Die ehemalige Feldbahn zur Versorgung des ehemaligen Torfkraftwerkes in Wiesmoor Seite 4,

    1. Fahrradtour, Wiesmoor - Stapel - Wiesmoor.

    Damit Sie den Spuren der Feldbahn folgen können, biete ich hier einige Radtouren an, die zumindest teilweise den alten Bahntrassen folgen. Ich biete dazu auch zum Download die nötigen GPX-Dateien an. Die können Sie auf Ihr Smartphone oder Wander-/Fahrradnavi übertragen und sich dann führen lassen. Da Wander- bzw. Fahrradnavis bei  weitem nicht so komfortabel funktionieren, wie Autonavis habe ich zu jeder Tour 3 GPX-Datein zur Verfügung gestellt. Manche Navis kommen ganz schnell durcheinander, wenn auf der Rücktour auch nur für wenige Meter derselbe Weg benutzt wird, wie auf der Hintour, oder man auch nur in die Nähe des Rücktourweges kommt. Da kann es Ihnen passieren, dass das Navi sie bereits auf der Hintour von der Stelle an zum Zielpunkt führen will, ohne dass Sie den Rest der Reiseroute abgefahren sind. Deswegen gibt es eine Gesamttour, eine Tour vom Start zum weitesten Punkt der Reiseroute und eine dritte Datei vom weitesten entfernten Punkt zurück zum Zielpunkt. Sie müssen dann an der entferntesten Stelle den zweiten Teil der Reiseroute laden. Wie Sie sich mit Hilfe von GPX-Dateien navigieren lassen können, habe ich an anderer Stelle meiner Website für Smartphones beschrieben: Fußgänger-, Fahrrad- und Autonavigation mit Locus Map. Wie Sie eine GPX-Datei auf Ihr Navi bekommen, habe ich exemplarisch am Beispiel eines Medion Wandernavis am Ende der folgenden Seite beschrieben: Eine Radtour planen und auf ein Navi übertragen.

     

    Beschreibung der ersten Reiseroute von Wiesmoor Mitte (Brücke über den Kanal) über Bentstreek, Stapel, Meinersfehn zurück über Stapeler Moor und Bentstreek nach Wiesmoor.

    Hier die GPX-Dateien. Zum Downloaden machen Sie auf den Link einen Rechtsklick und im sich öffnenden Kontextmenü einen Linksklick auf 'Speichern unter...' oder 'Zielspeichern'. Suchen Sie nach einem Speicherplatz auf Ihrem PC und speichern Sie die Datei dort. Die zu speichernde Datei muss die Endung '... .gpx' haben:

    Wiesmoor - Stapel - Meinersfehn - Bentstreek - Wiesmoor (Gesamttour)

    Wiesmoor - Stapel (erste Tourhälfte, Hintour)    und

    Stapel - Wiesmoor (zweite Tourhälfte, Rücktour)

    Sie können und sollten diese GPX-Dateien überprüfen, es könnte beim Download etwas schief gegangen sein. Das geht am einfachsten mit dem sog 'Routeconverter'. Wie Sie ihn bedienen, habe ich auf meiner Seite: Reiserouten aus dem Navi auf Landkarten, Satelliten- und/oder Luftbildern mit RouteConverter oder ProPhotoTools darstellen beschrieben. Bei der ersten Benutzung des Routeconverters kann es sein, dass Sie die nötige Javaumgebung installieren müssen. Das ist ok. Viele Programme gebrauchen die Javaumgebung, um zu funktionieren. Folgen Sie dann den Anweisungen.

    Die Reiseroute können Sie auch fast komplett mit dem Auto abfahren. Lediglich der erste Teil von Wiesmoor Mitte zum 'Blauen Fasan', ist nur zu erwandern oder per Fahrrad zu erreichen. Auf dem Weg zurück kann es am ehemaligen 'Rückbahndamm' zu Problemen kommen. Besonders der Teil, der zum Kanal führt, kann bei schlechtem Wetter unbefahrbar sein.

    Beschreibung der Reiseroute:

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    Sie starten auf der Kanalbrücke in Wiesmoor Mitte. Fahren Sie nach Westen bis rechts das Bauunternehmen 'Bohlen&Doyen' erscheint. Etwa 100 m weiter geht links eine kleine Straße ab, der Fingerhutweg, in den Sie einbiegen. Kurz vor dem Sportplatz geht rechts ein kleiner Fuß/Radweg ab. Biegen Sie also dort rechts ab, 50 m weiter macht der Weg einen Knick nach links. Etwa 1km führt der Weg zwischen 2 Gräben entlang und macht dann einen Knick nach rechts. Unter hohen Pappeln fahren Sie ca. 1km in Richtung Westen. Etwas weiter links hinter dem üppigen Knöterich lagen früher die großen Torfmieten, die den Brennstoff für die Wintermonate bereitstellten. Der Weg biegt schließlich nach links in Richtung Süden ab. Nach vielleicht 50m macht der Weg einen nur leichten Bogen nach rechts. Dort beginnt eine andere Wegoberfläche. Der Weg, der von links nach rechts kreuzt, ist der aus der NWK-Zeit 'Anschnitt 10'. Hier kreuzte früher die Feldbahnlinie in Richtung Reservat II. In diesem Bereich war bis zum Schluss das lange Abstellgleis.

    Nach einer leichten Biegung nach rechts erreichen Sie bald den Golfplatz. Es ist das Gelände der ehemaligen Landwirtschaft der NWK. An der Stelle, wo links auch der Golfplatz beginnt, war früher eine Wegkreuzung. Im Südwesten dieser Kreuzung lag die große Abfall- / Kompostmiete der NWK-Gärtnerei. Das Feldbahngleis kam von links und endete an der Miete. Sie fahren weiter geradeaus und erreichen den 'Blauen Fasan' ein Nobelrestaurant. Hier kann man gut einen Tee trinken oder auch essen.

    Sie biegen nach links in die Rhododendronstraße ab. Sie befinden sich in der Siedlung 'Hinrichsfehen', die mithilfe der Feldbahn gebaut wurde. Ein Originalhaus aus Lehm gibt es heute nicht mehr. Nach 2 km überqueren Sie den Kanal und biegen also auf der östlichen Kanalseite nach rechts ab. Genau an dieser Kreuzung können Sie noch 50 m geradeaus weiterfahren, etwas steigt die Straße dort an. Sie finden dort, die Stelle, an der noch die beiden Eisenbahnschienen in der Straße zu finden sind (Beginn meiner Webseite). In Richtung der Schienen in beide Richtungen finden Sie heute einen verwilderten mit Gebüsch und Bäumen bewachsenem Streifen, die ehemalige Bahntrasse, die mehrere Kilometer parallel dem Kanal folgt. Die Erhöhung kommt durch das darunter liegende Hochmoor, auf dem die Gleise verlegt waren. Davor und dahinter war abgetorft worden. Dahinter beginnt das frühere Reservat III.

     

    wiesmoor_radweg_1-2.teil Weiter geht's am Kanal entlang in Richtung Süden, also parallel zum früheren doppelgleisigen Bahndamm. Nach etwa 2km biegen Sie nach links ab in den Rebhuhnweg. Das Hingleis nach Stapeler Moor ging früher ab, nämlich am 'Friedeburger Wiesmoor Schloot'. Dort kann man heute nicht fahren, der Weg geht nicht durch. Sie fahren den Rebhuhnweg bis zur Kreuzung Birkhahnweg. Dort biegen Sie rechts ab und nach einem km fahren Sie über den Graben und biegen links ab in den 'Gleisweg'. An dieser Kreuzung können Sie auch noch einige 100 m weiter auf schmalem Weg nach Süden fahren, bis rechts eine Aussichtsplattform erscheint. Von hier haben Sie einen guten Überblick auf das renaturierte ehemaligen Reservat V. Das Gebiet steht unter strengem Naturschutz und darf nicht betreten werden, was auch lebensgefährlich sein könnte. Mit etwas Glück können Sie hier Kraniche sehen.
    Sie fahren den Gleisweg etwa 2km nach Osten. Sie fahren jetzt direkt an der Rücktourstrecke der Feldbahn entlang. Der Weg macht einen Knick um 45 Grad in Richtung SO. An der Stelle kam von Norden das Hingleis der Feldbahn auf den Gleisweg.

     

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    Keinen km später überqueren Sie die heutige Autostraße in Bentstreek, fahren aber geradeaus weiter in den 'Mühlenbergweg' hinein. Keine 500 m weiter erscheint links ein kleines Wäldchen. Dort befand sich das ehemalige Gleisdreieck (Wiesmoor - Stapeler Moor - Schweinebrück). Sie biegen rechts ab in den 'Stapelmoorer Weg', der bald darauf zur 'Lange Straße' wird. Hier verlief die Feldbahntrasse und links lag des frühere Reservat IV, das Haupttorfabbaugebiet der NWK. Ca. 500m, nachdem die Lange Straße beginnt, liegt links das ehemalige Mullwerk 'Stapeler Moor', das die Nachfolge der NWK-Torfgewinnung antrat. Sie fahren dann noch gut 1 bis 2 km, links erscheint eine Siedlung, bis rechts die 'Stapeler Straße' abgeht. Die fahren Sie gut 2km, bis rechts die Ringstraße abgeht. Der folgen Sie keine 100m und fahren dann direkt auf das 'Lütje Café' zu. Im Sommer kann man hier wunderbar im Garten einen Kaffee trinken. Frau Gerdes backt wunderbaren Kuchen.

    Hier beginnt die zweite Tourhälfte oder die Rücktour:

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    Sie fahren die Ringstraße zurück, überqueren die Kreuzung geradeaus und fahren die Meinersfehner Straße vielleicht 1km nach Süden. Sie macht dort einen leichten Bogen nach rechts. Mehr oder weniger geradeaus weiter biegen Sie links ab in die 'Buchenstraße', der Sie folgen bis zur Kreuzung mit dem 'Alter Gleisweg', dort biegen Sie links ab. Der 'Alte Gleisweg' hatte hier keine Gleise der NWK, sondern einer Privatfirma, die die örtlichen Bauern mit Brenntorf versorgte. Nach wenigen 100 m begann das letzte und weit entfernteste Torfabbaugebiet der NWK. Dort lagen dann auch die NWK-Gleise. Sie befinden sich in Meinersfehn. Der 'Alte Gleisweg' knickt dann nach links im rechten Winkel ab. Wenige 100 m weiter biegen Sie nach rechts in die 'Stapelmoorer Straße' ab. Der folgen Sie, bis wieder die 'Lange Straße' beginnt und jetzt auf der rechten Seite irgendwann die Siedlung erscheint. Die Feldbahn ging um diese Siedlung herum. Ab hier befinden Sie sich wieder auf der alten Feldbahntrasse. Vielleicht 500 m weiter ist der Parkplatz für den Stapeler Moorer Moorlehrpfad. Den sollten Sie nicht auslassen. Er zeigt sehr gut, wie ein Moor 'wächst'.  Das gesamte Gelände des dortigen Stapeler Moores steht unter strengem Naturschutz. Am Horizont sehen Sie weit weg Bäume, die schon im Ammerland, Kreis Westerstede, stehen.

    Fahren Sie die 'Lange Straße' gut 2km entlang, bis rechts die Straße 'Zum Lengener Meer' abgeht, dort fahren Sie hinein. Die Straße macht einen leichten Linksbogen und etwa 500 m weiter liegt rechts das Lengener Meer hinter Büschen. Es gibt dort auch eine Aussichtsplattform.

    Fahren Sie zurück bis rechts die Straße 'Bentstreeker Schulweg' abgeht. Fahren Sie sie etwa 5oo m, dann liegt links 'Heikes Moorhof'. Hier können Sie selbst gemachte Dinge kaufen (Schafskäse) und einen Kaffee/Tee trinken. Fahren Sie die Straße ' Bentsreeker Schulweg' weiter und biegen dann links ab in den 'Schweinebrücker Weg', der der alten Bahntrasse nach Schweinebrück folgt. Folgen Sie dem Weg (Straße) nach Westen, bis Sie wieder am 'Gleisdreieck' angekommen sind. Biegen Sie dort nach rechts in den Mühlenbergweg ab, bis Sie wieder die Autostraße kreuzen. Hier können Sie nach links abbiegen, bis Sie das Bentstreeker Dorfmuseum erreichen. Dort befindet sich eine Lokomotive, und sobald die instand gesetzt ist, wird sie auf ca. 200 m Gleise fahren können...

     

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    Sie überqueren die Autostraße und fahren in den 'Gleisweg' ein, den Sie ja bereits auf der Hintour benutzt haben. Sie fahren in jetzt zurück, bis rechts der 'Birkhahnweg' beginnt. Aber dort biegen Sie jetzt nicht ab, sondern folgen der ehemaligen 'Zurückfeldbahntrasse' weiter nach Westen. Bei schlechtem Wetter kann der Weg (fast) unbefahrbar sein. Fahren Sie so weit, bis Sie an den Kanal kommen. Sie bleiben auf der Kanalseite und biegen nach Norden ab in Richtung Wiesmoor. Rechts verläuft jetzt wieder der etwas verwilderte ehemalige leicht erhöhte Bahndamm. Fahren Sie gut 2km, bis Sie wieder an der Klappbrücke sind.

     

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    Fahren Sie jetzt aber weiter nach Norden in Richtung Wiesmoor Mitte. Keine 200 m weiter können Sie sehen, dass sich die Straße auf der anderen Kanalseite etwas absenkt. An dieser Stelle befand sich die Stahlbrücke, auf der die Feldbahn den Kanal und beide Straßen überquerte. Es war eine hohe Brücke und auf der anderen Kanalseite gab es einen mächtigen Bahndamm, der heute aber abgetragen ist. Genau dort befindet sich heute ein Haus.

    Fahren Sie weiter in Richtung Norden nach Wiesmoor Mitte. Wenn rechts der Drosselweg abgeht, liegt auf der anderen Kanalseite die 'Benary-Gärtnerei', die auch mit dem Abwasser des Kraftwerks beheizt wurde. Vielleicht 300 m weiter in Richtung Norden können Sie auf der anderen Kanalseite eine Spundwand sehen. Dort befand sich der Hafen.

     

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    Weiter Richtung Wiesmoor Mitte fahren Sie über den Kanal auf die andere Kanalseite. Sie sehen noch ein altes lang gezogenes flaches Gebäude (heute Schröder Fahrzeugbau). Das war die frühere Werkstatt. Das erste Wohnhaus, dort war das Geburtshaus des Autors. Vor dem Haus läuft eine kleine Straße, an ihrer rechten Seite hinter dem Wohnhaus liegt das ehemalige Magazin der NWK. Auf das Gelände des ehemaligen Bahnhofs mit Waage und Lokschuppen kann man nicht kommen. Es ist dort auch nichts mehr von der Feldbahn zu sehen. Fahren Sie am Kanal weiter in Richtung Wiesmoor Mitte. Ein paar Häuser weiter geht im spitzen Winkel nach links ein Weg ab, der alte 'Tannenweg'. Er endet am ehemaligen Bahnhof. Weiter nach Wiesmoor fahren Sie an einem verwilderten Wäldchen vorbei, der frühere Park von Jan Hinrichs, dem damaligen Chef der NWK. Links erscheint die Sparkasse und das neue Rathaus. Beide stehen genau auf dem Gelände des ehemaligen Torfkraftwerks. Bedenken Sie, dass hier eine größere Fabrikanlage stand mit 2 Schornsteinen von 80 und 85 m Höhe. Direkt hinter dem letzten Wohnhaus stand an der Straße der Wasserturm. Die NWK war längere Zeit der bedeutendste Industriebetrieb und Arbeitgeber des Kreises Aurich und hatte zu Spitzenzeiten über 2 000 Beschäftigte. 

     Sie haben den Ausgangs- und Zielpunkt der Radtour erreicht, die Brücke über den Kanal.

     

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