Die ehemalige Feldbahn zur Versorgung des ehemaligen Torfkraftwerkes in Wiesmoor Seite 7,

    4. Fahrradtour, Wiesmoor - Akelsbarg - Wrisse - Wiesmoor.

    Damit Sie den Spuren der Feldbahn folgen können, biete ich hier einige Radtouren an, die zumindest teilweise den alten Bahntrassen folgen. Ich biete dazu auch zum Download die nötigen GPX-Dateien an. Die können Sie auf Ihr Smartphone oder Wander-/Fahrradnavi übertragen und sich dann führen lassen. Da Wander- bzw. Fahrradnavis bei weitem nicht so komfortabel funktionieren, wie Autonavis habe ich zu jeder Tour 3 GPX-Datein zur Verfügung gestellt. Manche Navis kommen ganz schnell durcheinander, wenn auf der Rücktour auch nur für wenige Meter derselbe Weg benutzt wird, wie auf der Hintour, oder man auch nur in die Nähe des Rücktourweges kommt. Da kann es Ihnen passieren, dass das Navi sie bereits auf der Hintour von der Stelle an zum Zielpunkt führen will, ohne dass Sie den Rest der Reiseroute abgefahren sind. Deswegen gibt es eine Gesamttour, eine Tour vom Start zum weitesten Punkt der Reiseroute und eine dritte Datei vom weitesten entfernten Punkt zurück zum Zielpunkt. Sie müssen dann an der entferntesten Stelle den zweiten Teil der Reiseroute laden. Wie Sie sich mit Hilfe von GPX-Dateien navigieren lassen können, habe ich an anderer Stelle meiner Website für Smartphones beschrieben: Fußgänger-, Fahrrad- und Autonavigation mit Locus Map. Wie Sie eine GPX-Datei auf Ihr Navi bekommen, habe ich exemplarisch am Beispiel eines Medion Wandernavis am Ende der folgenden Seite beschrieben: Eine Radtour planen und auf ein Navi übertragen.

    Beschreibung der ersten Reiseroute von Wiesmoor Mitte (Brücke über den Kanal) über Marcardsmoor, Akelsbarg und Wrisse nach Wiesmoor.

    Hier die GPX-Dateien. Zum Downloaden machen Sie auf den Link einen Rechtsklick und im sich öffnenden Kontextmenü einen Linksklick auf 'Speichern unter...' oder 'Zielspeichern'. Suchen Sie nach einem Speicherplatz auf Ihrem PC und speichern Sie die Datei dort. Die zu speichernde Datei muss die Endung '... .gpx' haben:

    Wiesmoor - Akelsbarg (Wrisse) - Wiesmoor (Gesamttour)

    Wiesmoor - Akelsbarg (Wrisse) (erste Tourhälfte, Hintour)    und

    Akelsbarg (Wrisse) - Wiesmoor (zweite Tourhälfte, Rücktour)

    Sie können und sollten diese GPX-Dateien überprüfen, es könnte beim Download etwas schief gegangen sein. Das geht am einfachsten mit dem sog 'Routeconverter'. Wie Sie ihn bedienen, habe ich auf meiner Seite: Reiserouten aus dem Navi auf Landkarten, Satelliten- und/oder Luftbildern mit RouteConverter oder ProPhotoTools darstellen beschrieben. Bei der ersten Benutzung des Routeconverters kann es sein, dass Sie die nötige Javaumgebung installieren müssen. Das ist ok. Viele Programme gebrauchen die Javaumgebung, um zu funktionieren. Folgen Sie dann den Anweisungen.

    Die Reiseroute können Sie auch fast komplett mit dem Auto abfahren. Probleme könnte es im Bereich der Rolofswieke geben, umfahren Sie das Stück.

    Beschreibung der Reiseroute. Auf dieser Fahrradtour sind keine Reste der ehemaligen Feldbahn zu sehen, die waren schon Mitte der 50-iger Jahre beseitigt. Sie sehen aber eine aktive Feldbahn, nämlich die der Torf- und Siedlungsgenossenschaft (TSG) zwischen Wiesmoor und Marcardsmoor. Nicht auszuschließen, dass das Stück Feldbahn der TSG, welches parallel zum Kanal verläuft (Verladung) möglicher Weise auf der alten Feldbahntrasse läuft:

    wiesmoorfeldbahnradweg 4_1 Sie starten wieder an der Brücke in Wiesmoor Mitte. Da man ohnehin keinerlei Reste der alten Feldbahntrasse finden kann, starten Sie auf der rechten Kanalseite. Dort ist weniger Verkehr. An der 2. Schleuse wechseln Sie die Kanalseite, nämlich nur auf der Seite liegt die TSG. Wenn Ihnen das nicht so wichtig ist, bleiben Sie auf dieser Seite, denn bis Marcardsmoor ist hier weniger Verkehr. In Marcardsmoor gibt es eine Brücke, um die Kanalseite zu wechseln.

     

    wiesmoorfeldbahradweg 4_2 Sie erreichen nach einigen km links die Anlagen der TSG. Mit etwas Glück können Sie dort noch eine Feldbahn in Betrieb sehen. In den großen Feldern westlich der Anlagen wird heute im industriellen Maßstab Torf und Mull gewonnen. Dort hat die NWK nie Torf abgebaut. Aber die Feldbahntrasse nach Marcardsmoor verlief hier. Die topografische Karte von 1917 zeigt, dass die Bahntrasse nicht direkt neben der Straße verlief. Es wäre durchaus möglich, dass der über eine gewisse Entfernung durchgängige verwilderte Buschstreifen diese Trasse folgt. Ich habe dafür aber keinerlei Belege.
    Fahren Sie weiter nach Norden, bis Sie an die Brücke über den Nordgeorgsfehnkanal (rechts) kommen. Biegen Sie links ab und gleich darauf rechts, nach etwa 50 m erreichen Sie den Ems-Jade-Kanal.

     

    WIESMOORFELDBAHNRADWEG$_§

    Da 1917 auch auf der nördlichen Kanalseite ein kurzes Gleis verlegt war, nehme ich an, dass sich der Hafen auf der Nordseite direkt westlich neben der alten Brücke befand. Die alte Brücke befand sich an der Stelle, an der Sie die Ems-Jade-Kanal erreichen. Fahren Sie am Kanal entlang auf der 'Poststraße', obwohl die Bahntrasse sich damals auf der Straße 'Erste Reihe' befand. Der Weg am Kanal ist schöner. Der Weg auf der nördlichen Kanalseite ist noch schöner, aber die nächste Brücke über den Kanal zurück auf die Südseite, dort, wo die Feldbahn vom Kanal abbog, ist sehr viel weiter westlich.
    Die Poststraße wird zur Straße 'Am Kanal' und kurz danach macht sie einen Bogen und wird zur 'Kanalstraße'. Es folgt die Kreuzung mit dem 'Hochmoorweg'. Sie fahren geradeaus weiter, die Straße heißt jetzt 'Kreismoorstraße'.

     

    WIESMOORFELDBAHNRADWEG $_$ Sie folgen der Kreismoorstraße über 1km, bis Ihre Straße etwa im Winkel von 45 Grad auf eine Kreuzung trifft. Biegen Sie hier rechts ab, auch dieses ist eine Kreismoorstraße, die kurze Zeit später einen Bogen nach links macht und dann bald einen Bogen nach rechts. Dort liegt ein Gehöft und ein Weg kommt von links. Bis hier ist in der topografischen Karte von 1917 die Bahnlinie verzeichnet.
    Sie fahren rechts weiter, bis Sie auf den 'Hängendellerweg' treffen, in den Sie links einbiegen. Dem folgen Sie, bis Sie auf die 'Boßelstraße' kommen. Auf der biegen Sie links ab. Kurze danach geht recht der 'Jückweg' ab. Sie biegen aber nach links in die 'Kuckucksleegde' ab. Sie folgen der 'Kuckucksleegde'. Sie schlängelt sich mehrere km durch die Landschaft.

     

    WIESMOORFELDBAHNRADWEG $_% Irgendwann macht die 'Kuckucksleegde' einen Bogen nach rechts und direkt anschließend biegen Sie nach links in den 'Moorlager Weg' ab, der bald einen Bogen von fast 90 Grad nach links macht. Sie stehen jetzt vor dem 'Oll Reef Hus', einem unbedingt sehenswerten Museum mit angeschlossenem Café. Viele der ausgestellten Dinge können Sie durchaus käuflich erwerben. Ausgestellt sind Dinge des täglichen Lebens aus vergangenen Zeiten. Sie werden sehr viele interessante Dinge sehen. Verwunderlich und beeindruckend, dass bei der unglaublichen Fülle an Gegenständen, die sehr wohl gepflegt sind.
    Sie fahren den 'Moorlager Weg' weiter nach Osten.

     

    wiesmoorfeldbahnradweg 4_6

    Sie folgen dem 'Moorlager Weg'. Er schlängelt sich durch die ostfriesische Landschaft. Aufpassen: Manchmal macht er einen Bogen und ein anderer Weg geht geradeaus weiter. Sie folgen aber ihm. Seit geraumer Zeit befinden Sie sich nicht mehr im Moorgebiet, sondern auf der Geest. Das sind eiszeitliche Sandrücken. Besonders Kennzeichen sind die bewachsenen Wälle (Knicks) zwischen den Feldern.
    Nach mehreren km stoßen Sie stumpf auf die 'Oldendorfer Str.'
    Hier könnten Sie auch rechts abbiegen und der Straße bis in den Ort Aurich-Oldendorf fahren. Es ist ein typisches ostfriesisches Geestdorf mit sehr alter Kirche. Wenn Sie Glück haben, können Sie sie besichtigen. Besonders interessant ist der Friedhof. Hier finden Sie reihenweise echt ostfriesische Namen, die zuweilen kaum Deutsch klingen.
    Wenn Sie in die Kirche hinein können, sollten Sie Folgendes bedenken. Ostfriesland ist durch und durch evangelisch, in diesem Fall lutherisch. Sie finden aber auch viele reformierte oder andere evangelische Kirchen. Die Kirchen, besonders die reformierten Kirchen, sind außerordentlich schlicht gehalten. Schmuck, Bilder oder sonstige Ablenkungen waren nicht gestattet. Allerdings durften die Orgeln  durchaus reichlich geschmückt sein, denn sie waren liturgische Elemente. Da die ostfriesischen Dörfer vor ca. 500 Jahren reich waren und man den Reichtum also nicht in der Kirche zeigen durfte, steckte man den ganzen Reichtum der Gemeinde in die Orgel. Nirgends auf der Erde finden Sie so dicht aufeinander so bedeutende Instrumente wie hier. Mehrere Orgeln haben einen weltweiten ausgezeichneten Ruf (Norden-Ludgeri Kirche u.a.).
    Sie biegen links ab in die 'Oldendorfer Str.', die bald zur 'Tunger Str.' wird. Jetzt erscheint bald links eine größere Restaurantanlage mit Café und schönem Garten.
    Sie fahren entweder ein Stück weiter, bis rechts der 'Hammrichweg' abgeht, und folgen ihm, oder fahren etwas zurück, dort wo die 'Oldendorfer Str.' wieder beginnt und fahren dort links ab in 'An der Pallerflumm'. In beiden Fällen biegen Sie links ab in in den 'Pallerhauptweg'. Je nachdem, wo Sie gefahren sind, erscheint eher oder etwas später ein Kanalende, die Rolofswieke.

     

    wiesmoorfeldbahnradweg 4_7

    Sie fahren über den Kanal und biegen rechts ab in die Straße 'Pollerwieke Ost' die bald zur 'Rolofswieke Ost' wird. Sie fahren die Straße bis zum Ende und erreichen den Großefehnkanal in dem zu Wiesmoor gehörendem Ortsteil Ostgroßefehn. Sie biegen links ab und folgen dem Kanal. Bleiben Sie auf dieser (nördlichen) Kanalseite, dort ist weniger Verkehr. Fahren Sie gut 1 km, bis rechts über den Kanal eine Fußgängerbrücke führt. Fahren Sie auf die andere Kanalseite und fahren dann nach Süden auf dem 'Neuen Weg' in Richtung Wiesmoor.

     

    wiesmoorfeldbahnradweg 4_8

    Sie folgen dem 'Neuen Weg' etwa 1km, bis links die 'Freilichtbühnenstraße' abgeht. Der folgen Sie. Die macht bald einen Rechtsbogen und dort liegt links die Freilichtbühne, die Sie besichtigen können. Fahren Sie den Bogen weiter, bis rechts ein Weg abgeht, in den Sie abbiegen. Folgen Sie ihm vielleicht 300 m und Sie sehen rechts das Wiesmoorer Dorfmuseum. Es ist sehenswert auch in der Angelegenheit der Feldbahn. Es ist nämlich ein Rundkurs gebildet worden auf dem eine Feldbahn (keine NWK-Loren, möglicherweise auch keine NWK-Lok) ihre Runden dreht. Der ganze Kreis mag 1km lang sein. Hier finden Sie auch die Torfabbaumaschinen, aber nicht alle stammen aus der NWK-Zeit. Fahren Sie weiter und es erscheint die Blumenhalle mit einem schönen Garten daneben. Eine besondere Attraktion ist der Minigolfplatz, der besondere Schwierigkeitsgrade aufweist. In der Blumenhalle ist ein Restaurant und Café.
    Biegen Sie links ab in die 'Dahlienstraße' und gleich danach rechts ab in die Straße 'Am Nielsenpark'. Kurz danach wieder links ab und die Straße bis zum Ende. Sie sind jetzt wieder am Kanal und sehen Ihren Start- und Zielpunkt, die Wiesmoorer Kanalbrücke.

     

     

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