sehr teuer, auch wenn pro Monat 'nur' 10, - € anfallen. Noch gibt es die letzte Desktopversion, die Nr. 6 zu kaufen. Allerdings existieren durchaus brauchbare Alternativen, wie 'DXO Foto', 'ON1 Foto RAW' und eben den PTPhotoEditor u. a.

Spezielle Bildbearbeitungsprogramme:

Manchmal lohn es nicht, ein umfassendes Bildbearbeitungsprogramm zu starten und manchmal können spezialisierte Programme bestimmte Dinge besser leisten, als ein Allroundprogramm. Ich zeige Ihnen hier einige Programme, die sehr spezialisiert sind, werde aber nicht eine detaillierte Anleitung dazugeben. Solche Programme sind meist recht einfach zu bedienen, da sie ja nicht sehr viel können, aber das, was sie können, können sie oft besser als andere Programme:

  • Antimidges: Die Benutzung dieses Programms muss bereits beim Fotografieren berücksichtigt werden. Sie möchten eine Sehenswürdigkeit ohne Menschen aufnehmen. Das Problem ist, dass ständig Menschen durchs Bild laufen. Machen Sie mehrere Fotos davon (Stativ), sodass die auf den Fotos sich befindenden Menschen sich immer an anderen Stellen im Foto befinden. Antimidges kann jetzt, wenn man ihm alle Fotos gibt, die störenden Menschen aus dem Bild wegrechnen: https://www.fotohits.de/software/detail/antimidges/
  • Color Deconvolution: Mit diesem Programm kann man bestimmte Farben verändern oder entfernen. So kann man die Aufmerksamkeit des Bildbetrachters auf bestimmte Bildbereiche lenken: https://www.fotohits.de/software/detail/color-deconvolution/
  • Highpass Sharpen: ein Filter des Typs 8bf, mit dem man viele Bildbearbeitungsprogramme erweitern kann. Sie können es auch in IrfanView einbinden (wie das funktioniert habe ich auf folgender Webseite beschrieben: http://gerold-dreyer.de/j/grundlagen-zur-bildbearbeitung/fotografie-plugins. Highpass Schärfen ist eine besonders wirksame Methode, um Bilder zu schärfen. Man kann den Effekt durchaus mehrmals mit anderen Einstellungen anwenden. Das Ergebnis ist häufig weniger artefakthaltig, als das normale Schärfen, einschl. des sog 'Unscharf-maskieren - Schärfens': https://www.fotohits.de/software/detail/highpass-sharpen/ Highpass-Schärfen können auch andere Bildbearbeitungsprogramme, wie z. B. PhotoshopElements.
  • PTLens: Es ermöglicht eine sehr wirkungsvolle Korrektur von Verzerrungen, seien sie entstanden durch Verkippen der Kamera oder durch Objektivfehler. Es ist sogar in der Lage Fisheye-Objektive wirkungsvoll zu entzerren. Damit ist es möglich, z. B. in einer Kirche, das volle Kirchenschiff mit einem Fisheye-Objektiv mit einem Öffnungswinkel von 180 Grad zu fotografieren (so etwas ist praktisch immer mehr oder weniger stark verzerrt), und anschließend es mit PTLens zu entzerren: https://www.fotohits.de/software/detail/ptlens/
  • Digital Camera Enhancer: Ein sehr einfach zu bedienendes Programm, um Fotos zu verbessern. Es arbeitet automatisch und verbessert Schärfe, Kontrast und Farben. Es ist einen Versuch wert, vielleicht kann man seine Fotos so ohne großen Arbeitsaufwand korrigieren: http://www.snapfiles.com/get/dcenhancer.html
  • SmillaEnlarger: Mit diesem Programm kann man Bilder/Fotos vergrößern. Versprechen Sie sich aber von einer Vergrößerung nicht zu viel. Grundsätzlich sind Vergrößerungen nur sehr schwer machbar, da neue Pixel generiert werden müssen. Wenn Sie deutlich unter 200 % Vergrößerung bleiben funktioniert das aber abhängig vom Motiv. Immerhin ist es einen Versuch wert: https://www.heise.de/download/product/smillaenlarger-66542

Dubletten mit AllDup finden:

Wenn Sie über Jahre sehr viele Bilder zusammengetragen haben, kommt es durchaus vor, dass so manches Bild doppelt oder sogar mehrfach in verschiedenen Ordnern vorkommt. Es ist nicht so einfach diese Dubletten zu finden - das kann ein dafür spezialisiertes Programm viel besser und vor allen Dingen schneller. Mit AllDup geht das recht einfach: http://www.alldup.de/download_alldup.php . Etwas tiefer auf dieser Downloadseite finden Sie die portable Version, die muss nicht installiert werden und funktioniert genauso, wie die Installierversion. Sie hat den Vorteil, dass sie ohne Installation läuft und damit Windows nicht belastet. Man kann sie sogar von einem USB-Stick starten.:

AllDup lässt sich einstellen und vergleicht Bilder nach inhaltlichen Kriterien. Es arbeitet recht zuverlässig.

Doppelte Dateien/Bilder mit AllDup nach Inhalt und auch unter Schwarz-Weiß-Fotos finden:

AllDup starten - Einstellungen für eine neue Sitzung:

Zu durchsuchenden Ordner oder mehrere Ordner wählen:

Hier wird/werden der/die durchzusuchende Ordner eingestellt.

31 alldup ordner wählen

Oben links in der zweiten Symbolleiste, hinter Quellordner auf das nach unten weisende kleine Dreieck klicken und dann 'Neuen Ordner hinzufügen' - im aufspringenden Fenster neuen Ordner wählen (oder auch mehrere Ordner). Durch den Ordnerbaum hangeln, indem man auf den nach rechts weisenden Pfeil klickt und durch ein Häkchen den/die Ordner auswählt.

Suchmethode auswählen (zweite Symbolreihe):

Für eine ganz normale Suche ist eigentlich nur der Reiter ‘Suchmethode' wichtig.32 alldup suchmethode

Auf der linken Seite setzen Sie ein Häkchen vor 'Ähnliche Bilder', ggf. unter 'Vergleichsmethode einen anderen Hash-Wert einstellen (der 'aHash' führt in der Regel aber zum Ziel). 'Übereinstimmung' in Prozent wählen (95 % ist ein guter Wert) und Vergleichsgröße kann bei 16x16 belassen werden. Wenn Duplikate vorhanden sind, die aber nicht gefunden werden können, kann hier 8x8 eingestellt werden und ein neuer Suchvorgang gestartet werden. Alles andere kann so bleiben.

Suchoptionen einstellen:

Evtl. noch in der 2. Symbolleiste unter dem Reiter 'Suchoptionen' weitere Optionen einstellen.

Dateifilter:

Brauchbar, wenn man spezielle Dateien vergleichen will.

Ordnerfilter:

Hier kann man einstellen, ob bestimmte Ordner durchsucht oder nicht durchsucht werden sollen.

Dateivorschau:

Dort kann man angeben, mit welchem Programm welches Dateiformat angezeigt werden soll.

Suche starten:

Doppelte Dateien/Bilder suchen:

Danach oben links in der oberen Symbolleiste auf 'Suche starten' klicken - es öffnet sich ein neues Fenster und nach kurzer Zeit, je nachdem, wie viele Dateien/Bilder im zu untersuchenden Ordner waren, wird in einem weiteren Fenster das Ergebnis angezeigt.

--> Jetzt ist es zu empfehlen, damit man alle gefundenen Dateien sieht, in der oberen Befehlsleiste auf 'Gruppen' zu klicken und dann auf 'Alle Gruppen aufklappen'. Jetzt werden im Hauptfenster alle Dateien (Bilder) als Dateienpfad und Bildernamen angezeigt.

Doppelte Dateien/Bilder ansehen und beurteilen:

Zum sicheren Beurteilen der Dublette, in der oberen Symbolleiste auf das Lupensymbol klicken. Die gefundenen Dubletten werden in der Liste angezeigt. Nicht geöffnete Ergebnisse haben vor dem Dateinamen ein nach rechts weisendes kleines Dreieck. Klickt man auf den Dateinamen dahinter (es ist der Gruppenname dieser Dubletten), werden die Dubletten rechts als Bilder untereinander angezeigt. Klickt man auf das Dreieck, werden die einzelnen Dateinamen der Dubletten angezeigt. Zur Auswahl einer Datei setzt man in das kleine Viereck davor ein Häkchen.

33 alldup die beiden dubletten

Klickt man auf eines der etwas nach rechts versetzten Dateien/Bilder wird das angezeigt. So kann man erkennen, ob sie sich wirklich gleichen. Unter dem Vorschaubild werden noch einmal der Dateienpfad und der Dateienname angezeigt.

Doppelte Dateien/Bilder löschen:

Als Nächstes werden jetzt in dem Kästchen links vor der Zeile mit dem Bildnamen, durch ein Häkchen die zu löschenden Dateien markiert. Eine Datei/ein Bild erhält kein Häkchen, wenn sie/es bestehen bleiben soll.

34 alldup die beiden dubletten größenauswahl

Es macht Sinn das größere Bild zu belassen und das Kleinere zu löschen. Die Größenangabe finden Sie in der Spalte über der Liste der angezeigten Dubletten.

Dann klickt man in der obersten Symbolleiste auf das erste Symbol, ein beschriebenes Blatt mit einem roten Kreis unten rechts mit einem weißen Kreuz darin (Bild oben), um die markierten Dateien zu löschen.

Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem man auswählen kann, was mit der zu löschenden Datei geschehen soll. Es können die Dateien35 alldup löschfenster

  • unwiderruflich gelöscht werden (nicht zu empfehlen),
  • in den Windows Papierkorb verschieben,
  • in einen anderen Ordner kopieren (nicht zu empfehlen, weil die doppelten Dateien dann immer noch in dem/den untersuchten Ordnern sind),
  • Dateien verschieben (dazu aktiviert sich rechts oben ein Bereich 'Ordner', der zuvor eingegraut war. Zuvor sollte man in dem untersuchten Ordner, einen Unterordner angelegt haben, den man dann durch einen Klick auf die drei Punkte hinter der Zeile, unter dem Begriff 'Ordner' sucht und auswählt.

Man kann auch 'Unterordner erstellen' wählen. Dann wird ein Unterordner mit dem Namen 'Dubletten' erzeugt, in den diese dann hineingeschoben werden. (Die weiteren Optionen auf dieser rechten Seite darunter können durch das Wegnehmen des Häkchens in dem Kästchen davor deaktiviert werden, bzw. auch durch Setzen des Häkchens aktiviert werden.), oder

  •  man nennt die Dateien um (links im Fenster), für diesen Fall vielleicht nicht sinnvoll.

Ich wähle den Windows - Papierkorb. Sollte man sich doch vertan haben, kann man die Dubletten daraus zurückholen. Schließlich klickt man unten in der Mitte auf 'OK'. Es erscheint eine Warnung, die man ignorieren kann (funktioniert wenigsten bei mir), man klickt dort also auf 'Ja'. Nach kurzer Zeit erscheint ein Erfolgsfenster.

Hat man die Dateien in einen anderen Ordner verschoben, erscheinen sie dann darin.

Man kann entweder im neuen angelegten Ordner oder im Windows - Papierkorb noch einmal das Ergebnis überprüfen und dann die Bilder endgültig löschen.

--> Startet man eine neue Suche, dann sollte man die alte Suche löschen (Häkchen wegnehmen), sonst wird der alte Ordner und der neue Ordner durchsucht.

Bildernamen und Bildbeschreibung.

Bilder beschriften - Probleme: 

Bilder beschriften: 

Soweit liegen die Bilder jetzt in verwendbarer Form vor. Jetzt gilt es, Sie mit einer Beschreibung zu versehen. Mindestens sollte die Beschriftung beinhalten, welche Personen auf dem Bild sind, dazu evtl. noch weitere Beschreibungen zum Bildinhalt und/oder den Personen und der Zeitpunkt der Aufnahme.

In diesem Fall macht es Sinn, dass der Zeitpunkt zu Anfang steht, denn bei einem Familien-/Ahnenbuch spielt die chronologische Reihenfolge eine Rolle. Zumindest sollte der Anfang der Bildbeschreibung gleichzeitig der Bilder-/Dateiname sein, dann werden die Bilder auch von Windows entsprechend sortiert. Diese Sortierung spielt auch eine Rolle bei der späteren Druckausgabe.

Dabei kann es schnell zu einigen Hundert Zeichen (Worten) kommen, was Probleme mit sich bringt. Bilder/Dateien beschriften, also mit Dateinamen versehen geht, recht einfach mit IrfanView oder dem WinExplorer. Schnell erreicht man, wenn mehrere Personen auf dem Foto sind, die max. zulässigen 255 Zeichen im WinExplorer. Bei mehr als 255 Zeichen kann man die Texte in die IPTC-Daten, dort unter 'Caption', schreiben. Die IPTC-Texte kann man als Bild-/Dateinamen verwenden. Es werden allerdings auch dann nur die ersten, max. 255 Zeichen verwendet, der Rest wird nicht benutzt. Aber der Gesamttext steht jederzeit verfügbar in den IPTC-Daten, und der WinExplorer ordnet die Dateien dann entsprechend der ersten Zeichen, die man im Caption-Text verwendet hat, an.

Normalerweise werden bei Ausdrucken nicht die Bildernamen mit ausgedruckt. Die müssen per Software oder manuell per Tastatur zusätzlich eingegeben werden. Man kann sog. Indexprints anfertigen, die Bildernamen oder auch IPTC-Daten darstellen können (was ist ein Indexprint/Kontaktabzug: https://de.wikipedia.org/wiki/Kontaktkopie. Dieses Verfahren kann man automatisieren, dann dürfen max. 503 Zeichen vorkommen (wenn man das mit IrfanView macht). Nahezu beliebig viele Zeichen sind möglich, wenn man den Caption-Text manuell unter ein Bild per 'Kopieren und Einfügen' setzt. Halb automatisiert macht das auch die DTP-Sortware 'Tango Solo'.

--> Lässt man Programme automatisch mit beschrifteten Dateien arbeiten, kann es weitere Probleme geben: Da sehr viele Programme nicht im deutschen Sprachraum programmiert wurden (auch wenn sie in deutscher Sprache vorliegen), können die häufig nicht mit den deutschen Umlauten umgehen, also mit ä, ö, ü und ß (das gilt aber auch für besondere Zeichen anderer Sprachen, z. B. im Französischen). Vermeiden Sie tunlichst von Anfang an die Benutzung solcher Umlaute und verwenden dann lieber für ein ä die Kombination ae usw. Oft merken Sie erst, nachdem Sie alle Namen vergeben haben, dass ein Programm damit nicht umgehen kann - Sie haben dann viel Arbeit vor sich, wenn Sie alles entsprechend korrigieren müssen. Dazu eignet sich ExifPilot. Leider gibt es auch Programme, die bei solchen Zeichen gar nicht erst starten, abstürzen oder einfach nicht reagieren. Dann sucht man lange nach den Ursachen und auf die deutschen Umlaute kommt man nicht so schnell (so habe ich das bei dem Programm Geotag erlebt).

Lange Texte unter Caption in die Meta-Daten (IPTC-Daten) schreiben:

Der Vorteil ist, dass die Texte fest mit den Bildern verbunden sind und auch beim Kopieren oder Verschieben die Texte beim Bild bleiben.

--> Achtung: Es gibt allerdings Fotobearbeitungssoftware, die beim Abspeichern Metadaten von Bildern löscht.

Das Schreiben in dem Bereich 'Caption' (Bildbeschriftung) innerhalb der IPTC-Daten geht mit IrfanView sehr einfach: Bild mit IrfanView öffnen - Tastenkombination Strg+I dann 4x die Tab-Taste drücken, dann ist man in dem Caption - Fenster und kann sofort schreiben. Sie können dann zwar nahezu beliebig lange Texte eingeben, möchten Sie aber anschließend die Indexprintfunktion nutzen, dürfen es mit IrfanView max. nur 503 Zeichen sein - allerdings ohne übergeordnete Ordnernamen.

Um zu überprüfen, ob Sie die max. 503 Zeichen erreicht haben (siehe weiter unten), starten Sie Word und kopieren den Text, den Sie unter Caption geschrieben haben, nach Word. Dort oben in der Befehlszeile (Word 2016) unter ‘Überprüfen' links auf 'Wörter zählen' gehen und hinter 'Zeichen (mit Leerzeichen)' finden Sie die Zahl. Ggf. in Word dann auf 503 Zeichen reduzieren und dann von dort in das Captionfeld des Bildes zurück kopieren. Nicht vergessen, unten rechts auf 'Write' zu klicken.

--> Möchten Sie noch längere Texte ins Bild integrieren, möchten aber trotzdem die Indexprintfunktion von IrfanView nutzen, dann schreiben Sie die sehr langen Texte in den IPTC-Daten unter dem Reiter 'Keywords/Categories' unter 'Keywords'. Das ist zwar so nicht vorgesehen, funktioniert aber. Wenn Sie dann unter 'Caption' den auf 503 Zeichen gekürzten Text haben, um Indexprints auszugeben, dann können Sie unter 'Keywords' den gesamten Text aufrufen. 

--> Das gibt übrigens die Möglichkeit versteckt Texte in Bildern zu übermitteln. Bedenken Sie aber, dass das nicht nicht die sog. Steganografie ist (https://praxistipps.chip.de/texte-in-bildern-verstecken-so-klappts_34495). Bildbearbeiter mit etwas Wissen finden diesen über die Keywords versteckten Text sehr einfach.

Indexprints mit sehr langen Texten:

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, können Sie nahezu beliebig lange Texte im Indexprint unterbringen. Dazu sind andere Programme nötig:

--> Mit der Profisoftware von Phase One, 'Capture One' Anfang 2019 mit Version 12, kann man nahezu beliebig lange Texte aus den Caption-Daten automatisch übernehmen und ausgeben (drucken oder als PDF speichern). Die Software kostet über 200,- €. Für Besitzer von Sony- und Fujikameras ist sie in der Basisversion kostenlos. Die Software ist zur Bearbeitung für sog. RAW-Fotos programmiert, kann aber auch mit 'normalen' Bildern, wie JPGs umgehen. In der Version für Sony bzw. Fuji kann sie allerdings nur RAW-Fotos die von Sony-bzw. Fujikameras stammen öffnen. Das Öffnen von JPGs u. a. ist nicht an eine Kamerafirma gebunden, das funktioniert für alle Bilder. Sie können allerdings nicht sich als Sony- bzw. Fujikamerabesitzer ausgeben. Sie müssen bei der Registrierung Ihre Kamera angeben. Es ist mir nicht bekannt, ob das auch mit einfacheren Sony- bzw. Fujikameras funktioniert, mit solchen, die keine RAW-Aufnahmen machen können. Die Seiteneinstellungen funktionieren mit weniger Ausprobieren, als mit IrfanView. Ich beschreibe das mit CaptureOne weiter unten auf folgender Webseite: http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/indexprints-kontaktbogendruck

Mit CaptureOne haben Sie allerdings eine hochprofessionelle Bildbearbeitung, die es ohne Probleme mit Photoshop oder Lightroom aufnehmen kann. In der Bearbeitung der Farben, den beiden obigen Platzhirschen sogar überlegen ist. Einarbeiten ist aber nötig.

Dateinamen schreiben:

Wenn Sie in IrfanView den Dateinamen schreiben möchten, müssen Sie nur im geöffneten IrfanView-Fenster die Taste F2 drücken. Im aufspringenden Fenster ist bereits der alte Dateiname markiert, also blau hinterlegt, und Sie können sofort lostippen. Nicht vergessen, am Schluss OK zu klicken.

Natürlich können Sie auch die Dateinamenbeschriftung unter Windows vornehmen. Das funktioniert im WinExplorer ähnlich, sogar etwas einfacher: Bild markieren, sodass es blau hinterlegt ist, dann F2 drücken und den Namen tippen. Entweder Enter-Taste drücken oder einfach das nächste Bild markieren (Tab-Taste drücken), schon ist der neue Bildname gespeichert und das nächste Bild wartet auf eine Dateinameneingabe.  Sie müssen nicht einmal mehr die F2-Taste drücken.

Spezialbeschriftungen können Sie mit ReNamer, IrfanView oder XnView ganz gut vornehmen, bzw. automatisieren. Das heißt, wenn viele Bilder in einem Rutsch mit demselben Namen, aber unterschiedlichen Nummern beschriftet werden sollen. Oder wenn Sie, wie bereits oben angedeutet, Ihre IPTC-Texte, zumindest den ersten Teil davon, als Bild-/Dateibeschriftung verwenden möchten. Sie können auch Teile von Namen bei einer ganzen Reihe von Dateien (Batch-/Stapelbetrieb) umbenennen, man kann Begriffe hinzufügen, Nummerierungen einfügen usw. In solch einem Fall muss man nicht mühsam jedes einzelne Bild öffnen und beschriften. Wie das automatisierbar funktioniert, können Sie auf folgender Webseite lesen: http://gerold-dreyer.de/j/fotos-sortieren/fotos-benennen-umbenennenWindowssortierung: Dort erkläre ich das mit IrfanView oder auf Seite: http://gerold-dreyer.de/j/bilderzeugung-am-pc/foto-dias-digitalisieren/foto-dias-digitalisieren-2  unter der Unterüberschrift: Dateien im Batchprozess umbenennen. Dort erkläre ich das mit XnView. Diese Version ziehe ich vor.

Allerdings lösen Spezialtools zur Dateibenennung auch nicht das 255-Zeichen-Problem unter Windows auf.  Dieses Problem ist nicht änderbar.

Bilder beschriften und Einschränkungen.

Bildnamen dürfen unter Windows einschließlich Leerzeichen und den Namen der übergeordneten Ordner und Laufwerke nicht mehr als 255 Zeichen haben (https://de.wikipedia.org/wiki/Dateiname). Sie können, wenn Sie mehr als 255 Zeichen schreiben müssen, auf die IPTC-Daten ausweichen. Bei dem hier beschriebenen automatischen Beschriftungsverfahren (Indexprint) werden es in den IPTC-Daten unter Caption max. 503 Zeichen sein dürfen. Arbeiten Sie mit Tango Solo, dann können es auch Texte mit mehr als 1000 Zeichen sein, allerdings lässt sich der Vorgang dann nicht voll automatisieren. Sollten Sie mit Word arbeiten, dann müssen Sie jeweils den Text aus den Caption-Daten kopieren und in Word einfügen. Das kann bei sehr vielen Bildern in eine riesige Fleißarbeit ausarten. Dann können Sie allerdings auch mehr als 503 Zeichen nutzen.

Stehen in den IPTC mehr Zeichen, als Windows für die Namensgebung zulässt, dann werden bei ReNamer einfach die letzten Zeichen weggelassen. Bei anderen wird die Datei nicht bearbeitet. Immerhin reiht Windows bei Benutzung der IPTC-Daten als Dateiname die Dateien in der gewünschten Reihenfolge ein, wenn Sie vorne in der Benennung das Jahr und evtl. weitere Zeitangaben gemacht haben. Die volle Beschreibung ist ja immer noch in den IPTC-Daten enthalten und kann bei Bedarf gelesen werden..

Umbenennen, auch im Stapelbetrieb, können auch andere Programme, z. B. IrfanView:

 http://gerold-dreyer.de/j/fotos-sortieren/fotos-benennen-umbenennen

oder XnView: Gehen Sie dazu auf folgernde Webseite: http://gerold-dreyer.de/j/bilderzeugung-am-pc/foto-dias-digitalisieren/foto-dias-digitalisieren-2 scrollen dort etwas tiefer. Sie finden dort dann auf der Seite die Beschreibung unter der Überschrift: Dateien im Batchprozess umbenennen.

Grundsätzlich muss man beim Benennen von Dateien/Bildern unter Windows mehrere Einschränkungen wissen:

Die folgende Zeichenregel gilt nicht nur für ReNamer, sondern benennt die Zeichen, die unter Windows für Dateinamen verwendbar oder nicht verwendbar sind:

Folgende Sonderzeichen dürfen weder in Dateinamen noch in Exifdaten noch in den IPTC-Daten (in denen allerdings nur dann nicht, wenn Sie die zur Benennung oder zum Indexprint nutzen wollen) verwendet werden:

Schrägstrich (/ ), umgekehrter Schrägstrich (\ ), Größer als-Zeichen (> ), Kleiner als-Zeichen (< ), Sternchen (* ), Punkt (. ), Fragezeichen (? ), Anführungszeichen (" ), senkrechter Strich (| ), Doppelpunkt (: ) oder Semikolon (; )

Aus:< https://forum.ubuntuusers.de/topic/sonderzeichen-in-dateinamen-ersetzen/ >

Oder aus Wikipedia:

Ein Dateiname inklusive Erweiterung darf aus folgenden Zeichen bestehen:

  • Buchstaben, A-Z, Ziffern, 0-9
  • Die Sonderzeichen ` ' { } ( ) % & - @ # $ ~ ! _ ^

Die folgenden Sonderzeichen sind, da sie in den genannten Systemen (Windows, Linux usw.) syntaktische Funktionen erfüllen, in Dateinamen und Erweiterungen nicht erlaubt:

  1. ASCII-Steuerzeichen
  2. Leerzeichen
  3. Die Sonderzeichen ? * < > . , \ + : = / " ; [ ]        Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Dateiname>

---> Zusammengefasst: Schreiben Sie nur Buchstaben ohne Umlaute, Zahlen und den Unterstrich ( _ ).

Möchten Sie die Beschriftungen tatsächlich nur unter Windows verwenden und keine weiteren Programme diesbezüglich nutzen, können Sie auch ä, ö ü und ß (und weitere Sonderzeichen) nutzen. Windows schreibt sie in den Dateinamen. (Bei den meisten Sonderzeichen wird sich Windows aber weigern, sie zu verwenden.) Man darf sich aber nicht wundern, wenn unter anderen Umständen mit den Bildern/Dateien nicht gearbeitet werden kann.

Auch sollten Sie vorsichtig beim Gebrauch sehr langer Namen sein. Wie oben beschrieben, zählen für Windows übergeordnete Ordner mit zum Namen. Möchten Sie dann solche Dateien/Bilder in andere Ordner kopieren/verschieben/löschen, kann es passieren, dass das nicht funktioniert. So kann es zu einzelnen 'unlöschbaren' Dateien kommen. Zwar kann man sie auch dann löschen, aber manchmal nur mit erheblichem Aufwand. Man erleichtert sich also die (zukünftige) Arbeit, wenn man sich an obige Konventionen hält.

Windows Dateisortierung beachten:

Das nächste Problem ist die Sortierung unter Windows. Wollen Sie automatisch Bilder/Dateien irgendwie verwenden oder bearbeiten, sollten die in der richtigen, von Ihnen gewünschten Reihenfolge, sein. Windows sortiert standardmäßig Daten nach Namen, wobei Zahlen vor Buchstaben zählen, wenn sie vorne im Namen stehen.

Ich setze gerne an den Anfang einer Bilderserie Zahlen, die dann fortlaufen, also z. B. von 1 bis 133. Jetzt tut sich das Problem auf. Windows zählt eigenwillig – meiner Ansicht nach sehr merkwürdig: Der WinExplorer wird die Bilder von 1 bis 133 folgendermaßen sortieren: 1, 10, 100, 101, 102, …, 109, 11, 110, 111, 112, …, 119, 120, 121, …, 133, 2, 20, 21, 22 …, 29, 3, 30, 31 usw. Ich finde das ein ziemliches Durcheinander. Also lassen Sie gleich dreistellig zählen, dann klappt das, also 001, 002, 003, …, 010, … 133. Das verstehen Sie und Windows auch.

Ich habe die Bilder in meinem Familienbuch nach dem Jahr der Aufnahme sortiert. Das bedeutet, dass jedes Bild mit einer Jahreszahl beginnt, wodurch schon mal eine gute grobe Sortierung vorgenommen ist. Innerhalb eines Jahres ist dann ein weiteres Verfahren nötig. Windows ordnet dann nach dem nächsten Buchstaben/Zahl. Gibt es zwei Bilder, die mit A anfangen, dann nimmt Windows den zweiten Buchstaben. Das sähe dann so aus 1923 Aachen in der Nacht, 1923 Mama in Aachen und 1923 Mutter in der Eifel usw. Wenn aber chronologisch die Mutter in der Eifel vor der Mama in Aachen war, müssen Sie eingreifen. Ich habe das dann so gemacht: 1923 Aachen in der Nacht, 1923 1 Mutter in der Eifel und 1923 2 Mama in Aachen. Oder benutzen Sie 1 - 12 für die Monate, nicht aber die Monatsnamen, dann stände nämlich der April vorne. Das finde ich nicht perfekt, aber Windows ordnet es dann richtig an.

Dateinamen oder/und Metadatentexte (Captiontexte) korrigieren.

Zumindest bei mir war es dringend nötig, dass ich die geschrieben Dateinamen bzw. Caption-Texte korrigieren musste. Viel zu häufig hatte sich doch ein deutscher Umlaut eingeschlichen. Es ist ziemlich nervig, wenn man dazu jedes Bild einzeln öffnen muss und dann die IPTC-Daten ansteuern muss. Man braucht ein Programm, in dem diese Daten aller Bilder, in einer großen Liste untereinander zu lesen und ggf. zu bearbeiten (ergänzen, kürzen oder korrigieren) sind.

Diese Aufgabe funktioniert ganz hervorragend mit Exif Pilot. Standardmäßig zeigt er verschiedene Exif-Daten an. Für diesen Fall braucht man nur den Dateinamen und die Caption-Daten, da es sonst auch unübersichtlich wird. Das kann man einrichten.

Übrigens kann man mit ExifPilot natürlich auch die Captiontexte schreiben. Das gefiel mir allerdings mit IrfanView besser.

Mit ExifPilot Dateinamen und/oder Metadatentexte (Captiontexe) überprüfen und ggf. korrigieren.

ExifPilot besorgen und installieren:

Mit ExifPilot können Sie die Namen, aber auch Metadaten vieler Dateien/Bilder in einer Liste schön übersichtlich angeordnet betrachten. Das ist sehr hilfreich, wenn Sie z. B. die Caption-Daten aus den IPTC-Daten von vielen Bildern überprüfen möchten. Dann brauchen Sie nicht bei jeder Datei/Bild sich erst einmal zu den Caption-Daten durchzuhangeln, um sie lesen zu können.

Sie bekommen ExifPilot z. B. von folgender Webseite: https://www.heise.de/download/product/exif-pilot-67059 oder Sie laden sich eine gezippte Version von ExifPilot von folgender Seite: http://www.download25.com/install/exif-pilot.html Sie müssen dann die heruntergeladene Zip-Datei entzippen (entpacken), das funktioniert z. B. mit 7-Zip (wie das funktioniert, lesen Sie hier: http://gerold-dreyer.de/j/mit-win-arbeiten/mit-7-zip-entpacken). Wenn Sie die Zip-Datei entzippt haben öffnen Sie den Ordner 'ExifPilot' und klicken darin auf die Datei 'ExifPilot.exe' und das Programm startet. Sie brauchen es dann nicht zu installieren.

Sie können auf dem Desktop eine Verknüpfung anlegen. Machen Sie auf 'ExifPilot.exe' einen Rechtsklick, halten die Maustaste gedrückt und schieben die Maus auf den Desktop. Lassen Sie die Maustaste los und klicken mit links auf 'Verknüpfung hier erstellen'.

ExifPilot konfigurieren:

ExifPilot zeigt in seinem Hauptfenster nicht unbedingt die Daten an, die Sie brauchen. Es kann sein, dass er sogar in mehreren Spalten Daten anzeigt, die Sie nicht brauchen und die nur die Übersichtlichkeit stören. Das kann man ändern:

Gehen Sie oben in der Befehlszeile des Programms auf 'Tools' und dann auf ' Options'. Im aufspringenden Fenster aktivieren Sie oben den Reiter 'Customize columns':

 51 exifpilot konfiguration

Scrollen Sie dann links (lange), bis '/File/Main/FileName' und 'IPTC/Application/Caption' u. a. aber mindestens die beiden markieren. Sie erscheinen dann im rechten Fensterteil. Mit 'Move Up' bzw. 'Move Down' kann man dann rechts im Fenster einen Parameter markieren und in der Liste höher/tiefer arrangieren. Er erscheint dann im ExifPilot-Hauptfenster weiter vorne (links) /hinten (rechts). Alle die Parameter, die man nicht gebraucht, kann man rechts markieren und dann mit einem Klick auf 'Delete', dort löschen. Das ist nötig, wenn man unter 'Caption' viel geschrieben hat, dann würde nämlich viel zu wenig von dem Text im Hauptfenster erscheinen. Sie können die Konfiguration in einem anderen Fall wieder ändern. Zum Abschluss der Konfiguration unten auf OK klicken.

Es erscheint das Hauptfenster. Führen Sie jetzt den Mauszeiger auf den oberen Fensterrand klicken mit der linken Maustaste, halten die Taste gedrückt und schieben das Fenster an den linken Bildschirmrand. Dann führen Sie den Mauszeiger vorsichtig auf die untere rechte Bildecke, bis er zu einem Doppelpfeil wird. Klicken Sie dann mit der linken Maustaste und halten die gedrückt und ziehen den Fensterrand nach rechts. So haben Sie später für die Korrektur der Captioneinträge mehr Platz. Wenn Sie zwei Monitore benutzen, können Sie ExifPilot auch über beide Monitore ziehen.

Jetzt müssen Sie zu dem Ordner navigieren, in dem die Bilder liegen, die Sie bearbeiten (korrigieren), möchten:

 52 exifpilot hauptfenster

Navigieren Sie im linken Fenster zu dem bestimmten Ordner und markieren ihn. Nach ein paar Sekunden werden im mittleren Hauptfenster die Bilder angezeigt. Klicken Sie auf ein Bild, dann wird es ganz rechts gezeigt (hier im Bild nicht mehr drauf).

Sie können sich die Anzeigebereiche, hier im Bild oben 'Filename', 'Caption' und 'FileSize' so verschieben, dass Sie möglichst viel von dem, was Sie lesen möchten, sehen können. Manchmal reicht der Platz nicht aus, dann machen Sie einen Doppelklick auf das Bild und ein Fenster öffnet sich. Das müssen Sie auch machen, wenn Sie in einer Zeile einen Fehler gefunden haben und den korrigieren möchten oder ganz einfach noch Text hinzufügen möchten:

 53 exifpilot iptc daten

Im neuen Fenster aktivieren Sie den Reiter IPTC und das, was unter den IPTC-Daten steht, erscheint unten. Dort können Sie den Cursor hineinsetzen und korrigieren oder ergänzen. Dieses Fenster ist evtl. auch zu schmal. Verbreitern Sie es, wie oben fürs Hauptfenster beschrieben, so weit wie möglich. Reicht der Platz noch immer nicht, setzen Sie den Cursor hinten in die Zeile klicken mit links, halten die Maustaste gedrückt und schieben die Maus nach rechts. Es erscheint das Ende des Textes. Vergessen Sie bei der Korrektur nicht, was über die zugelassenen Zeichen steht. Lesen Sie dazu weiter oben auf dieser Seite.

Sind Sie fertig, vergessen Sie nicht auf 'OK' zu klicken. Im folgenden Fenster noch einmal auf 'OK' klicken.

Wenn Sie alle Bilder dieses Ordners durchgearbeitet haben, können Sie ExifPilot beenden. Die Korrekturen und Ergänzungen sind in den Metadaten des Bildes gespeichert.

--> Auch darauf achten, dass nicht mehrmals derselbe Name auftaucht, auch nicht derselbe Text in den IPTC-Daten - das darf unter Win nicht sein. Win muss für jede Datei/Bild einen eindeutigen nicht 2x vorkommenden Namen haben. Grundsätzlich dürfen in den IPTC-Texten schon dieselben Texte mehrmals vorkommen. Wollen Sie aber aus den IPTC-Namen hinterher die Dateinamen generieren, dann darf das nicht sein (siehe oben). Eine Lösung wäre dann z. B. folgende Dateinamen:

'Frankreich, Paris, Notre Dame_1' und 'Frankreich, Paris, Notre Dame_2'. Natürlich ginge auch '1 Frankreich, Paris, Notre Dame' und '2 Frankreich, Paris, Notre Dame'. Der Name darf eben nicht gleich einem anderen vorkommenden Namen gleichen.

Bilder geotaggen und automatisch mit geografischen Namen versehen:

Bei Landschafts- oder Städtebildern kann es hilfreich sein, seine Bilder zu geotaggen. Das bedeutet, sie mit den geografischen Koordinaten des Bildaufnahmestandorts zu versehen. Es gibt (noch) Kameras, die geotaggen können. Kameras mit WiFi oder Bluetooth können die Geotaggingfunktion eines Smartphones nutzen oder Sie verwenden einen separaten Geotagger z. B. https://www.voelkner.de/products/233927/Renkforce-GT-730FL-S-GPS-Logger-Schwarz.html übertragen die Geodaten auf den PC. Anschließend kann man mit Hilfe von Programmen die zu den Geokoordinaten gehörenden Ortsnamen automatisch in Internetdatenbanken suchen. Dann kann man die Bilder mit den gefundenen Namen automatisch benennen lassen. Das kann man gut automatisieren. Wie das funktioniert lesen Sie auf meiner Website auf der Unterseite 'Fotogeodaten verwenden und als Bildname übernehmen': http://gerold-dreyer.de/j/fotos-sortieren/foto-fotogeodaten/foto-geodaten-fuer-fotos-sinnvoll-verwenden

Bildernamen aus den Caption-Texten der IPTC-Daten extrahieren und schreiben:

Wie Sie die Caption-Texte in den Meta-/IPTC-Daten von Bildern zum Bildnamen machen.

Bei mir gilt, dass die Bildbeschreibungen unter Caption in den IPTC-Metadaten die entscheidenden Informationen liefern, da dort der Text mehr als 255 Zeichen haben darf. Der Datei-/Bildname soll dann einfach aus den ersten vielleicht 150 Caption-Zeichen bestehen, damit die Bildreihenfolge so aussehen wird, wie ich es möchte. Ich mache dann durch drei Punkte am Ende des Dateinamens (für mich) deutlich, dass der Name länger ist und im Caption-Text zu finden ist.

39 verkueruter Dateiname

Benennt man jetzt die Bilder mithilfe der Caption-Texte um, ergibt sich natürlich das Problem, dass dann in einigen Fällen mehr als 255 Zeichen für den Dateinamen benutzt werden würden, was ja nicht geht. Außer Bezahlsoftware habe ich keine Software gefunden, die dieses Problem löst, indem sie einfach die Zeichen, die zu viel sind, weglässt. XnView und IrfanView, die solche Umbenennung durchaus könnten, stürzen regelmäßig ab, wenn sie auf dieses Problem stoßen. ReNamer gibt eine Warnung aus, benennt die Dateien nicht um. Sie können dann die Dateien im WinExplorer umbenennen und ReNamer erneut bemühen. Sie können aber auch innerhalb vom ReNamer-Arbeitsablauf die Dateinamen kürzen. Lesen Sie dazu weiter unten.

ReNamer:

Sie erhalten ReNamer (multilanguage) auf z. B. folgender Webseite: https://portableapps.com/apps/utilities/renamer-portable. Dort laden Sie sich sogar die portable-Version herunter. Achten Sie darauf, dass Sie mindestens die Version 6.8 bekommen. Die hat den Vorteil, dass sie nicht installiert werden muss und auch z. B. von USB-Sticks aus starten kann. Klicken Sie, nachdem Sie die Datei herunter geladen haben, auf die Datei 'ReNamerPortable…' und folgen Sie den Anweisungen. Im Dialog erscheint zwar der Hinweis der Installation, aber ReNamer wird lediglich in den zuvor angegebenen Ordner entpackt. Geben Sie keinen Ordner an, dann wird ReNamer in den Ordner entpackt, in den Sie ihn zuvor heruntergeladen haben. Es erscheint dort ein Ordner 'ReNamerPortable', öffnen Sie ihn und klicken auf die Datei 'ReNamerPortable.exe' und ReNamer startet. Schalten Sie ReNamer auf die deutsche Sprache um: Oben in der Befehlszeile auf 'Sprache' klicken und 'German-Deutsch' wählen.

Sie können auf dem Desktop eine Verknüpfung anlegen. Machen Sie auf 'ReNamerPortable.exe' einen Rechtsklick, halten die Maustaste gedrückt und schieben die Maus auf den Desktop. Lassen Sie die Maustaste los und klicken mit links auf 'Verknüpfung hier erstellen'.

Bilder mit ReNamer benennen:

Starten Sie ReNamer und schieben Sie per 'drag and drop' aus dem WinExplorer die umzubenennenden Bilder ins untere Teilfenster von ReNamer.

40 renamer startfenster

Dann ins obere freie Fenster klicken, um eine Umbenennungsregel zu erstellen. Es öffnet sich das 'Regelfenster' (Add Rule - Fenster):

 41 renamer umbenennung konfigutiren

Links auf 'Einfügen' (Insert) klicken. Setzen Sie durch einen Linsklick noch einen Punkt vor 'Aktuellen Namen ersetzen'. Oben in der Mitte auf 'Meta-Tag einfügen' (Insert Meta Tag) klicken und im neuen Fenster klicken Sie in der oberen Zeile hinten auf den nach unten zeigenden Pfeil und wählen 'IPTC', und wählen dann links 'IPTC_Caption' und schließlich rechts auf 'Einfügen'. Damit haben Sie die Regel gewählt.

42 renamer regel erstellen

Im 'Regel-hinzufügen-Fenster' (Add Rule - Fenster) erscheint jetzt hinter 'Insert' die Regel, nämlich’:IPTC_Caption:'. Jetzt unten auf '+Regel hinzufügen' (+ Add Rule) klicken,43 renamer regel einfügen

die dann im ReNamer-Hauptfenster im oberen Fensterbereich erscheint.

44 renamer hauptfenster regel starten

Möglicherweise werden Fehler angezeigt, wenn in den IPTC-Daten deutsche Umlaute sowie diverse Sonderzeichen dort stehen (siehe oben) oder die Caption-Texte zu lang sind. Dann in den IPTC-Daten die Fehler beseitigen - dann muss der ReNamer die korrigierten Daten neu einlesen. Dazu Datei - Neues Projekt (oder ReNamer einfach beenden und neu starten) und wieder den Ordnerinhalt mit den korrigierten Dateien ins untere Fenster schieben.

Sollte sich aus dem Umbenennen ergeben, dass mehrere Dateien denselben Namen bekommen würden, warnt Sie ReNamer und Sie müssen auch die umbenennen. Das kann sich leicht einschleichen, wenn Sie Bildbeschreibungen in die IPTC-Daten schreiben. Achten Sie also auch darauf.

--> dieselben Namen für mehre Dateien dürfen nicht im WinExplorer verwendet werden, Windows weigert sich doppelte Namen zu schreiben. Windows kann nicht mit zwei oder mehr Dateien gleichen Namens umgehen. Die müssen dann gekennzeichnet werden, etwa durch hinten angehängte _1 und _2 usw.

--> gleiche Namen kann man mit mit 'ExifPilot' leicht finden, indem man sich dort die Caption-Texte ansieht, dazu weiter oben mehr.

Zum Umbenennen schließlich ganz oben rechts auf die Schaltfläche 'Umbenennen' (Rename) klicken.

ReNamer weigert sich aber auch zu lange Texte in Namen umzuwandeln (siehe oben) - es gibt dann eine Fehlermeldung (gelbe Raute mit einem Ausrufezeichen):

45 renamer hauptfenster regel starten fehler

In diesem Fall können Sie entweder die Umbenennung im WinExplorer (F2 drücken) oder in ExifPilot vornehmen und ReNamer neu starten, oder Sie können im ReNamer-Hauptfenster die Nemensverkürzung vornehmen:

Vergrößern Sie zunächst das ReNamer-Hauptfenster. Führen Sie dazu den Mauszeiger an den rechten Rand, bis er zu einem Doppelpfeil wird

46 renamer hauptfenster vergrößern

halten Sie jetzt die linke Maustaste gedrückt und ziehen die Maus nach rechts, soweit, bis das Fenster die gewünschte Größe erreicht hat.

Im unteren Fenster sollten Sie jetzt die Spalten 'Status', 'Name' und mindestens 'Neuer Name' sehen. Dateinamen, die mit dem Caption-Text identisch sind werden schwarz geschrieben, sie werden nicht bearbeitet. Der umzubenennende Dateiname ist rot geschrieben. Machen Sie darauf einen Rechtsklick, und im sich öffnenden Kontextmenü einen Linksklick auf 'Neuen Namen ändern'. 

48a renamer hauptfenster regel starten fehler neuer name

Irgendwo können Sie konfliktfreie Bildnamen sehen, die in ihrer Länge akzeptiert wurden. Setzen Sie jetzt im zu ändernden Namen ungefähr auf der gleichen Höhe mit der Maus einen Linksklick, halten die Maustaste gedrückt und ziehen die Maus nach rechts bis zum Namensende, sodass der mit der Maus überstrichene Teil blau markiert ist. Achten Sie darauf, dass die Dateiendung (hier .jpg - nicht den Punkt vergessen) stehen bleibt und drücken kurz die Entf-Taste. Setzen Sie dann hinter den letzten Buchstaben ein Leerzeichen und dann drei Punkte und wieder ein Leerzeichen zum Punkt vor der Dateiendung. Fertig. Wiederholen Sie das für alle anderen zu langen Namen oder auch für falsch benutzte Zeichen, wie ä, ö usw.

48b renamer hauptfenster neuer Name

Sie können jetzt den Umbenennungsvorgang in Gang setzen, indem Sie oben rechts auf 'Umbenennen' klicken.

48c renamer hauptfenster umbenennung starten

Eine weitere Anleitung zu ReNamer finden Sie unter folgender Webadresse: https://software-lupe.de/review/renamer-ein-umbenennungstool/

Solch ein Benennungsvorgang kann auch mit XnView:

http://gerold-dreyer.de/j/bilderzeugung-am-pc/foto-dias-digitalisieren/foto-dias-digitalisieren-2  Ich hatte bereits alle deutschen Umlaute vermieden und ersetzt, da fand ich die Indexprintfunktion von CaptureOne. Im Gegensatz zu InrfanView knn CaptureOne aber beim Indexdruck mit deutschen Umlauten umgehen, was in einem Buch schon besser aussieht. Mit XnView kann man sehr schön und einfach Zeichen ersetzen. Das bedeutet, man gibt bei XnView ein, dass z. B. ae durch ä ersetzt werden soll. In kaum mehr als einer Minute hat XnView dann ganze Ordner umbenannt. Allerdings kann ReNmer das auch.

Ein Benennungsvorgang kann auch mit IrfanView durchgeführt werden:

http://gerold-dreyer.de/j/fotos-sortieren/fotos-benennen-umbenennen

Bilder bzw. das Buch dazu layouten.

Buchseiten automatisch mit Bildern und Texten füllen (Indexprints/Kontaktabzüge):

Was ist ein Indexprint? Früher nannte sich das ein Kontaktabzug: https://de.wikipedia.org/wiki/Kontaktkopie

Sie haben jetzt alle Bilder erfasst und mit Namen versehen. Im nächsten Schritt müssen diese Bilder jetzt auf Buchseiten verfrachtet werden, wobei unter jedem Bild der Bildname/Captiontext stehen soll.

Auch in speziellen Druckprogrammen wird selten automatisch der Bildername oder der Caption-Text übernommen. Manche Programme können aber Indexprints erzeugen. Das sind meist Bildbearbeitungsprogramme. Dabei sind die Möglichkeiten aber durchaus beschränkt, wie z. B. bei Lightroom 6 ( https://cameracreativ.de/artikel/tutorial-kontaktabzuege-mit-adobe-lightroom/). 

Fast grenzenlos sind die Möglichkeiten des Indexprints bei IrfanView, dazu lässt sich der Ablauf (fast) komplett automatisieren. Sehen Sie dazu meine Anleitung: http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/indexprints-kontaktbogendruck

Recht gut funktioniert das auch mit dem Programm 'CaptureOne'. Es bietet eine gute Vorschau und so lässt sich der Print damit einfacher einrichten. Lesen Sie dazu weiter unten auf meiner Webseite: http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/indexprints-kontaktbogendruck. CaptureOne ist aber nur für Besitzer von Sony- und Fujikameras kostenlos. Ansonsten kostet es über 200,- €. CaptureOne bietet darüber hinaus zwei große Vorteile: Die zu verwendenen Capture-Texte aus den IPTC-Metadaten dürfen nahezu beliebig lang sein und CaptureOne kommt mit deutschen Umlauten klar.

Wenn es sich um eine überschaubare Menge von Bildern dreht, in den IPTC-Daten unter Caption aber sehr lange Texte mit mehr als 503 Zeichen stehen, funktioniert das nicht mehr mit IrfanView. IrfanView kann max. 503 Zeichen bewältigen. Mehr als 1000 Zeichen kann Tango Solo, allerdings nicht voll automatisiert, man muss das dort für jedes Bild einzeln machen. Das funktioniert aber schneller, als wenn man jedes Bild einzeln in das Programm schiebt. Anschließend das Bild im WinExplorer noch einmal öffnet, die Caption-Texte zugänglich macht, kopiert und dann unter das Bild auf die Seite kopiert. So ginge das mit Word. Über die Verfahrensweise mit Tango Solo lesen Sie dazu meine Anleitung: https://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/mit-dtp-tangosolo-layouten

Egal, ob mit IrfanView oder CaptureOne, am Ende Ihrer Arbeit haben Sie mit beiden Programmen mehrere oder sehr viele Einzel-PDF-Dateien vorliegen. Mit TangoSolo haben Sie eine PDF-Datei mit vielen Seiten.

 

Buchseiten mit Word ganz schnell anfertigen:

Sie können auch Word für die Gestaltung verwenden. Das lohnt sich allerdings nur, wenn Sie keine großen Gestaltungsvorstellungen in Sachen Layout haben. Zwar kann man auch mit Word layouten, was aber schnell schief gehen kann und einen an den Rand der Verzweiflung treiben kann. Dafür sind schließlich die DTP-Programme da.

Wenn Sie aber gut in Word eingearbeitet sind und eigentlich nur ein einfaches Bilderbuch erstellen möchten, dann geht das mit Word sehr viel schneller. Wenn Sie z.. B. ein Bilderbuch mit jeweils nur einem, zwei oder vier Bildern pro Seite erstellen möchten. Sie können nämlich viele Bilder markieren und die per drag and drop in das Word-Formular schieben. Word wird dann die Bilder der Reihenfolge nach einfügen, und zwar eins nach dem anderen und nicht alle in einem Stapel übereinanderlegen. das funktionierte bei mir mit 302 je 12 MegaPixeln großen Bildern in einem Rutsch. Word kreierte daraus 302 Seiten und stürzte nicht ab. Es handelt sich dabei um Word 2016.

Bilder vorbereiten:

Mit etwas Vorarbeit können Sie Word dann soweit bekommen, dass, ausgehend von einer DIN-A-4 - Seite, es immer Seiten ausfüllend, eins, zwei oder vier Bilder platziert. Wollen Sie nur ein Bild pro Seite, dann können Sie auch große Bilder, größer als 2480x3508 Pixel = 8,6 MegaPixel verwenden. Word stellt sie dann verkleinert dar, sodass sie gerade eine Seite ausfüllen. Allerdings sollten Sie dabei bedenken, dass die fertige Worddatei bei großen Bildern schnell über alle Maßen groß wird. Das hat auch zur Folge, dass Word abzustürzen droht, wenn Sie zu viele Bilder einfügen. Wie viele es sein können, das müssen Sie ausprobieren. Bei meinem Versuch mit 302 Fotos war die Worddatei 312 MB groß und die PDF-Datei noch 99,8 MB.

Besser ist es, wenn Sie die Bilder vorher anpassen: Bringen Sie die Bilder vorher auf eine geeignete Größe: Für ein DIN-A-4 Blatt, hochkant brauchen Sie bei einem Bild von einer Kamera 2480 x 3508 Pixel (im Querformat entsprechend 3508 x 2480 Pixel). Möchten Sie auf eine DIN-A-4 - Seite hochkant 2 Bilder im Querformat unterbringen (dann wird die Seite besser ausgenutzt), dann benötigen Sie max., aber auch nicht sehr viel kleiner, pro Bild 2480 x 1748 Pixel (für DIN-A-4 im Querformat bieten sich zwei Bilder im Hochformat an, dann 1748 x 2480 Pixel). Geeignet wären auch noch vier hochformat Bilder pro DIN-A-4 - Blatt im Hochformat. Dann sollte jedes Bild nicht größer, aber auch nicht sehr viel kleiner als 1240 x 1748 Pixel sein (entsprechend 4 Bilder im Querformat auf einer DIN-A-4 - Seite im Querformat, 1748 x 1240 Pixel). Wenn Sie die Bilder zuvor auf die geeignete Größe bringen, und richtig drehen dann können Sie hinterher sehr viel schneller die Wordseiten mit Bildern füllen. ACHTUNG!! Die obigen Maße gelten für DIN-A-4 - Seiten ohne Rand. Sie brauchen aber wahrscheinlich einen Rand. Ziehen Sie dann für jede Bildseite jeweils etwa 6 Pixel pro mm ab. Ganz exakt muss es nicht sein.

→ Es gibt zur Fotogröße für den Druck eine Formel:

Diese Formel müssen Sie 2x anwenden, für die Quer- und die Hochseite: Fotogröße in cm: 2,54 x Ausgabeauflösung in dpi. Beispiel: Das Foto soll 15 cm breit und 10 cm hoch sein. Das Foto soll in einer üblichen normalen Druckauflösung von 300 dpi gedruckt werden. Die Formel lautet dann für die lange Seite: 15 : 2,54 x 300 = 1772 Pixel und für die kurze Seite 10 : 2,54 x 300 = 1181 Pixel, also etwa 2,1 MP (Megapixel).

Bedenken Sie Folgendes die dpi - Größe ist abhängig vom Betrachtungsabstand zwischen Auge und dem Bild. Bei etwa 30 cm Betrachtungsabstand sind 300 dpi ein üblicher Wert. Für sehr hochwertige Drucke können auch höhere dpi - Werte gewählt werden, wenn das bei der ausgewählten Druckerei möglich ist. Sonst werden dort die dpi  - Werte herunter gerechnet oder Ihre Vorlage wird nicht angenommen. Wollen Sie ein Plakat (Tapete) drucken, dann steigt der Betrachtungsabstand und Sie müssen nicht mehr so hohe dpi - Werte nehmen. Dann reichen etwa 100 - 150 dpi. Klar ist jetzt, dass, wenn Sie einen hochauflösenden Druck wählen, also etwa 600 dpi, dann muss auch das Bild mehr Pixel haben (3543 x 2362=8,4 MP) und für Plakate kommen relativ kleine Bilder infrage, was die Pixelanzahl betrifft. 

→ Bilder richtig drehen: Öffnen Sie das Bild mit IrfanView und klicken dann oben in der Befehlszeile auf 'Optionen' und im aufspringenden Fenster auf 'JPG - verlustfreie Rotation...(Plugin)'. Im aufspringenden Fenster klicken Sie etwa in der Mitte auf 'Rotation im Uhrzeigersinn ... Grad'. IrfanView dreht dann das Bild entsprechend. Manchmal wird es dann im WinExplorer trotzdem nicht gedreht angezeigt, ist aber trotzdem gedreht.

Wenn das nicht in IrfanView funktioniert, müssen sich sich das Plugin-Paket für IrfanView auf der Herstellerseite oder von der Downloadseite von PC-Zeitschriften herunterladen und installieren.

Sie können mit IrfanView auch stapelweise alle Bilder eines Bilderordners drehen. Dazu gehen Sie in die sog. Thumbnailansicht. Im geöffneten IrfanView gehen Sie auf Datei und dann auf ‚Thumbnails‘. Markieren Sie dann die betroffenen Bilder im neuen Fenster und gehen auf Datei und dann auf ‚Batchkonvertierung mit selektierten Bildern‘ Weitere Einzelheiten müssen Sie experimentell ermitteln.

Das Bilderverkleinern sieht kompliziert aus, ist es aber nicht. Mit PhotoResize sind hunderte von Bildern in wenigen Minuten in der Größe verändert. Wie Sie Bilder klein rechnen erfahren Sie auf meinen Webseiten: Bilder mit Riot in der Datei- und/oder Bildgröße verkleinern  oder: Mit Caesium Bilder verkleinern. Große Mengen von Bildern verkleinern Sie am einfachsten mit: Mit PhotoResize Bilder verkleinern. Bei PhotoResize geben Sie einfach die berechneten nötigen Werte ein. PhotoResize verzerrt nicht die Bilder, die Proportionen bleiben erhalten. Die Größe wird entsprechend angepasst, aber sie wird nicht größer als die vorgegebenen Werte werden. Bilder, die kleiner sind, als die vorgegebenen Werte, werden nicht verändert, wohl aber in ihrer Qualität. → Wenn Sie Bilder verkleinern wollen, dann machen Sie stets zuvor eine Kopie des Ordners, in dem die Bilder sind und arbeiten grundsätzlich nur mit den Kopien!

Sie sollten unbedingt Versuche machen, gerade, was die Bildqualität betrifft. Häufig sind Bildqualitäten von 50 % durchaus akzeptabel, da man nicht erkennen kann, dass die Bilder Qualität verloren haben. Die Dateigröße kann aber dadurch dramatisch sich verkleinern, was ja im Sinne dieses Vorgehens hier ist. Word droht bei zu vielen Bildern, also zu großer Dateigröße, abzustürzen. Setzen Sie die Bilder in ihrer Qualität herunter, ohne dass der Verlust sichtbar ist, sinkt die Dateigröße und Sie können Word mehr Bilder zumuten. Es gibt auch das sog. intelligente Verkleinern. Dabei werden nur Elemente aus dem Bild genommen, die überflüssig sind. Lesen Sie dazu meine Webseite: Bilder mit SeamCarving intelligent verkleinern .

U. U. ist es nötig, auch mal Bilder zu vergrößern. Gehen Sie dazu auf die Webseite: Bilder mit SmillaEnlarger vergrößern

U. U. müssen Sie auch Hochkantbilder ins Querformat bringen und umgekehrt. Am einfachsten geht das mit Beschneiden des Bildes mit IrfanView: Öffnen Sie das Bild mit IrfanView. Positionieren Sie den Mauszeiger an die Stelle im Bild, die die obere linke Ecke werden soll. Drücken Sie die linke Maustaste und halten die gedrückt und ziehen jetzt die Maus an die neue untere rechte Ecke. Lassen Sie die Maus los. Ziehen Sie ein Rechteck auf, das möglichst dem Seitenverhältnis der anderen Querformatbildern entspricht. Sie sehen das Viereck und können die gezogenen neuen Ränder noch korrigieren. Schieben Sie die Maus auf einen Rand, bis die Maus zum Doppelpfeil wird. Drücken Sie jetzt die Maustaste und schieben die Maus bei weiter gedrückter Maustaste dorthin, wo der Rand sein soll. Lassen Sie die Maus los. Drücken Sie die Strg - + Y - Taste und der neue Bildausschnitt wird angezeigt. Drücken Sie die Strg - + S - Taste und geben Sie dem neuen Bildausschnitt einen neuen Namen, Fertig! IrfanView zeigt beim Abspeichern immer den alten Dateinamen blau hinterlegt an. Ich klicke dann hinter den Dateinamen und tippe ein 'b', das sagt mir immer, dass ich die Originaldatei irgendwie bearbeitet habe. Sie steht dann im WinExplorer immer hinter der Originaldatei. → → → Mit SeamCarving (siehe den Link etwas höher) können Sie mit etwas mehr Aufwand auch ein Bild ohne wesentlichen Inhaltsverlust vom Hochformat ins Querformat bringen - und umgekehrt.

Sie sollten im WinExplorer die Bilder schon in die richtige Reihenfolge bringen. Der Bildername ist hier völlig unwichtig. Sie können die Bilder einfach durchnummerieren. Wichtig ist nur, dass sie in der von Ihnen gewünschten Reihenfolge im WinExplorer liegen. Sie werden dann beim Bildereinfügen keine weitere Arbeit mehr haben.

Jetzt haben Sie die Fotos gut vorbereitet. Am einfachsten ist es also, wenn alle Bilder im gleichen Format und im selben Ordner vorliegen. Der nächste Schritt wäre dann, Word den eigenen Wünschen entsprechend anzupassen, was aber nicht zwingend nötig ist. Sie müssen Word auf das von der Druckerei geforderte Maß einstellen (das ist noch zwingend nötig). Eventuell möchten Sie einen farbigen Hintergrund. Sie können den Rand (also der Bereich, der nicht bedruckt wird) nach Ihren Wünschen einstellen, dann wird Word beim Bildimport diesen Rand (normalerweise) nicht überschreiten (Sie haben die Bilder ja vorher auf die nötige Größe gebracht). Sollte das einmal nicht funktionieren, dann müssen Sie die Bilder später auf die richtige Größe mit der Maus schieben (das kann passieren, wenn die Bilder viel zu groß in den Abmessungen sind). Vielleicht möchten Sie noch Seitenzahlen einfügen. Alle diese Einstellungen sind einmal nötig. Die bleiben für das gesamte Dokument so bestehen.  → Ratschlag: Speichern Sie dieses eingerichtete, aber noch nicht mit Bildern gefüllte Dokument unter einem Namen ab. Sie können dann, wenn Sie noch einmal solch ein Projekt starten, einfach von dieser Datei ein Kopie anfertigen und die entsprechend Ihres neuen Projekt benennen und mit Bildern füllen.

Sie müssen bei der Druckerei auskundschaften, wie viel die von Ihrem Dokument Beschneidung vornehmen. Bei der Druckerei www.wir-machen-druck.de wird jede Seite eines Dokuments nach dem Druck um 3 mm beschnitten. Das bedeutet, dass Sie also bei der Formatgröße stets in der Breite und der Höhe jeweils 6 mm zugeben müssen. Das bedeutet, wenn Sie sich z. B. für ein DIN-A-4 - Format entschieden haben, dann muss Ihr an die Druckerei geschicktes Dokument das Format 21,6 mm x 30,3 mm haben (das fertige DIN-A-4 - Format hat die Maße 210 x 297). Egal, bei welcher Druckerei Sie drucken lassen, diese Beschneidungsmaße müssen Sie vorher ermitteln. Die meisten Druckereien schneiden auf jeder Seite 3 mm ab.

Word einrichten:

Sie wollen schnell möglichst viele Bilder ohne Bildbeschriftung in einem Buch drucken lassen. Sie haben die Bilder, wie oben beschrieben bereits vorbereitet, dann müssen Sie Word nur noch entsprechend Ihrer Layoutvorstellungen einrichten. Sollte Ihnen aber das Layout gefallen, das Sie beim Start von Word sehen, dann brauchen Sie erst ab Punkt 8. weiter zu lesen.

  1. Das Buch soll quer oder hochkant sein und
  2. ein bestimmtes Größenformat haben.
  3. Alle Bilder sollen einen bestimmten Seitenhintergrund haben.
  4. Die Seiten sollen bestimmte Ränder einhalten und nicht überschreiten, aber wohl unterschreiten.
  5. Sie möchten unten auf der Seite Seitenzahlen sehen.
  6. Die Bilder sollen horizontal und vertikal zentriert auf der Seite erscheinen.
  7. Die direkt nebeneinander bzw. untereinander liegenden Bilder sollen mit einem Abstand versehen werden.
  8. Bilder einfügen.
  9. Bildbeschriftungen sollen ggf. eingefügt werden. 
  10. Ergebnis prüfen
  11. Das Gesamtdokument soll als PDF-Datei (und Word-Datei) gespeichert werden.
  12. Mehrere PDF-Dokumente zu einem vereinen, so, wie es die Druckerei fordert.

Zu 1. (Format):

Starten Sie Word und gehen oben in der Befehlsleiste auf 'Layout'. In der Symbolleiste wählen Sie im zweiten Symbol, indem Sie auf das kleine nach unten weisende Dreieck klicken, das 'Quer- oder Hochformat. → Wenn Sie ein Bild im Querformat pro Seite haben möchten, dann nutzen Sie den Platz im Querformat am besten aus. Möchten Sie zwei Querformatbilder pro Seite haben, dann sollten Sie das Hochformat wählen und die Bilder, wie oben beschrieben, in der Größe vorbereiten, also ein Größenformat für die Bilder etwas kleiner als DIN-A-5 wählen. Entsprechend bietet sich das Querformat für zwei Bilder im Hochformat an. Auch die sollten in der Größe vorbereitet sein.

Zu 2. (Größenformat):

Oben in der Befehlszeile auf ‚Layout‘ gehen und dann in der Symbolleiste auf das kleine nach unten weisende Dreieck unter 'Format' klicken (drittes Symbol von links). Ganz unten auf 'Weitere Papierformate...' klicken. Unter dem Reiter 'Papier' tragen Sie unter 'Papierformat' für Breite und Höhe die von der Druckerei geforderten Werte ein. Bei obiger Druckerei muss hier also für ein späteres DIN-A-4 - Format 21,6 cm und 30,3 cm stehen. Dort gibt es Bücher in fünf Formaten. Für DIN-A-5 müssen Sie die Werte 15,4 cm x 21,6 cm  eingeben. Sie müssen 2 Dateien der Buchdruckerei schicken, einmal der bis zu 600-seitige Innenteil und der Buchdeckel (Buchvorder-, -rückseite und Buchrücken): Das sind bei DIN-A-5 34,6 cm x 24,5 cm und bei DIN-A-4  46,7 cm x 33,2 cm. Achtung! Bedenken Sie, dass bei dickeren Büchern der Buchrücken breiter wird und sich damit das hier für den Buchdeckel angegebene Maß ändert!

Zu 3 (Seitenhintergrund).:

Fotos wirken besonders attraktiv auf dunklem Untergrund. Es kommt schon auf den Bilderinhalt an, welche Farbe Sie wählen. Schwarz stärkt den Kontrast.

Gehen Sie oben in der Befehlsleiste auf 'Entwurf' und dann hinten in der Symbolleiste auf das kleine nach unten weisende Dreieck bei 'Seitenfarbe'. Wählen Sie dort eine Hintergrundfarbe. Bei 'Weitere Farben' können Sie beliebige Farben wählen. Sie können auch die Werte für die RGB-Farben eintragen. Ermitteln Sie z. B. mit einem ‚Farbpicker‘ die Werte einer Ihnen gefallenden Farbe, übernehmen dort die Werte und tragen Sie hier bei Word ein. Ein mittlerer Grauwert hat z. B. die Werte 164, 164, 164.

Sie können auch 'Fülleffekte' wählen. Im aufspringenden Fenster können Sie fast unbegrenzt irgendwelche Effekte aussuchen - die gelten allerdings für alle Seiten. Gehen Sie auf den Reiter 'Grafik', dann können Sie sogar ein Hintergrundbild wählen (für alle Seiten dasselbe). Das sollte mindestens die gewählte Seitengröße haben, sonst wird es wiederholt (gekachelt), was nicht schön aussieht. 

Zu 4. (Ränder):

Mit den Rändern geben Sie vor, wie groß die Bilder maximal dargestellt werden können. Normalerweise fügt Word Bilder nur innerhalb dieses Rahmens ein. Bei sehr breiten Panoramabildern kann es schon mal passieren, dass Word das Bild über den rechten Rahmen in den nicht sichtbaren Bereich anordnet. In solchem Fall müssen Sie hinterher das Bild mit der Maus kleiner schieben.

Oben in der Befehlszeile auf 'Layout' gehen und dann auf das nach unten weisende kleine Dreieck unter 'Seitenränder' ganz links klicken. Ganz unten auf 'Benutzerdefinierte Seitenränder' und dann unter dem Reiter 'Seitenränder' für oben, rechts, unten und links die Seitenränder in cm mit Kommastelle eingeben. Denken Sie an die Zugabe von 6 mm (zumindest bei der oben angegebenen Druckerei. Das bedeutet, dass Sie bei dem unter 2.angegebenen Größen für Ihren später sichtbaren Rand an jeder Seite 3 mm dazu rechnen müssen. Wollen Sie also in Ihrem fertigen DIN-A-4 - Buch einen Rand von ringsum 1,3 cm geben, dann müssen Sie hier 1,6 cm eintippen, denn es werden ja bei der Druckerei später auf jeder Seite 3 mm abgeschnitten. Sie sollten den unteren Rand etwas breiter machen, das sieht erstens besser aus und zweitens brauchen Sie noch Platz für die Seitenzahlen - siehe unter 5.

Zu 5. (Seitenzahlen):

Seitenzahlen einfügen bezeichnet man in der Drucktechnik als Paginierung.

Gehen Sie oben in der Befehlszeile auf das kleine nach unten weisende Dreieck hinter 'Seitenzahl in der rechten Mitte. Wählen Sie dann am besten 'Seitenende' und dort dann 'Einfache Zahl 2'. Die Seitenzahl wird dann unten in der Seitenmitte erstellt. Das ist besser, denn wenn Sie eine andere Position wählen, dann kann das im Buch unschön aussehen → stellen Sie sich die Seitenzahl auf der rechten Blattseite auf einer linken Buchseite vor!

Es wird in Word eine sog. 'Fußzeile' eingefügt und Sie sehen unten in der Mitte ein '1'. Die können Sie noch formatieren, das ginge zwar auch später ist aber an dieser Stelle schnell gemacht. Markieren Sie die '1', indem Sie bei gedrückter linken Maustaste mit der Maus darüber fahren. Die '1' ist jetzt noch etwas dunkler, als vorher. Gehen Sie oben in der Befehlszeile auf 'Start' und wählen eine andere Schriftart, eine andere Schriftgröße (ich benutze gerne '16') und oder eine andere Schriftfarbe. Die Schriftfarbe ist abhängig vom Seitenhintergrund, den Sie unter 3. gewählt haben. Wählen Sie für einen hellen Hintergrund eine dunkle Farbe und für einen dunklen Hintergrund eine helle Farbe. Wählen Sie als Schriftfarbe vielleicht die Komplementärfarbe zur Hintergrundfarbe, dann sollte die Seitenzahl eigentlich gut sichtbar sein.

Nun kann es sein, dass die Seitenzahl zu dicht unter der letzten geschriebenen Zeile des Blattes steht, bzw. wenn Sie ein Bild eingefügt haben, die Seitenzahl direkt darunter steht, was nicht schön aussieht. Das beheben Sie, indem Sie unter 4. den unteren Rand vergrößern, also Sie haben für alle Ränder 1,6 cm angegeben, dann erhöhen Sie den Wert für den unteren Rand auf z. B. 2,3 cm. Probieren Sie das aus.

Außerdem kann es sein, dass die Seitenzahl zu dicht am unteren Papierrand steht, was auch unschön aussieht. Es werden ja von dem sichtbaren Bereich noch 3 mm abgeschnitten. Sie müssen die Fußzeile also höher setzen und damit dann auch  wieder für den unteren Rand einen höheren Wert einsetzen (unter 4.). Die Fußzeile heben Sie folgendermaßen an: Gehen Sie noch bei markierter Fußzeile oben in der Befehlszeile auf 'Entwurf' (wenn die Fußzeile markiert ist, sehen Sie dann links vor der Fußzeile den Begriff 'Fußzeile' auf grauem Hintergrund. Ist das nicht der Fall, machen Sie in die Fußzeile einen Doppelklick). Ganz rechts finden Sie untereinander zwei Maßangaben in cm. Wählen Sie den unteren Fall und erhöhen den Wert (standardmäßig ist dort 1 cm angegeben) auf z. B. 1,5 cm oder auch mehr. 

Solange die Fußzeile markiert ist, können Sie keinen Text/Bild eingeben. Klicken Sie unter dem Reiter 'Entwurf' ganz rechts auf die rote Schaltfläche 'Kopf- und Fußzeile schließen'. Sie können auch ins eigentliche Arbeitsfeld einen Doppelklick machen.

ACHTUNG! Wenn Sie z. B. ein Buch mit 600 Seiten erzeugen möchten, Word bei der Bilderzahl aber abstürzt, müssen Sie mehrere Einzeldateien, mindestens also zwei Dateien zu je 300 Seiten erzeugen. Dann darf im zweiten Dokument die Paginierung nicht wieder bei 1 anfangen, sondern muss mit der nächsten Seitenzahl nach der Letzten im ersten Dokument weiter zählen. Das erreichen Sie so: Richten Sie das zweite Dokument ein und aktivieren Sie die Fußzeile mit der (noch) Seitenzahl '1'. Ist die Fußzeile nicht aktiv, dann machen Sie einen Doppelklick auf die Seitenzahl, hier noch die '1'. Jetzt öffnet sich oben in Word der Reiter 'Entwurf' und ganz links sehen Sie in der Symbolleiste 'Seitenzahl'. Klicken Sie auf das nach unten weisende Dreieck hinter 'Seitenzahl' und dann im neuen Fenster auf 'Seitenzahlen formatieren'. Es springt ein Fenster auf 'Seitenzahlenformat'. Hier können Sie das Aussehen der Seitenzahlen verändern. Wichtig in diesem Zusammenhang ist im unteren Teil 'Beginnen bei:'. Setzen Sie durch einen Klick in den Kreis vor 'Beginnen bei:' einen Punkt und tippen dann in dem Kästchen dahinter die Zahl ein, die der letzten Seitenzahl im Dokument davor folgt. Also Ihr erstes Dokument endet z. B. mit Seite 300, dann schreiben Sie hier 301 hinein.

Wie Sie mehrere PDF-Dokumente zu einem vereinen, lesen Sie unter dem Punkt 10.

Zu 6. (Inhalt zentrieren):

Sie möchten Bilder auf jeder Word-Seite sehen. Standardmäßig ordnet Word die Bilder so an, dass oben und links die Bilder direkt an den unter 4. gewählten Rändern anliegen. Das sieht nicht schön aus, wenn dann rechts und unten breitere Ränder erscheinen, weil das Bild zu klein ist oder im Format nicht richtig ins Dokument passt. Zentrieren Sie es sowohl horizontal, als auch vertikal:

- Horizontal: Oben in der Befehlszeile unter 'Start' in der dritten Bereichsgruppe in der unteren Zeile 'zentriert' wählen (zweite Schaltfläche von links).

- Vertikal: Oben in der Befehlszeile auf 'Layout' und dann ganz links auf 'Seitenränder' und dann auf 'Benutzerdefinierte Seitenränder...' klicken. Im neuen Fenster oben auf den Reiter 'Layout' und dann etwa in der Mitte unter 'Seite' hinter 'Vertikale Ausrichtung' in der Klickbox 'Zentriert' wählen - OK.

Zu 7. (Bildabstände):

 Wenn Sie pro Seite in Word mehr als ein Bild einfügen, wird Word die Bilder automatisch ohne irgendeinen Abstand einfügen. Das sieht nicht schön aus, kann aber (meines Wissens nach) nicht im Automatismus geändert werden. Da müssen Sie leider jede Seite einzeln hinterher aufrufen, wenn alle Bilder eingefügt sind. 

Es ist nicht ganz einfach, den Cursor direkt zwischen zwei Bilder zu setzen. Am schnellsten ohne viel Gefummel funktioniert das, wenn Sie hinter das letzte Bild der Seite den Cursor positionieren. Klicken Sie einfach unten rechts direkt hinter das Bild. Funktioniert das nicht, dann klicken Sie in das Bild, sodass es markiert ist (um das Bild erscheinen 'Anfasser') und betätigen dann einmal die 'Nach-rechts-Pfeil-Taste'. Der Cursor muss direkt hinter dem Bild blinken.

Liegen die Bilder nebeneinander, tippen Sie auf die 'Nach-links-Pfeil-Taste'. Der Cursor sollte jetzt zwischen den Bildern blinken. Drücken Sie jetzt je nach Bedarf ein oder mehrmals die Leertaste.

Liegen die Bilder untereinander, drücken Sie auch einmal die 'Nach-links-Pfeil-Taste', dann aber die Entertaste. Zumindest in diesem Fall können Sie den vertikalen Abstand dadurch steuern, dass Sie oben in Symbolleiste eine kleinere oder größere Buchstabengröße wählen oder die Entertaste mehrmals drücken.

Zu 8. (Bilder einfügen):

Wenn Sie die Bilder, wie weiter oben beschrieben, gut vorbereitet haben, ist dieser Schritt ganz einfach und schnell. Platzieren Sie das vorbereitete Word und den mit den gewünschten Bildern geöffneten WinExplorer so, dass Sie beide Programmfenster nebeneinander sehen. → Jedes Programmfenster hat oben einen meist etwas breiteren blauen Rand. Klicken Sie dort mit der linken Maustaste irgendwo drauf und halten die Maustaste gedrückt. Schieben Sie jetzt das eine Fenster etwas nach rechts und das andere etwas nach links, sodass Sie beide geöffneten Fenster sehen. Dabei dürfen die Fenster ruhig aus dem Desktop hinausragen. Sie müssen lediglich ein Teil der Fenster sehen können.

Markieren Sie jetzt im WinExplorer die Bilder, die in dem Buch erscheinen sollen. Halten Sie dazu die Strg-Taste gedrückt und klicken jedes Bild einzeln an. Wenn Sie, wie oben bereits empfohlen, alle betroffenen Bilder der richtigen Reihenfolge nach in einem Ordner haben, dann brauchen Sie nur die Strg-Taste zu halten und einmal kurz auf die A-Taste tippen. Dann sind alle Bilder markiert. Lassen Sie jetzt alle Tasten (auch die Maustasten) los und schieben die Maus auf das erste Bild. Klicken Sie darauf und halten die Maustaste gedrückt. Schieben Sie jetzt also bei gedrückter linker Maustaste, den Mauszeiger über das geöffnete Wordfenster und lassen die Maustaste los (das nennt man ‚drag and drop‘). Je nach Menge der zuvor markierten Bilder dauert es jetzt u. U. mehrere Minuten, bis Word die Bilder der Reihe nach eingefügt hat. Und zwar positioniert Word das Bild, das Sie mit der Maustaste angefasst haben als erstes Bild - deswegen sollten Sie das erste Bild wählen. 

→ Sie können die Bilder im WinExplorer auch anders sortieren. Wenn Sie das erste Bild jeweils für den 'drag-and-drop - Prozess' anfassen, wird Word die Reihenfolge beibehalten. Diese Reihenfolge können Sie ändern.

Andere Reihenfolge als die standardmäßige alphabetische Reihenfolge, bei der Zahlen vor dem Alphabet erscheinen: Den WinExplorer öffnen und oben in der Befehlszeile auf 'Ansicht' klicken. Dann etwa in der Mitte auf das kleine nach unten weisende Dreieck hinter 'Sortieren nach' klicken und dann im aufspringenden Menü eine Option wählen.

→ Word ist eigentlich kein Layoutprogramm und kann schon bei größeren Bildmengen abstürzen. Sollte das passieren, dann wählen Sie zum nächsten Versuch weniger Bilder und wiederholen alles. Ich habe das mit 12 Megapixeln großen Fotos ausprobiert. Es waren 302 Bilder, die Word dann auf 302 Seiten platziert hat. Der Vorgang dauerte bestimmt 2 Minuten.

Wie Sie das abspeichern steht unter dem Punkt 9. Wenn Sie mehr Bilder einfügen wollen, dann müssen Sie evtl. mehrere Dokumente erstellen, also z. B. für 600 Seiten 2 x 300 Bilder. Haben Sie die erste Fuhre gespeichert, müssen Sie nicht unbedingt Word nach den Punkten 1. bis 6. neu einrichten. Klicken Sie einfach oben links auf den 'Zurück-Knopf', aber nur solange, bis Sie keine Bilder mehr geladen haben, die ganzen Formatierungen aber noch enthalten sind. → ACHTUNG! Für die zweite Fuhre müssen Sie die Paginierung anpassen! Laden Sie sodann die zweite Fuhre an Bildern und speichern die unter einem anderen Namen (unbedingt 'Speichern unter' verwenden, sonst überschreiben Sie die erste Fuhre Bilder). Ich verwende in solchen Fällen einfach Zahlen hochgezählt. Sie können dann, wenn Sie die PDF-Dokumente zu einem vereinen, die Dokumente einfacher der richtigen Reihenfolge nach sortieren.

Zu 9. (Bildbeschriftung):

Eigentlich ist dieser Fall für diese Beschreibung nicht vorgesehen, denn eine Beschriftung kann leider nicht automatisiert vorgenommen werden. Das widerspricht dem Wunsch, ganz schnell ein Bilderbuch druckreif zu erstellen. Hier müssten Sie die Beschriftung für jedes einzelne Bild vornehmen. Das würde natürlich auch erst dann funktionieren, wenn Sie alle Bilder geladen haben. Aber vielleicht möchten Sie ja auch nur einige wenige Bilder beschriften. Dann sollte die Beschriftung aber mit dem Bild verknüpft werden, sodass sie beim Bild bleibt, wenn Sie Bilder verschieben oder andere Texte hinzufügen. Machen Sie in das Bild, das Sie beschriften möchten, einen Rechtsklick und wählen unten im aufspringenden Kontextmenü 'Beschriftung einfügen...'. Sie können in dem Fenster die Beschriftung formatieren (experimentieren Sie da ein wenig). Den Text geben Sie in der Zeile oben unter 'Beschriftung' ein. Sie müssen da nicht den Text eintippen, sondern können ihn auch hineinkopieren.

SIe können aber auch einfach den Cursor unter dem Bild platzieren und lostippen. Der obige Fall hat aber Vorteile, weil so die Beschreibung an das Bild geknüpft ist und man dann an anderer Stelle ein Bilderverzeichnis automatisiert erstellen lassen kann.

Zu 10. (Ergebnis prüfen):

Egal, wieviele Seiten Sie durch Word generiert haben, Sie sollten wenigstens einmal alle Seiten durchgehen und das Ergebnis prüfen und ggf. korrigieren.

Zu 11. (als Word- und PDF-Datei speichern):

 Die Druckerei verlangt eine PDF-Datei für den Buchinhalt und eine für den Buchdeckel. Die Datei für den Buchinhalt muss eine zusammenhängende PDF-Datei mit allen Seiten sein. Das Speichern als PDF-Datei geht in Word einfach: Gehen Sie auf 'Datei', dann auf 'Speichern unter' (das ist ganz wichtig, NICHT auf 'Speichern', denn dann würden bereits existierende Dateien überschrieben). In der mittleren Spalte klicken Sie unten auf 'Durchsuchen' und wählen einen Speicherplatz für Ihre Datei aus. Es springt der Speichern-Dialog des WinExplorers auf. Geben Sie im unteren Fensterbereich hinter 'Dateiname' einen aussagekräftigen Namen ein. Wenn Sie mehrere Dateien später mit einem anderen PDF-Editor zu einer zusammenfügen müssen, dann nennen Sie die der Einfachheit halber hier einfach 1, 2, ... . Wählen Sie unten hinter 'Dateityp' 'PDF (*pdf)'. Der Speichervorgang bei vielen Seiten kann mehrere Minuten dauern. Während dieser Wartezeit kann es sein, dass angezeigt wird, dass das Programm nicht mehr reagiert. Normalerweise ist dann ein Programm abgestürzt. In diesem Fall warten Sie, bis Word alles gespeichert hat, dann funktioniert es wieder wie gewohnt.

→ Ich rate dazu, diese Datei nicht nur als PDF-Datei abzuspeichern, sondern auch als normale Worddatei mit dem Dateityp’.docx'. Für den Fall, dass Sie noch etwas ändern möchten, können Sie dann nämlich diese Datei erneut öffnen und bearbeiten. Hinterher müssen Sie natürlich noch einmal die Datei als PDF - und als docx - Datei abspeichern. Das Speichern der .docx - Datei dauerte bei mir mit den oben erwähnten 302 Seiten sehr viel länger, als das Speichern der PDF-Datei. Es waren bestimmt 4 Minuten, in denen mein Rechner mit dem Speichern zu tun hatte und keine anderen Aufgaben ausführte.

Zu 12. (mehrere PDF-Dokumente zu einem vereinen):

Ihr Buch soll 600 Seiten dick werden. Das ist die höchste Seitenzahl, die die Druckerei www.wir-machen-druck.de für ein DIN-A-4 - Buch ermöglicht (Sie können allerdings bei Sonderwünschen dort eine Anfrage starten, vielleicht gehen ja auch mehr als 600 Seiten). Ihr Word kann aber nicht mehr mit 600 Bildern umgehen und stürzt ab. Dann erstellen Sie z. B.  3 x 200 Seiten und fügen die mit einem PDF-Editor zu einer Datei zusammen. Wie das funktioniert, habe ich auf meiner Webseite: PDFs erzeugen und zusammenführen  beschrieben.

Buchdeckelgestaltung - zweite PDF-Datei:

Den Buchdeckel können Sie auch mit Word gestalten. Erstellen Sie aber mit Word nur sehr einfach gestaltete Buchdeckel, denn gerade bei so einem etwas aufwendigeren Layout, kann Word nicht mit einem echten DTP-Programm mithalten. Suchen Sie nach den von der Druckerei gemachten Vorgaben für den Buchdeckel (sehen Sie unter 2. nach). Geben Sie dieses Größenformat in Word ein (2. Punkt oben) und bedenken den 3 mm Beschnitt. Bei einem Hochformatbuch haben Sie dann ein leeres rechteckiges quer liegendes Dokument vor sich. Das müssen Sie in drei Teile unterteilen. Links liegt die Deckelrückseite und rechts die Deckelvorderseite. Dazwischen liegt der Buchrücken, der in seinen Abmessungen von der Seitenzahl abhängig ist. Gestalten Sie dann diese drei Flächen - mit Word viel Spaß und schmeißen Sie nicht vor Wut den PC aus dem Fenster, der kann da nichts für. 

Viel einfacher geht die Gestaltung mit einem DTP-Programm, es sei denn, Sie entscheiden sich für einen sehr einfach gestalteten Buchdeckel ohne Gestaltung des Buchrückens und der Rückseite. Wie Sie mit einem DTP-Programm arbeiten, habe ich auf folgenden Seiten beschrieben: Anleitung mit dem kostenlosen DTP-Programm Scribus, ein eigenes Buch zu erstellen und  Mit Tango Solo, einem DTP - Programm, layouten .

 

 

Druckvorbereitung - Vorbereitung der Druckunterlagen für die Druckerei:

Zur Druckvorbereitung lesen Sie hier weiter: https://www.viperprint.de/druckdaten,druckvorbereitung zumindest die Druckerei 'WirmachenDruck.de' verlangt keine Vorlage im CMYK-Modus. Allerdings lässt sich das in PDF-Programmen einstellen, dann können Sie das gezielt durchführen. Sie können dann die Farben noch besser steuern. Ich habe damit keine größeren Probleme gehabt, da die abgelieferten Vorgaben, die am PC im RGB-Farbmodus erstellt werden, automatisch in den CMYK-Modus konvertiert werden.

Wichtig ist auch die Anordnung und die Formatgröße der abgelieferten PDF-Dateien:  media/base/druckvorbereitung/druckdaten layout.pdf­. Die Formatdruckgröße müssen Sie bei der Druckerei erfragen, der Sie Ihren Auftrag geben möchten. Für die Druckerei 'WirmachenDruck.de' habe ich das weiter unten beschrieben.

Bildervorbereitungen für einen Digitaldruck in einer Druckerei:

Die heute möglichen preiswerten Buchdrucke sind nur möglich bei sog. Digitaldruck und der verlangt ganz bestimmte Vorgaben. Diese Vorgaben erfahren Sie bei der Druckerei. Ich habe meine Bücher bei folgender Druckerei drucken lassen: https://www.wir-machen-druck.de/

--> Es gibt eine Faustregel für den Bilderdruck, der sich auch bei dieser Druckerei bestätigte. Bilder werden etwas dunkler gedruckt, als man sie als Vorlage am PC gesehen hat.

Berücksichtigen Sie das ganz am Anfang Ihrer Arbeit und geben alle Bilder etwas zu hell in Ihre PDF-Vorlage. Dazu müssen Sie nahezu alle Bilder aufhellen. Das kann man auch automatisieren.

Nehmen Sie dazu nicht den Belichtungsregler (z. B. in PTPhotoEditor), sondern benutzen Sie, wenn vorhanden, den Gamma-Regler (in IrfanView) oder benutzen Sie die Regler für Tiefen und ggf auch Lichter, nicht aber die für Schwarz und Weiß. Der Hintergrund ist der, benutzen Sie den Belichtungsregler, dann werden alle Werte im Bild angehoben, was im dunklen Bereich nicht schadet, aber die Hellen Bildpartien werden dann alle auf Weiß gesetzt und damit geht Zeichnung verloren. Es muss also unbedingt dafür gesorgt sein, dass ganz hell und Weiß nicht angehoben werden. Ist ein Hellgrau in einer Bildbearbeitung angehoben und zu Weiß geworden, dann wird es auch nicht mehr beim dunkleren Druck zu Hellgrau, denn die 'Farbe' ist in der Bildbearbeitung verloren gegangen.

--> Wie Sie mit IrfanView die Belichtung und Bilder im Batchprozess (alle Bilder auf einmal) bearbeiten, finden Sie etwa in der Mitte auf meiner Webseite unter 'Falsch belichtete Bilder' und oben unter' Verkleinern im Batchverfahren': http://gerold-dreyer.de/j/fotos-sortieren/irfanview/foto-irfanview-2

Zusammenfassung aller Seiten zu einem PDF-Dokument mit vorgegebener Größe.

Für die Fertigstellung habe ich 'PDF-Xchange Editor' genommen, es funktioniert aber auch ganz gut 'xPert PDF' und auch mit der Freeware PDF24 kommt man zum Ziel. Für 'xPert PDF' spricht, dass es häufig kostenlos zu bekommen ist und hervorragende Dienste leistet. Benutzen Sie dazu meine Anleitung auf Seite: http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/pdf-bearbeiten

Generell können Sie auch andere Programme verwenden, aber von den von mir ausprobierten Programmen funktionierte PDF-Xchange Editor/xPert PDF am einfachsten und auch am sichersten. (Die Anleitung dazu finden Sie hier: http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/pdf-bearbeiten). Allerdings hat xPert PDF einen Nachteil: Wenn Sie ein PDF-Dokument für eine Druckerei erstellen möchten, dann paginiert (Seitenzahlen erstellen) xPert PDF die Zahlen zu tief unten oder zu hoch oben auf der Seite. Es könnte passieren, dass sie durch den Beschnitt in der Druckerei, verloren gehen, oder gerade eben noch auf der Seite stehen, was unschön aussieht. Mit PDF-Xchange Editor kann man das sehr genau einstellen, was allerdings etwas weniger komfortabel auch das kostenlose PDF24 kann.

Möchten Sie die Paginierung auch in der Position der Zahlen auf der Seite sehr genau vornehmen, wäre etwa 'PDF-Xchange Editor' eine gute Wahl. Es ist leider etwas überladen und damit nicht so schön einfach, wie xPert PDF, aber dennoch übersichtlich gestaltet. Dafür lässt sich die Paginierung exakt in Höhe und Breite auf den Millimeter genau konfigurieren. Eine Einzellizenz kostet (Dez. 2018) 38 € und Sie erhalten das Programm hier: https://www.tracker-software.com/

Schließlich beschreibe ich auch auf meiner Webseite unter http://gerold-dreyer.de/j/fotobuch-selbst-machen/pdf-bearbeiten, wie man mit PDF24, einer Freeware, einzelne PDFs zusammenführen, paginieren und in der gewünschten Größe abspeichern kann.

Übergabe der fertigen PDFs an die Druckerei:

Ist Ihr Werk fertig, müssen Sie es bei der Druckerei abgeben oder wie im Falle von https://www.wir-machen-druck.de/ zur Webseite dieser Firma hochladen. Ich beschreibe das für diese Druckerei:

Wählen Sie ein Buch, der Assistent führt Sie durch die Bestellung. Wählen Sie die Seitenanzahl. Sie müssen bei der Seitenzahl immer im Viererblock rechnen, anders geht es dort nicht. Entweder müssen Sie dann die restlichen Seiten noch mit irgendeinem Inhalt füllen, oder die Seiten einfach weiß lassen.

Ihre Buchdatei und Ihre Buchdeckeldatei müssen eindeutige Namen haben, damit sie als solche erkennbar sind. Gibt es noch Fehler, wird die Datei nicht hochgeladen und Sie müssen nachbessern. Die Dateien werden dann in der Druckerei noch einmal überprüft und ggf. eine Korrektur gefordert. Sie können aber auch in den Optionen auswählen, dass Korrekturen von der Druckerei gegen Aufpreis durchgeführt werden. Wenn Sie sich aber an die Vorgaben halten, ist das nicht nötig. Bei mir dauerte es nur wenige Tage, bis ich die gedruckten Bücher per Post zugesandt bekam.

Druckauftrag hier am Beispiel der Druckerei 'WirmachenDruck.de' für ein Buch im DinA 5 Format, hochkant farbig, Hochglanzpapier und mit farbigem Pappeinband (Hardcover):

Gehen Sie auf die Seite: https://www.wir-machen-druck.de/.  In der Mitte der Seite finden Sie in Blau-grau die Topseller der Druckerei. Scrollen Sie dort etwas tiefer, bis ‘Bücher’ erscheint, und klicken darauf. Im nächsten Fenster klicken Sie auf ' Bücher im Hardcover' - weiter auf 'Inhalt: Farbig bedruckt' - weiter auf 'Hardcover DIN A5 hoch'. Im nächsten Fenster suchen Sie sich die Anzahl der für Sie infrage kommenden Seiten aus. Bedenken Sie, dass es nicht auf die von Ihnen vergebenen Seitenzahlen ankommt, sondern alle Seiten, die Ihr fertiges PDF anzeigt. Es muss immer eine Seitenzahl durch vier teilbar sein. Kommen Sie nicht auf solch eine Zahl, dann füllen Sie Ihr End-PDF noch mit den nötigen Seiten. Diese Seiten können noch mit Inhalt gefüllt werden, oder sind einfach weiß.

Haben Sie Ihre Seitenanzahl gefunden, dann klicken Sie auf 'Preise & Bestellung'.

Im nächsten Fenster werden verschiedene Angaben gemacht und rechts davon wird der Preis gezeigt.

Wählen Sie zunächst oben im grau-blauen Bereich hinter 'Topseller' die Papierqualität u. a., indem Sie hinten auf das nach unten weisende Dreieck klicken und das Papier durch einen Klick darauf markieren und damit auswählen:

61 buchdruckauftrag papierauswahl

Wählen Sie oben links hinter 'Auflage' die Anzahl in Stück Ihrer anvisierten Auflage. Rechts wird Ihnen der Preis für die gewählte Auflage gezeigt.

62 buchdruckauftrag auflage

Beachten Sie die Preise bei dem Auftrag. Unter 'Zusatzoptionen' können Sie weitere Optionen wählen, die kostenpflichtig sind.

Unter dem Reiter 'Beschreibung' wird Ihnen noch einmal genau angezeigt, welche Bedingungen die beiden PDF-Dateien haben müssen. Zwei Dateien der Buchdeckel (Umschlag) und der Buchinhalt (Inhalt).

Reiter 'Druckvorlagen' können Sie noch Downloads tätigen.

Die eigentliche Bestellung geschieht unter dem ersten Reiter 'Preisberechnung':

Sie haben alles überprüft und erfüllen auch die von der Druckerei gemachten Vorgaben, dann können Sie rechts auf die grün-gelbe Schaltfläche 'In den Warenkorb' klicken.

Es wird noch einmal aufgeführt, was Sie bestellt haben und unter dem Auftrag finden Sie die Schaltfläche 'Daten hinzufügen'. Klicken Sie darauf und navigieren im WinExplorer in den Ordner, in dem auf Ihrem PC die beiden PDF-Dateien liegen, markieren Sie sie nacheinander und klicken jeweils auf 'Öffnen'. Die Dateien werden dann einzeln nacheinander zur Druckerei hochgeladen. Am Ende finden Sie eine weitere Schaltfläche unten rechts unter Ihrer hochgeladenen Datei:

63 buchdruckauftrag bestätigen

--> Vergessen Sie nicht, unten rechts den Upload zu bestätigen.

Sie können dann zwar weitere Dateien hinzufügen, das ist aber nicht nötig. Klicken Sie auf 'zurück zum Warenkorb' und geben Sie unter 'Versand' ein, wohin die fertigen Bücher geschickt werden sollen. In der Regel wird hier stehen 'Kostenlose Zustellung an eine deutsche Adresse'. 

Weiter unten klicken Sie auf die grün-gelbe Schaltfläche 'Zur Kasse gehen'. Registrieren Sie sich beim ersten Einkauf oder melden Sie sich mit Ihren Daten an. Im nächsten Fenster werden Ihre Dateien gezeigt, bzw. Sie müssen bei einer Neuanmeldung Ihre Daten eingeben. Klicken Sie auf 'Weiter' und Sie können wählen, wie Sie bezahlen möchten. Wählen Sie aus und klicken auf 'Weiter'. Es wird noch einmal alles zusammengefasst. Hier können Sie noch Änderungen vornehmen. Akzeptieren Sie die Geschäftsbedingungen und klicken schließlich auf die grün-gelbe Schaltfläche 'Zahlungspflichtig bestellen'. Merken Sie sich für eventuelle Rückfragen die Auftragsnummer.

Überprüfen Sie zeitnah Ihre E-Mails. Wenn Ihr Auftrag so nicht bearbeitet werden kann, werden Sie benachrichtigt und müssen nachbessern. Wenn Sie sich aber genau an die Vorgaben gehalten haben, wird Ihre Bestellung angenommen und wenige Tage später erhalten Sie eine Mail, dass Ihr Werk in die Druckerei zum Druck gegeben wurde.

Wenn Ihnen das Hochladen des Druckauftrags nicht genehm ist, können Sie den Auftrag auch per E-Mail und per E-Mail-Anhang geben.

 

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