Eine Reise in die Gartenanlagen um Wörlitz im Sommer 2007.

woerlitz

Ursprünglich war geplant, auch noch die Gärten in Bad Muskau nahe Cottbus zu besuchen. In Wörlitz angekommen zeigte sich aber ganz schnell, dass diese Anlagen nicht an zwei Tagen besucht werden konnten, viel zu umfangreich ist das Angebot an Sehenswürdigkeiten. Aber zunächst soll die Frage beantwortet werden, wo das Wörlitzer Gartenreich überhaupt zu finden ist:

Uebersichtskarte 

Leopold III. (1740 - 1814) Herrscher des Dessauer-Anhalter-Fürstentums baute das Dessauer Gartenreich zu dem, was es heute ist, aus. Es wählte dazu Wörlitz als seinen Hauptsitz.

Sein Ziel war es, seinem Volk die Sehenswürdigkeiten Europas näher zu bringen. So schuf er seinen englischen Garten, und jeder Bürger durfte diesen Park zu jeder Zeit besuchen. Gleichzeitig sollte aber auch klar sein, dass Europa nicht nur aus Sehenswürdigkeiten bestand, sondern dass es auch Landwirtschaft geben muss, weswegen auch heute noch im Wörlitzer Park landwirtschaftlich genutzte Flächen sich finden. Gleichzeitig entstanden in nächster Nähe weitere kleinere Parkanlagen, um auch weniger mobilen Bürgern den Besuch eines Parks zu ermöglichen. So entstanden weitere Gärten, von denen sich hier nur das Luisium findet. In das Gesamtkonzept passten aber auch die Schloss- und Gartenanlagen von Mosigkau, Oranienburg u.a. Bei einigen Parkeinrichtungen hat Leopold III. allerdings nach heutigen Vorstellungen des Guten zu viel getan - man würde es heute als kitschig abtun (z.B. die Insel Stein, auf der fast ganz Italien untergebracht wurde) - er selbst hat sich im hohen Alter auch von einigen Einrichtungen distanziert.

Wittenberg gehört zwar nicht zu diesem Ensemble, aber ist wie Quedlinburg wegen seiner Altstadt und seiner Geschichte allemal sehenswert. Wegen des Umfangs der Bilder habe ich die Galerien für Wittenberg aufgeteilt in "Nördliche Altstadt" und "Südliche Altstadt". Natürlich darf auch nicht das Bauhaus aus Dessau vergessen werden, ansonsten ist Dessau aber keine schöne Stadt mehr, das sie im Kriege stark zustört worden war und "sozialistisch" wieder aufgebaut wurde.

Die meisten dieser Orte stehen heute unter dem Schutz der UNESCO als Weltkulturerbe der Menschheit (auch Quedlinburg).

In der südlichen Umgebung gab es und gibt es sehr viel Braunkohle. Um an den langen Abbau selbiger zu erinnern, hat man Ferropolis, eine "eiserne Museumsstadt" errichtet, in der man sich die riesigen Braunkohlebagger genau ansehen kann.

Sie können in die kleinen Bilder dieser Karte klicken, um zu den Bildergalerien zu gelangen. Für Quedlinburg klicken Sie hier.

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